Nach Messerangriff in Senden ermittelt eine Mordkommission

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Foto: Ingo Kramarek

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Senden/Münster. Ein Messerangriff in Senden beschäftigt seit Mittwochmittag die Ermittler. In einer kommunalen Unterbringungseinrichtung an der Schulze-Bremer-Straße wurde ein 34-jähriger Mann schwer verletzt. Ein 26-jähriger Tatverdächtiger wurde kurz darauf festgenommen.

Schwer verletzter Mann sucht Schutz in Behördengebäude

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei kam es am Mittwoch, 24. Juni 2026, gegen 11.51 Uhr in der kommunalen Unterbringungseinrichtung zunächst zu einem verbalen Streit zwischen zwei Männern. Beide sollen dort wohnen. Im weiteren Verlauf soll der 26-Jährige den 34-Jährigen mit einem Messer am Kopf verletzt haben.

Der schwer verletzte Mann verließ daraufhin die Einrichtung. Der mutmaßliche Angreifer soll ihm gefolgt sein. Der 34-Jährige suchte schließlich Schutz in einem Behördengebäude. Dort verständigten Mitarbeiter die Polizei. Rettungskräfte brachten den Verletzten anschließend in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach den bisherigen Angaben nicht.

Tatverdächtiger wird Haftrichter vorgeführt

Während Einsatzkräfte den Sachverhalt vor Ort aufnahmen, erschien auch der mutmaßliche Angreifer in dem Behördengebäude. Der 26-jährige Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit ließ sich den Angaben zufolge widerstandslos festnehmen.

Die Ermittlungen führt eine Mordkommission der Polizei Münster unter Leitung von Kai Spurmann. Der Beschuldigte soll am Donnerstag, 25. Juni 2026, einem Haftrichter vorgeführt werden. Dort soll über die Anordnung von Untersuchungshaft entschieden werden. Weitere Angaben zum Hintergrund der Auseinandersetzung machten die Behörden zunächst nicht.

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