
Die deutsche Wissenschaftslandschaft bleibt in weiten Teilen stabil. Zehn Universitäten behalten ihren Status als sogenannte Exzellenzuniversitäten und werden ab 2027 weitere sieben Jahre gefördert. Das geht aus einer Entscheidung der zuständigen Exzellenzkommission hervor, die am Mittwoch bekannt gegeben wurde.
Die Förderlinie gehört zur Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. Sie soll besonders leistungsstarke Hochschulen langfristig stärken und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Nach Angaben der zuständigen Gremien erfüllten zehn der bisherigen Standorte weiterhin die Voraussetzungen für eine Verlängerung der Förderung. Eine Universität verliert dagegen ihren Status.
Die Entscheidung betrifft einige der größten und forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands. Weiter gefördert werden die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München sowie die Universität Tübingen. Auch der Berliner Universitätsverbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität bleibt Teil der Förderlinie.
Die Entscheidung basiert auf einem mehrstufigen Begutachtungsverfahren. Internationale Expertinnen und Experten bewerteten die wissenschaftliche Entwicklung der Universitäten sowie ihre strategischen Ziele. Diese Einschätzung wurde anschließend von der Exzellenzkommission bestätigt, in der sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch Vertreter von Bund und Ländern vertreten sind.
Eine Hochschule verliert dagegen ihre Förderung. Die Universität Konstanz erreichte nach Angaben der Verantwortlichen nicht mehr die erforderliche Mindestzahl an Exzellenzclustern. Diese Cluster gelten als zentrale Voraussetzung für den Status als Exzellenzuniversität, weil sie besonders leistungsstarke Forschungsverbünde darstellen.
Die Förderphase beginnt am 1. Januar 2027 und läuft zunächst sieben Jahre bis 2033. Die Entscheidung gilt als wichtiger Schritt für die langfristige Planung der beteiligten Hochschulen, weil sie mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden ist.
Die Exzellenzstrategie ist eines der größten Förderprogramme für Hochschulen in Deutschland. Bund und Länder unterstützen damit ausgewählte Universitäten und Forschungsverbünde, um ihre internationale Sichtbarkeit zu stärken und Spitzenforschung gezielt auszubauen.
In der bisherigen Förderphase erhielten elf Universitäten insgesamt rund 148 Millionen Euro pro Jahr. Für die kommende Runde soll die Förderung ausgeweitet werden. Zusätzlich stehen bis zu 60 Millionen Euro jährlich bereit, weil künftig bis zu fünf weitere Universitäten oder Universitätsverbünde neu aufgenommen werden können.
Die Höhe der Förderung hängt vom jeweiligen Antrag ab. Einzeluniversitäten erhalten jährlich zwischen zehn und fünfzehn Millionen Euro. Universitätsverbünde können sogar zwischen fünfzehn und achtundzwanzig Millionen Euro pro Jahr bekommen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine erfolgreiche Einwerbung von Exzellenzclustern. Diese Forschungsverbünde bündeln Spitzenforschung zu bestimmten Themenfeldern und werden separat durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Nur Hochschulen mit mindestens zwei solchen Clustern können einen Antrag als Exzellenzuniversität stellen.
Die aktuelle Entscheidung basiert auf einer umfangreichen Evaluation der bisherigen Förderphase. Universitäten mussten zunächst Selbstberichte einreichen, in denen sie darlegten, welche Ziele sie erreicht haben und wie sich ihre Einrichtungen entwickelt haben.
Anschließend besuchten internationale Gutachtergruppen die Universitäten vor Ort. Dort prüften sie unter anderem Forschungsleistungen, internationale Kooperationen sowie die strategische Entwicklung der Hochschulen. Auch Fragen der Nachwuchsförderung, Diversität und wissenschaftlichen Zusammenarbeit spielten bei der Bewertung eine Rolle.
Nach Einschätzung der Gutachter habe die Förderung in vielen Fällen zu deutlichen Veränderungen geführt. Universitäten hätten ihre Forschung stärker international ausgerichtet und neue Kooperationen aufgebaut. Gleichzeitig seien mehr internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen worden.
Die Förderung habe außerdem dazu beigetragen, dass Universitäten ihre strategischen Schwerpunkte klarer definierten und Ressourcen gezielter einsetzten. Dadurch seien teilweise auch neue interdisziplinäre Forschungsstrukturen entstanden.
Die aktuelle Entscheidung betrifft zunächst nur die bisherigen Exzellenzstandorte. Parallel läuft bereits ein neues Auswahlverfahren für zusätzliche Universitäten, die ebenfalls in die Förderlinie aufgenommen werden könnten.
Nach Angaben des Wissenschaftsrats liegen dafür elf Anträge vor. Sieben stammen von einzelnen Universitäten, vier von Hochschulverbünden. In den kommenden Monaten werden internationale Gutachtergruppen diese Bewerbungen prüfen und die Universitäten besuchen.
Die endgültige Entscheidung über mögliche neue Exzellenzuniversitäten soll am 2. Oktober 2026 fallen. Erst danach steht fest, wie viele Hochschulen künftig Teil der Exzellenzstrategie sein werden.
Der Förderbeginn für alle ausgewählten Standorte ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Damit bleibt die Exzellenzstrategie auch in den kommenden Jahren eines der wichtigsten Instrumente der deutschen Wissenschaftspolitik.
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