
Drensteinfurt-Mersch. Ein Auto steht auf den Gleisen, während sich ein Güterzug dem Bahnhof nähert. In Drensteinfurt-Mersch im Kreis Warendorf ist es in der Nacht zu Sonntag (25. Oktober) zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Ein 62-jähriger, betrunkener Autofahrer landete mit seinem Wagen im Gleisbett und konnte sich zunächst nicht mehr befreien. Dass es nicht zu einem Zusammenstoß kam, war einem glücklichen Umstand im Bahnbetrieb zu verdanken.
Nach Angaben der Bundespolizei beschädigte der 62-Jährige vermutlich beim Ausparken am Bahnhof Mersch zunächst ein abgestelltes Fahrzeug. Anschließend durchbrach er einen Parkplatzzaun und kam erst im Gleisbereich zum Stehen. Mehrfach versuchte der Mann vergeblich, seinen Wagen wieder von den Schienen zu fahren.
Als sich die Schranken des nahe gelegenen Bahnübergangs schlossen, blieb er zunächst im Auto sitzen. Erst auf Aufforderung eines Zeugen verließ er das Fahrzeug und den Gefahrenbereich.
Besonders brisant: Ein Güterzug näherte sich bereits dem Bahnhof Mersch und hatte die Schließung der Bahnschranken ausgelöst. Aus betrieblichen Gründen hatte der Zug jedoch noch keine Freigabe erhalten und durfte den Bahnhof nicht passieren. Zu diesem Zeitpunkt war die Gefahr auf den Gleisen noch nicht bekannt.
Erst anschließend wurde der Fahrdienstleiter informiert und sperrte die gesamte Strecke. Ein Abschleppunternehmen barg den Wagen, bevor der Zugverkehr wieder aufgenommen werden konnte. Insgesamt entstanden 27 Minuten Verspätung, ein Zug musste umgeleitet werden.
Bei der Unfallaufnahme stellten Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Warendorf fest, dass der 62-Jährige Alkohol getrunken hatte. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und stellten seinen Führerschein sicher. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu