
Münster arbeitet an der finanziellen Zukunft der Stadt und hat dafür Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft ins Rathaus eingeladen. Im Mittelpunkt des Treffens zwischen der Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) und Stadtkämmerin Christine Zeller stand die Frage, wie der städtische Haushalt ab 2026 weiter stabilisiert werden kann. Die Stadt Münster betont, dass zusätzliche Maßnahmen nötig sind, um zentrale Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge langfristig abzusichern.
Nach Angaben der Stadt Münster wurde der Stabilisierungsprozess bereits Anfang 2024 angestoßen. Er führte im aktuellen Haushaltsjahr zu rund 16 Millionen Euro weniger konsumtiven Ausgaben. Diese erste Einsparrunde reicht jedoch nicht aus, um die kommunale Finanzlage dauerhaft zu stabilisieren. Münster plant daher weitere Schritte, die ab 2026 jährlich zusätzlich bis zu 28 Millionen Euro einsparen sollen.
Die Stadtkämmerin machte laut Mitteilung deutlich, dass steigende Investitionsbedarfe und die damit verbundenen Folgekosten auch in den kommenden Jahren für Druck im Haushalt sorgen werden. Allein Unterhaltung und Abschreibungen größerer Projekte werden die städtischen Finanzen weiter belasten. Gleichzeitig kann Münster mit einer gewissen Entlastung durch Bundesmittel rechnen: Rund 152 Millionen Euro aus einem bundesweiten Infrastrukturprogramm sollen in die Stadt fließen.
WIN-Mitglieder nutzten das Treffen, um Vorschläge für effizientere Abläufe innerhalb der Verwaltung einzubringen. Besonders Digitalisierung und Prozessoptimierung wurden als Hebel genannt, um Dienstleistungen schneller und kostengünstiger anbieten zu können. Ein Benchmark-Vergleich innerhalb der Veranstaltung zeigte zudem, dass Münster im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe weiterhin ein verlässliches Steueraufkommen vorweisen kann. Die Gewerbesteuer bildet dabei einen wichtigen Baustein. Dennoch betonte die Stadt, dass die Prognosen ab 2026 aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten vorsichtig zu bewerten seien.
Die kommunale Finanzlage in Münster bleibt angespannt. Zwar profitiert die Stadt von stabilen Einnahmen und zusätzlichen Bundesmitteln, doch die Ausgaben steigen in vielen Bereichen schneller als die Erträge. Besonders die Pflichtaufgaben in den Bereichen Soziales, Jugend, Personal und Infrastruktur binden große Teile des Haushalts. Die Stadt erklärt, dass restriktive Budgetsteuerung allein nicht mehr ausreiche, um eine Haushaltssicherung abzuwenden.
Die Verwaltung will daher weitere Maßnahmen prüfen, die über die bisherigen Einsparvorhaben hinausgehen. Dazu gehören strukturelle Anpassungen, die langfristig wirken sollen, sowie der Ausbau digitaler Angebote, um Prozesse zu vereinfachen. Auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft soll intensiviert werden, denn nach Einschätzung der Wirtschaftsinitiative können Digitalisierung und effizientere Abläufe zusätzliche Entlastung schaffen.
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