Münsters scheidender Rektor Wessels könnte in Göttingen neu starten

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Foto: Erich Westendarp

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Münster. Der bevorstehende Wechsel an der Spitze der Universität Münster könnte für Prof. Dr. Johannes Wessels nicht das Ende seiner Zeit in der Hochschulleitung bedeuten. Nach Medieninformationen steht der 64-jährige Physiker auf der Vorschlagsliste für das Präsidentenamt an der Universität Göttingen. Dort läuft derzeit die Suche nach einer dauerhaften neuen Leitung. In Münster ist die Nachfolge bereits entschieden: Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl übernimmt das Rektorat zum 1. Oktober 2026.

Münster hat den Führungswechsel bereits geregelt

Johannes Wessels leitet die Universität Münster seit 2016. Seine Amtszeit endet Ende September 2026. Die Hochschulwahlversammlung hat bereits Ende November Susanne Menzel-Riedl zur neuen Rektorin gewählt. Die derzeitige Präsidentin der Universität Osnabrück erhielt 23 von 28 Stimmen und soll ihr Amt am 1. Oktober 2026 antreten.

Damit ist die Leitungsfrage in Münster formal geklärt. Bemerkenswert ist der weitere hochschulpolitische Zusammenhang: Medienberichten zufolge hätte Wessels für eine weitere Amtszeit in Münster zur Verfügung gestanden. Die Findungskommission nominierte jedoch Menzel-Riedl als einzige Kandidatin. Sollte Wessels nun in Göttingen gewählt werden, würde er nur wenige Monate nach seinem Abschied aus Münster wieder an die Spitze einer großen Universität rücken.

Göttingen sucht nach einer Phase der Neuordnung Stabilität

An der Universität Göttingen hätte eine mögliche Wahl von Johannes Wessels besonderes Gewicht. Die Hochschule wird seit März 2025 übergangsweise von Prof. Dr. Axel Schölmerich geführt. Er soll die Zeit bis zur Wahl einer neuen dauerhaften Leitung überbrücken. Vorausgegangen war die Abwahl des früheren Präsidenten Metin Tolan.

Auch institutionell wurde in Göttingen neu sortiert. Der Stiftungsausschuss, ein zentrales Aufsichts- und Beratungsgremium der Stiftungsuniversität, wurde nach Rücktritten im Zuge der Tolan-Abwahl neu besetzt. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Kontrolle des Präsidiums, die Rechtsaufsicht und die Beratung in grundlegenden Fragen der Universität.

Vor diesem Hintergrund wäre Wessels nicht nur ein Kandidat für ein weiteres Leitungsamt. Seine mögliche Wahl stünde auch für den Versuch, nach einer unruhigen Phase wieder Verlässlichkeit in die Hochschulführung zu bringen. Offiziell entschieden ist der Wechsel allerdings erst, wenn die zuständigen Gremien in Göttingen gewählt haben.

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