
Münster. Jahrelang wurde geplant, gestritten und verzögert – jetzt ist der Neubau des Polizeipräsidiums Münster sichtbar auf dem Weg. Am 30. September 2026 wurde auf der Loddenheide in Gremmendorf der Grundstein für das Großprojekt gelegt. Die Bauarbeiten laufen bereits seit Anfang des Jahres, fertig werden soll der Komplex Ende 2029.
Das neue Präsidium entsteht an der Ecke Willy-Brandt-Weg/Albersloher Weg auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Grundstück. Geplant sind etwa 42.000 Quadratmeter Mietfläche, davon rund 25.000 Quadratmeter Bürofläche, sowie insgesamt rund 1.000 Räume.
Auf der Baustelle sind nach Angaben von CM Immobilien rund 550 Arbeiter beschäftigt. Verbaut werden etwa 145.000 Tonnen Beton und eine Million Klinker. Rund 15.000 Lkw-Ladungen Bauaushub wurden bereits abtransportiert.
Generalunternehmer für den schlüsselfertigen Neubau ist Implenia. Das Unternehmen hatte für seinen Auftrag ein Volumen von mehr als 200 Millionen Euro genannt. Die gesamten Investitionskosten werden im dreistelligen Millionenbereich angegeben.
Die Grundsteinlegung ist dabei nicht der eigentliche Baustart. Erdarbeiten und die Herstellung der Baugrube liefen bereits seit Anfang 2026.
Mit dem Neubau will die Polizei Personal aus aktuell sechs Standorten an einem zentralen Ort bündeln. Dadurch sollen Wege kürzer und die Arbeitsbedingungen moderner werden.
Die Planungen reichen bis 2019 zurück. Damals hatten Stadt und Polizei nach der Prüfung von 16 möglichen Flächen die Loddenheide als Standort ausgewählt. Gründe für den Neubau waren unter anderem Platzmangel, steigende Beschäftigtenzahlen, Sanierungsbedarf und fehlende Erweiterungsmöglichkeiten an bestehenden Gebäuden.
Ursprünglich sollte das neue Polizeipräsidium deutlich früher fertig werden. Ein langwieriger Vergaberechtsstreit verzögerte das Projekt. Erst im Juni 2024 konnte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf den Mietvertrag für den Neubau unterzeichnen.
Damit werden von den ersten konkreten Planungen bis zur vorgesehenen Fertigstellung Ende 2029 rund zehn Jahre vergangen sein.
Bei der Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Darin befinden sich unter anderem eine Tageszeitung vom 30. September 2026, eine Miniaturausgabe des Grundgesetzes, eine Darstellung des Münsteraner Rathauses und ein Behörden-Coin der Polizei Münster.






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