Bundespolizei kontrolliert in Münster: Diese Gegenstände sind am Bahnhof verboten

Am Hauptbahnhof Münster ist Alkohol ab sofort verboten
Symbolbild: David Olef

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Münster. Am Hauptbahnhof Münster müssen Reisende am Wochenende mit verstärkten Kontrollen rechnen. Die Bundespolizei führt von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai 2026, einen bundesweiten Schwerpunkteinsatz gegen Gewaltkriminalität auf Bahnanlagen durch. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Münster stehen dabei die Hauptbahnhöfe in Münster und Hamm besonders im Fokus. Für beide Bahnhöfe gilt in diesem Zeitraum eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen gefährlicher Gegenstände untersagt.

Verbot gilt von Freitag bis Sonntag

Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin hat für das Wochenende eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie betrifft die Hauptbahnhöfe Münster und Hamm und soll nach Angaben der Bundespolizei dazu beitragen, Gewaltkriminalität auf Bahnanlagen einzudämmen.

Während des Schwerpunkteinsatzes werden die Einsatzkräfte verstärkt Streife laufen. Zusätzlich sind lageangepasste Kontrollen vorgesehen. In den Bahnhöfen sollen Plakate auf die geltenden Verbotszonen hinweisen.

Diese Gegenstände dürfen nicht mitgeführt werden

Das Mitführverbot umfasst nach Angaben der Bundespolizei unter anderem Schusswaffen, Hiebwaffen, Stoßwaffen und Stichwaffen. Auch Messer aller Art fallen unter die Allgemeinverfügung.

Verboten sind zudem Nachbildungen von Schusswaffen, Schlagstöcke und Reizstoffsprühgeräte. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Möglich sind laut Bundespolizei ein Zwangsgeld, ein Bußgeld oder ein Strafverfahren.

Münster Hauptbahnhof mit 113 Gewaltdelikten

Hintergrund des Einsatzes sind Bahnhöfe, die in der Vergangenheit durch eine erhöhte Zahl von Gewaltdelikten aufgefallen sind. Am Hauptbahnhof Münster bearbeitete die Bundespolizei im Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. März 2026 insgesamt 113 Gewaltdelikte.

Darunter waren 12 Fälle gefährlicher Körperverletzung. Das entspricht einem Anteil von 10,6 Prozent an den Gewaltdelikten. In 6 dieser Fälle wurden die Taten nach Angaben der Bundespolizei durch oder mit einer Waffe beziehungsweise einem anderen gefährlichen Werkzeug begangen.

Auch Hamm ist Teil des Schwerpunkteinsatzes

Neben Münster ist auch der Hauptbahnhof Hamm betroffen. Dort wurden im gleichen Zeitraum 61 Gewaltdelikte bearbeitet. Der Anteil gefährlicher Körperverletzungen lag bei 7 Delikten beziehungsweise 11,5 Prozent. In 3 Fällen wurden Waffen oder andere gefährliche Werkzeuge eingesetzt.

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