
Münster. Jugendliche und junge Erwachsene in Münster sollen künftig schneller die passende Unterstützung bei Fragen zu Schule, Ausbildung und Beruf erhalten. Dafür haben Stadt und Arbeitsagentur eine Vereinbarung für eine Jugendberufsagentur in Münster geschlossen. Ziel ist es, bestehende Beratungsangebote enger zu verzahnen und jungen Menschen eine zentrale Anlaufstruktur zu bieten.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, haben die Vereinbarung am Mittwoch, 2. September, unterzeichnet. Beteiligt sind neben der Arbeitsagentur auch das Jobcenter Münster, das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie das Amt für Schule und Weiterbildung.
Die bestehenden Angebote sollen künftig stärker miteinander verbunden werden. Beratungen sind vor allem an Schulen, in Jugendzentren und digital vorgesehen. Die Zusammenarbeit baut auf bereits bestehenden Strukturen auf und soll schrittweise weiterentwickelt werden.
Die Jugendberufsagentur in Münster richtet sich grundsätzlich an Jugendliche und junge Erwachsene ab der 8. Klasse bis zum Alter von 25 Jahren. In begründeten Fällen können auch junge Menschen bis 27 Jahre unterstützt werden.
Ein zentraler Punkt des Konzepts: Jugendliche sollen nicht selbst herausfinden müssen, welche Behörde oder Beratungsstelle für ihr Anliegen zuständig ist. Die beteiligten Stellen stimmen sich untereinander ab und entscheiden gemeinsam, welche Unterstützung sinnvoll ist. Falls weitere Fachstellen benötigt werden, sollen diese einbezogen werden.
Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Bildungswege, Ausbildung und berufliche Orientierung. „Wir wollen, dass sie dabei Orientierung erhalten und die passende Unterstützung finden“, erklärt Oberbürgermeister Tilman Fuchs mit Blick auf die Entscheidungen, vor denen junge Menschen stehen.
Auch die Jugendlichen selbst sollen an der Weiterentwicklung der Angebote beteiligt werden. Sie können Rückmeldungen dazu geben, welche Unterstützung sie benötigen und wie Beratung aus ihrer Sicht gestaltet sein sollte.
Neben der individuellen Beratung sind Veranstaltungen zum Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf geplant. Diese Angebote sollen sich nicht nur an Jugendliche richten, sondern auch an Eltern und interessierte Fachkräfte.
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