Lambertibrunnen in Münster wird trotz deutlich höherer Kosten saniert

Neben dem Lamberti-Brunnen in Münster besteht Blindgänger-Verdacht. Die geplante Sanierung könnte deutlich teurer und aufwendiger werden.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Trotz deutlich gestiegener Kosten soll der Lambertibrunnen in der Münsteraner Altstadt saniert werden. Der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen hat am Dienstagabend den Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst. Die Entscheidung fiel ohne Gegenstimmen.

Der Lambertibrunnen am Lambertikirchplatz gehört zu den markanten Anlagen in der historischen Innenstadt. In den vergangenen Jahren war die Anlage jedoch immer wieder Thema, weil technische Probleme und bauliche Schäden den Betrieb erschwerten.

Sanierung wird umfangreicher als ursprünglich geplant

Nach Angaben der Stadt beschränkt sich das Projekt nicht nur auf eine Erneuerung der technischen Anlagen. Neben Leitungen und Pumpen sollen auch Teile der steinernen Konstruktion und der Skulpturen restauriert werden.

Zudem soll der Brunnen wieder korrekt ausgerichtet werden. In der Vergangenheit hatte sich die Anlage leicht geneigt. Auch der Bereich rund um den Brunnen soll im Zuge der Arbeiten angepasst werden. Geplant ist unter anderem, das Pflaster im Umfeld zu überarbeiten.

Darüber hinaus sollen die früher vorhandenen Wasserfontänen wieder vollständig in Betrieb genommen werden. Ziel ist es, die Anlage langfristig technisch und gestalterisch zu sichern.

Blindgänger-Verdacht beeinflusst die Planung

Ein zusätzlicher Faktor ist ein Blindgänger-Verdacht im Bereich des Lambertikirchplatzes. Um mögliche Weltkriegsmunition im Untergrund auszuschließen, sind nach Angaben der Stadt mehrere Bohrungen vorgesehen.

Für diese Untersuchungen muss der Brunnen vollständig abgebaut werden. Erst nach Abschluss der Arbeiten kann mit der eigentlichen Sanierung begonnen werden. Dadurch wird das Projekt technisch aufwendiger als ursprünglich angenommen.

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Kosten steigen deutlich

Mit der erweiterten Planung steigen auch die Kosten. Nach aktuellen Berechnungen der Stadt wird inzwischen mit einem Gesamtaufwand von rund 850.000 Euro gerechnet.

Ein Teil der Summe soll von einer privaten Stiftung übernommen werden. Rund 370.000 Euro könnten dadurch finanziert werden. Der restliche Betrag würde aus dem städtischen Haushalt getragen. In früheren Planungen war noch von deutlich geringeren Kosten ausgegangen worden.

Start der Arbeiten frühestens 2027

Zunächst soll der Brunnen abgebaut werden, damit die Bohrungen zur Blindgängerprüfung durchgeführt werden können. Ziel der Stadt ist es, den Platz danach möglichst schnell wieder nutzbar zu machen.

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollen nach derzeitiger Planung erst nach dem Weihnachtsmarkt beginnen. Ein Start im Frühjahr 2027 gilt derzeit als wahrscheinlich. Die Fertigstellung könnte dann im Laufe des Sommers erfolgen.

Mit dem nun gefassten Grundsatzbeschluss ist politisch der Weg für die Sanierung geebnet. Der Lambertibrunnen soll damit langfristig als prägendes Element der Altstadt erhalten bleiben.

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