Störungen im Bahnverkehr: Mehrere Linien rund um Münster betroffen

RE 42 ab Münster: Zwei Störungen sorgen für Zugausfälle
Symbolbild: Caroline Muffert

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Bahnreisende aus Münster müssen am Dienstag, 28. Juli 2026, erneut mit Verspätungen, Teilausfällen und zusätzlichen Umstiegen rechnen. Nachdem bereits am Montag eine Reparatur an der Oberleitung den Zugverkehr zwischen Davensberg und Münster Hauptbahnhof beeinträchtigt hatte, sorgen nun zwei weitere Störungen für Probleme im Regionalverkehr.

Betroffen sind unter anderem die Linien RE 2, RE 13, RE 42, RB 33, RB 35 und S 2. Ursachen sind Schäden an einer Brücke zwischen Essen und Gelsenkirchen sowie Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten im Bereich Mönchengladbach Hauptbahnhof. Besonders Reisende auf der durchgehenden Verbindung des RE 42 zwischen Münster und Mönchengladbach sollten ihre Fahrt vor der Abreise noch einmal prüfen.

Nach Oberleitungsstörung folgen neue Bahnprobleme

Bereits am Montag war die Bahnstrecke zwischen Davensberg und Münster Hauptbahnhof beeinträchtigt. Grund war eine Reparatur an der Oberleitung. Die entsprechende Meldung wurde am Vormittag aktualisiert. Damit begann die Woche für viele Pendler und Reisende aus dem südlichen Münsterland bereits mit Verzögerungen.

Die Oberleitungsstörung steht allerdings nicht in einem direkten Zusammenhang mit den Problemen vom Dienstag. Sie zeigt jedoch, dass es innerhalb kurzer Zeit mehrere voneinander unabhängige Beeinträchtigungen auf wichtigen Verbindungen rund um Münster gegeben hat.

Am Dienstag treffen vor allem die Folgen eines Brückenschadens im Ruhrgebiet und Schwierigkeiten bei Bauarbeiten in Mönchengladbach zusammen. Dadurch sind nicht nur einzelne Züge, sondern mehrere Regionalexpress-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien betroffen.

Für Reisende ist die Lage deshalb unübersichtlich. Ein Zug kann Münster zunächst planmäßig verlassen, später jedoch verspätet fahren oder vorzeitig enden. Zudem können sich die vorgesehenen Ersatzverbindungen kurzfristig ändern. Fahrgäste sollten daher nicht nur die Abfahrtszeit in Münster, sondern auch den gesamten weiteren Fahrtverlauf kontrollieren.

Brückenschaden beeinträchtigt RE 2, RE 42 und S 2

Zwischen Essen Hauptbahnhof und Gelsenkirchen Hauptbahnhof ist der Bahnverkehr wegen einer beschädigten Brücke eingeschränkt. Die Züge dürfen im betroffenen Bereich nur langsamer fahren. Dadurch kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.

Beim RE 42 sind vor allem die kürzeren Verbindungen zwischen Münster und Essen betroffen. Die Züge aus Richtung Münster enden bereits in Wanne-Eickel Hauptbahnhof. In der Gegenrichtung beginnen sie ebenfalls dort. Der Abschnitt zwischen Wanne-Eickel und Essen Hauptbahnhof entfällt somit.

Als Alternative können Reisende zwischen Wanne-Eickel und Essen die Linie S 2 nutzen. Allerdings fährt auch die S-Bahn aufgrund der Störung teilweise verspätet. Daneben soll der längere Umlauf des RE 42 zwischen Münster und Mönchengladbach den Abschnitt weiterhin bedienen. Dieser Zug ist jedoch im weiteren Verlauf von den zusätzlichen Problemen im Raum Mönchengladbach betroffen.

Auch der RE 2 wird umgeleitet. Die Halte Essen Hauptbahnhof und Mülheim Hauptbahnhof entfallen. Reisende nach Essen sollen in Essen-Altenessen auf den örtlichen Nahverkehr umsteigen. Für die Weiterfahrt nach Mülheim bestehen unter anderem Alternativen ab Oberhausen oder Duisburg.

Die Meldung zum Brückenschaden war zunächst bis Dienstagvormittag vorgesehen. Da sich die betriebliche Lage ändern kann, sollten Fahrgäste weiterhin mit Folgeverspätungen rechnen.

Bauprobleme treffen vier weitere Regionalbahnlinien

Eine zweite Störung besteht im Bereich Mönchengladbach Hauptbahnhof. Dort können derzeit nicht alle Züge den Bahnhof regulär anfahren. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verkehrsportals zuginfo.nrw sind Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten die Ursache.

Betroffen sind die Linien RE 13, RE 42, RB 33 und RB 35. Die Züge müssen im betroffenen Bereich teilweise langsamer fahren. Außerdem sind Verspätungen, Änderungen des Zuglaufs und weitere Teilausfälle möglich.

Die Züge des RE 42 aus Richtung Duisburg enden bereits in Viersen und beginnen dort auch in der Gegenrichtung. Zwischen Viersen und Mönchengladbach Hauptbahnhof fallen die Verbindungen aus. Als Ersatz sind zwei Busse zwischen den beiden Bahnhöfen eingerichtet.

Zwei frühe Fahrten von Mönchengladbach nach Münster sollen jedoch den regulären Linienweg nutzen. Dabei handelt es sich um die Abfahrten um 5.21 Uhr und 6.21 Uhr. Ihre planmäßige Ankunft in Münster ist für 7.22 Uhr beziehungsweise 8.22 Uhr vorgesehen.

Beim RE 13 sind teilweise hohe Verspätungen und Teilausfälle angekündigt. Auf der RB 33 müssen Fahrgäste ebenfalls mit Verspätungen rechnen. Die Züge der RB 35 aus Richtung Duisburg-Hochfeld Süd enden schon in Viersen. Der Abschnitt bis Mönchengladbach entfällt.

Reisende aus Münster sollten mehr Zeit einplanen

Für Fahrgäste aus Münster ist vor allem die Kombination der verschiedenen Störungen problematisch. Während die Oberleitungsreparatur vom Montag beendet ist, bestehen am Dienstag neue Einschränkungen auf mehreren Abschnitten in Nordrhein-Westfalen.

Wer mit dem RE 42 in Richtung Ruhrgebiet, Duisburg, Krefeld oder Mönchengladbach reist, sollte zusätzliche Fahrzeit einplanen. Je nach Ziel sind Umstiege in Wanne-Eickel oder Viersen notwendig. Zwischen Viersen und Mönchengladbach fahren Ersatzbusse, die in der Regel länger benötigen als die direkte Zugverbindung.

Auch Reisende mit dem RE 2 müssen wegen der Umleitung und der ausfallenden Halte in Essen und Mülheim ihre Route anpassen. Beim RE 13 sowie auf den Linien RB 33 und RB 35 sind ebenfalls Verzögerungen oder Teilausfälle möglich.

Da sich die Lage während laufender Bauarbeiten und Reparaturen kurzfristig verändern kann, empfiehlt zuginfo.nrw, die konkrete Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt zu kontrollieren. Besonders bei wichtigen Anschlüssen oder Terminen kann eine frühere Abfahrt sinnvoll sein.

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