Polizeipräsidium Münster: Millionenprojekt nimmt sichtbar Form an

Das neue Polizeipräsidium Münster nimmt Form an. Nach Jahren der Planung soll der Millionenbau Ende 2029 fertig sein.
CM-Geschäftsführer Michael Lüke, Innenminister Herbert Reul, Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf und Oberbürgermeister Tilman Fuchs (v. l. n. r.) haben am Mittwoch (30. September) den Grundstein für das künftige Polizeipräsidium Münster gelegt. Foto: Joachim Busch

Teilen:

Münster. Jahrelang wurde geplant, gestritten und verzögert – jetzt ist der Neubau des Polizeipräsidiums Münster sichtbar auf dem Weg. Am 30. September 2026 wurde auf der Loddenheide in Gremmendorf der Grundstein für das Großprojekt gelegt. Die Bauarbeiten laufen bereits seit Anfang des Jahres, fertig werden soll der Komplex Ende 2029.

Rund 1.000 Räume für die Polizei

Das neue Präsidium entsteht an der Ecke Willy-Brandt-Weg/Albersloher Weg auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Grundstück. Geplant sind etwa 42.000 Quadratmeter Mietfläche, davon rund 25.000 Quadratmeter Bürofläche, sowie insgesamt rund 1.000 Räume.

Auf der Baustelle sind nach Angaben von CM Immobilien rund 550 Arbeiter beschäftigt. Verbaut werden etwa 145.000 Tonnen Beton und eine Million Klinker. Rund 15.000 Lkw-Ladungen Bauaushub wurden bereits abtransportiert.

Investition im dreistelligen Millionenbereich

Generalunternehmer für den schlüsselfertigen Neubau ist Implenia. Das Unternehmen hatte für seinen Auftrag ein Volumen von mehr als 200 Millionen Euro genannt. Die gesamten Investitionskosten werden im dreistelligen Millionenbereich angegeben.

Die Grundsteinlegung ist dabei nicht der eigentliche Baustart. Erdarbeiten und die Herstellung der Baugrube liefen bereits seit Anfang 2026.

Mehrere Standorte werden zusammengelegt

Mit dem Neubau will die Polizei Personal aus aktuell sechs Standorten an einem zentralen Ort bündeln. Dadurch sollen Wege kürzer und die Arbeitsbedingungen moderner werden.

Die Planungen reichen bis 2019 zurück. Damals hatten Stadt und Polizei nach der Prüfung von 16 möglichen Flächen die Loddenheide als Standort ausgewählt. Gründe für den Neubau waren unter anderem Platzmangel, steigende Beschäftigtenzahlen, Sanierungsbedarf und fehlende Erweiterungsmöglichkeiten an bestehenden Gebäuden.

Vergabestreit verzögerte das Projekt

Ursprünglich sollte das neue Polizeipräsidium deutlich früher fertig werden. Ein langwieriger Vergaberechtsstreit verzögerte das Projekt. Erst im Juni 2024 konnte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf den Mietvertrag für den Neubau unterzeichnen.

Damit werden von den ersten konkreten Planungen bis zur vorgesehenen Fertigstellung Ende 2029 rund zehn Jahre vergangen sein.

Zeitkapsel im Grundstein

Bei der Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Darin befinden sich unter anderem eine Tageszeitung vom 30. September 2026, eine Miniaturausgabe des Grundgesetzes, eine Darstellung des Münsteraner Rathauses und ein Behörden-Coin der Polizei Münster.

Die Gäste der Grundsteinlegung konnten am Modell sehen, wie das künftige Polizeipräsidium in Münster aussehen wird. Im Vordergrund halblinks der Haupteingang am Willy-Brandt-Weg, rechts oben zum Albersloher Weg befindet sich eine Nachbarfläche. Foto: Joachim Busch

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu