
Münster scheint ein Faible für Coldplay zu haben. In den aktuellen Live-Musik-Charts der GEMA belegt die britische Band gleich sieben der zehn Spitzenplätze. Ganz vorne stehen „Fix You“, „Viva la Vida“ und „A Sky Full of Stars“. Die Auswertung zeigt, welche Songs bei gemeldeten Live-Musikveranstaltungen in Münster besonders häufig gespielt wurden – und liefert damit ein ungewöhnlich deutliches Bild: An Coldplay kommt derzeit kaum jemand vorbei.
Die Dominanz ist deutlich: Neben „Fix You“ auf Platz eins, „Viva la Vida“ auf Rang zwei und „A Sky Full of Stars“ auf Platz drei landet auch „The Scientist“ auf Rang vier. Hinzu kommen „Clocks“ auf Platz sieben, „Something Just Like This“ auf Rang neun und „Adventure of a Lifetime“ auf Platz zehn. Damit gehen sieben der zehn Positionen an Songs von Coldplay.
Nur zwei weitere Acts schaffen es überhaupt in die Top Ten. Queen steht mit „Bohemian Rhapsody“ auf Platz fünf, Ed Sheeran ist mit „Shape of You“ auf Rang sechs und „Perfect“ auf Platz acht vertreten. Die gesamte Liste wird damit lediglich von drei Künstlern beziehungsweise Bands geprägt.
Die Statistik basiert auf Musikfolgen und Setlists, die Veranstalter für Live-Musikveranstaltungen an die GEMA melden. Der Datenstand ist der 27. Juli 2026, ausgewertet werden die jeweils zurückliegenden zwölf Monate. Die Rangliste bezieht sich damit grob auf den Zeitraum von Ende Juli 2025 bis Ende Juli 2026 und ist keine reine Jahresstatistik für 2025.
Wichtig ist außerdem: Die Liste sagt nichts darüber aus, welche Musik Menschen in Münster privat besonders häufig hören. Sie bildet weder Spotify-Streams noch Radioeinsätze oder persönliche Lieblingsbands ab. Erfasst wird ausschließlich, welche Songs bei gemeldeten Live-Musikveranstaltungen innerhalb Münsters besonders häufig aufgeführt wurden. Coldplay muss dafür also nicht selbst in der Stadt gespielt haben. Auch Coverbands, Tribute-Shows, Streichquartette oder andere Musiker können mit ihren Versionen der Songs in die Statistik einfließen.
Ein auffälliger Zusammenhang zeigt sich bei regelmäßig stattfindenden Candlelight-Konzerten in der Friedenskapelle. Dort wurde im ausgewerteten Zeitraum mehrfach das Programm „Ed Sheeran meets Coldplay“ aufgeführt. Termine gab es unter anderem im August, September, Oktober und Dezember 2025 sowie mehrfach Anfang 2026.
Bemerkenswert ist die Überschneidung mit der GEMA-Liste: Bei diesen Konzerten stehen unter anderem „Clocks“, „Something Just Like This“, „Adventure of a Lifetime“, „Fix You“, „The Scientist“, „Perfect“, „Viva la Vida“ und „A Sky Full of Stars“ auf dem Programm. Acht Titel aus diesem Konzertprogramm tauchen zugleich in Münsters GEMA-Top-Ten auf.
Das könnte zumindest einen Teil der ungewöhnlich starken Coldplay-Präsenz erklären. Belegen lässt sich ein direkter Zusammenhang allerdings nicht. Die GEMA veröffentlicht für ihr City-Ranking keine Aufschlüsselung darüber, welche konkrete Veranstaltung wie viele Aufführungen zu einem bestimmten Titel beigetragen hat.
Ein ähnlicher lokaler Zusammenhang lässt sich beim Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ erkennen. In der Friedenskapelle wurden im relevanten Zeitraum ebenfalls mehrfach Candlelight-Konzerte mit Queen-Musik veranstaltet, darunter Formate wie „Queen meets ABBA“. „Bohemian Rhapsody“ gehörte dabei wiederholt zum Programm.
Auch hier gilt: Die Veranstaltungen liefern eine plausible Erklärung für die starke Platzierung, beweisen aber nicht, dass sie ausschlaggebend für Rang fünf waren. Die GEMA-Daten zeigen lediglich die Zahl der gemeldeten Aufführungen, nicht deren genaue Herkunft.
In die City-Sound-Auswertung der GEMA werden deutsche Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern und mindestens 100 Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr aufgenommen. Münster erfüllt diese Voraussetzungen.
Gleichzeitig weist die GEMA darauf hin, dass die Statistik auf den Meldungen der Veranstalter beruht und daher Fehler oder Lücken nicht ausgeschlossen werden können. Das Ranking ist deshalb keine vollständige Erfassung jeder einzelnen Live-Aufführung in Münster.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu