
Der SC Preußen Münster hat für die Saison 2026/27 die Lizenz für die 2. Bundesliga und die 3. Liga erhalten. Nach Angaben des Vereins wurde das Zulassungsverfahren bereits im ersten Schritt abgeschlossen, die Lizenzen wurden ohne Bedingungen erteilt. Lediglich im Stadionbereich gibt es wegen des laufenden Umbaus am LVM-Preußenstadion einige wenige Auflagen, die den Bescheid aber nicht grundsätzlich infrage stellen.
Für den SCP ist das eine wichtige Nachricht in einer Phase, in der sportlich weiter große Unsicherheit herrscht. Während im Abstiegskampf noch offen ist, in welcher Liga der Verein in der kommenden Saison tatsächlich spielen wird, hat Preußen nun zumindest abseits des Platzes früh Planungssicherheit.
Dass die Lizenz ohne Bedingungen erteilt wurde, ist für den Klub mehr als ein formaler Vorgang. Im Zulassungsverfahren macht dieser Unterschied durchaus etwas aus, denn Bedingungen müssten noch vor der endgültigen Starterlaubnis erfüllt werden, während Auflagen auch im weiteren Verlauf der Saison umgesetzt werden können.
Aus Vereinssicht ist der Bescheid deshalb ein klares Signal, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren in die richtige Richtung gegangen ist. Preußen betont, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit erneut bereits im ersten Anlauf bestätigt worden sei. Dazu passen auch die zuletzt veröffentlichten Zahlen: Die ausgegliederte Profiabteilung des SCP hatte für die Saison 2024/25 einen Jahresüberschuss von 3,473 Millionen Euro gemeldet.
Die wenigen Auflagen im Bereich Stadion dürften vor allem mit dem laufenden Umbau des LVM-Preußenstadions zusammenhängen. Seit 2025 wird die Spielstätte Schritt für Schritt modernisiert, die neue Westtribüne ist bereits in Betrieb, weitere Bauabschnitte laufen noch.
Langfristig soll in Münster ein reines Fußballstadion mit mehr als 19.000 Plätzen entstehen. Solange sich ein solches Projekt mitten in der Umsetzung befindet, sind zusätzliche Nachweise und Vorgaben im Lizenzverfahren nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist aus Sicht des Vereins, dass diese Punkte der Zulassung für die kommende Saison nicht im Weg standen.
So positiv die Lizenzentscheidung für den SCP auch ist, an der sportlichen Ausgangslage ändert sie zunächst nichts. Nach 30 Spieltagen steht Preußen Münster in der 2. Bundesliga auf Rang 18 und damit kurz vor dem Abstieg. Die wirtschaftliche Basis stimmt also, doch die Frage, ob der Verein die Zweitliga-Lizenz oder am Ende die Zulassung für die 3. Liga benötigen wird, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen auf dem Rasen.
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