
Münster. Das B-Side Festival in Münster feiert am Freitag und Samstag, 18. und 19. September 2026, seine zehnte Jubiläumsausgabe. Was 2016 als vergleichsweise kleines Kulturfest begann, erstreckt sich inzwischen über das Hafen- und Hansaviertel: Rund 90 Programmpunkte an elf Orten sind angekündigt. Konzerte, DJs, Theater, Kunst, Workshops und Familienangebote gehören zum Programm. Der reguläre Eintritt ist kostenlos.
Los geht es am Freitag um 17 Uhr in der B-Side am Mittelhafen 42. Am Samstag startet das Programm bereits um 13 Uhr und breitet sich auf zahlreiche weitere Veranstaltungsorte im Hansaviertel aus. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kultur. Hafen. Kante!“.
Der erste Festivaltag konzentriert sich vollständig auf die B-Side und ihr direktes Umfeld. Nach der Eröffnung um 17 Uhr soll um 17.30 Uhr der FLINTA*-Chor Showgetten auftreten. Im weiteren Verlauf sind unter anderem Whiteboard, Kabra Adabra, Wiebke, Iginio, Klangkarre, Soul Kite und malheur angekündigt.
Neben den Konzerten gibt es Ausstellungen, Aktionen und DJ-Sets. Auch eine Schnippeldisco gehört zum Programm. An einzelnen Stellen soll der erste Festivaltag bis gegen 2 Uhr nachts weitergehen.
Deutlich größer wird das Festival am Samstag. Dann beschränkt sich das Programm nicht mehr auf die B-Side. Insgesamt werden elf Veranstaltungsorte bespielt. Neben der B-Side gehören unter anderem Plan B, Wilma, das Kabinett, Boheme Boulette, Babel und die Watusi Bar zum Festival.
Musikalisch sind beispielsweise Smackbeat, NonComfort & Stefox, Explain Colours, Framed Words, Saftladen, Rimini, Pink & Noir, Henning Hans, Stella, Naomi und Tie-Rex angekündigt. Je nach Veranstaltungsort reicht das Angebot von Konzerten und DJ-Sets bis zu Lesungen, Ausstellungen, Quizformaten und Workshops. Damit wird die Jubiläumsausgabe zu einem dezentralen Kulturfestival im Hafen- und Hansaviertel.
Konzerte, Märkte, Partys, Familienangebote und weitere Termine für Münster und Umgebung.
Das B-Side Festival 2026 richtet sich nicht nur an Konzert- und Clubbesucher. Am Samstag gibt es zahlreiche Angebote für Familien. Das Theater Spiegelei zeigt beispielsweise „Kribbel-Krabbel-Kuck mal da!“. Hinzu kommen Family Swing, eine Kinderdisco von 17.30 bis 19.30 Uhr und die Kreativaktion „Mein kleines Ich aus Kork“.
Auch mehrere Workshops sind geplant. Besucher können sich unter anderem mit Siebdruck und Slow-Fashion-Sticken beschäftigen. Hinzu kommen eine antifaschistische Gedichtwerkstatt, ein Workshop zur Awarenessarbeit sowie ein Seminar zum Umgang mit rechten und rassistischen Parolen. Bei einzelnen Angeboten ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
Der Besuch des regulären Festivals ist kostenlos. Eine Ausnahme bildet die Aftershow-Party am Samstagabend in der Sputnikhalle. Sie wird ab 22 Uhr angekündigt, das Musikprogramm soll laut Programm ab 23 Uhr beginnen und bis 5 Uhr morgens dauern.
Auf drei Floors stehen Techno, House, Drum & Bass und Disco auf dem Programm. Mit dabei sind unter anderem Leonard Ludewig, Affenwiese Live, Mawu, Déandrah, Kaseo, Cali Caracho, LEIA, Lary, Pablito, Alicia Fae und DJ Remirumble. Der Eintritt liegt laut Programmheft zwischen 10 und 15 Euro nach Selbsteinschätzung.
Hinter dem Festival steht der gemeinnützige B-Side Kultur e.V. Rund 20 Menschen arbeiten nach Angaben der Veranstalter ehrenamtlich im Organisationsteam. Unterstützt werden sie während des Festivals von etwa 100 freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Die Finanzierung der Jubiläumsausgabe war zwischenzeitlich unsicher. Nach Angaben des Vereins wurde kurzfristig eine Förderung von rund 12.000 Euro nicht bewilligt. Daraufhin startete die B-Side eine Spendenkampagne, um unter anderem Künstlergagen, Technik und weitere Kosten des Festivals finanzieren zu können.
Das erste B-Side Festival fand 2016 statt. Im selben Jahr wurde auch der B-Side Kultur e.V. gegründet. Die Geschichte des Kulturstandorts reicht allerdings weiter zurück. Bereits seit den 2000er-Jahren nutzten Kunst- und Kulturschaffende Teile des ehemaligen Hill-Speichers am Münsteraner Hafen.
Aus dem zunächst improvisierten und nachbarschaftlich geprägten Projekt entwickelte sich ein soziokulturelles Quartierszentrum. Der historische Speicher wurde später umfassend umgebaut. Heute bietet die B-Side neben einem Veranstaltungssaal auch Seminar-, Arbeits- und Projekträume.
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