
Ein vermeintlicher Spendensammler hat in Stadtlohn mit einer offenbar neuen Betrugsmasche einen 65-Jährigen um viel Geld gebracht. Der Unbekannte sprach den Mann auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes an der Burgstraße an und gab vor, Spenden für eine Behindertenwerkstatt zu sammeln. Was wie eine kleine Hilfe von fünf Euro begann, endete laut Polizei mit einer unbemerkten Abbuchung in vierstelliger Höhe.
Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben am Mittwoch, 8. April 2026, gegen 14.05 Uhr auf der Burgstraße in Stadtlohn. Dort soll der Täter den 65-Jährigen angesprochen und ihn um eine Spende gebeten haben. Um die Zahlung möglichst einfach wirken zu lassen, bot der Mann an, den Betrag direkt per EC-Karte über sein Handy abzuwickeln.
Für das Opfer sah die Situation offenbar nach einer schnellen und unkomplizierten Spende aus. Erst später stellte sich heraus, dass die Zahlung offenbar ganz anders verarbeitet worden war als gedacht.
Wie die Polizei mitteilt, wollte der Geschädigte lediglich fünf Euro spenden. Als er einen Tag später seine Kontobewegungen überprüfte, bemerkte er jedoch, dass statt des kleinen Betrags eine vierstellige Summe von seinem Konto abgebucht worden war. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass der Täter den Zahlungsbetrag in einem günstigen Moment unbemerkt erhöht hat.
Damit steht der Fall exemplarisch für eine Methode, bei der Täter auf den ersten Blick hilfsbereit und harmlos auftreten, tatsächlich aber gezielt auf einen günstigen Moment für den Zugriff auf das Geld ihrer Opfer warten.
Die Ermittler ordnen den Fall als sogenannten NFC-Betrug ein. Dabei halten Betroffene ihre Karte oder ihr Smartphone an ein NFC-fähiges Lesegerät, das auch ein Mobiltelefon sein kann. Solche Zahlungen werden in vielen Fällen ohne zusätzliche PIN-Eingabe ausgelöst. Genau diesen Umstand machen sich Täter laut Polizei zunutze.
Nach Einschätzung der Beamten arbeiten sie dabei mit entsprechenden Apps und versuchen, ihre Opfer während des Bezahlvorgangs gezielt abzulenken. So kann der angezeigte Betrag verändert werden, ohne dass dies sofort auffällt.
Im Zusammenhang mit dem Fall warnt die Polizei davor, Geld an unbekannte Spendensammler auf Parkplätzen oder an anderen spontanen Orten zu geben. Spenden sollten möglichst direkt an bekannte Organisationen und über offizielle Wege geleistet werden. Außerdem raten die Ermittler dazu, vor jeder Kartenzahlung den angezeigten Betrag genau zu kontrollieren und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Ebenso wichtig sei es, die eigene Bankkarte nicht aus der Hand zu geben. Wer eine PIN eingeben muss, sollte diese stets verdeckt eintippen.
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