
Warendorf/Drensteinfurt. Schüsse aus einem Luftgewehr haben am Samstag, 11. Juli 2026, einen größeren Polizeieinsatz in Drensteinfurt ausgelöst. Spezialkräfte nahmen einen 70 Jahre alten Mann vorläufig fest. Ein Gärtner, der sich in der Nähe der Schüsse befand, blieb unverletzt.
Der Einsatz begann gegen 11.26 Uhr an der Martinstraße. Wie die Polizei Warendorf mitteilt, war ein Gärtner dort mit Baumschnittarbeiten beschäftigt. Auf einem benachbarten Grundstück bemerkte er eine Person, die sich lautstark über die Arbeiten beschwerte.
Kurze Zeit später nahm der Gärtner Schüsse aus einem Luftgewehr wahr. Diese wurden nach Angaben der Polizei in Richtung einer Mauer abgegeben, auf der sich der Mann während seiner Arbeiten befand.
Ein Zeuge alarmierte daraufhin über den Notruf die Polizei. Wegen der zunächst unklaren Lage rückten verstärkte Einsatzkräfte zur Martinstraße aus.
Vor Ort trafen die Beamten auf einen 70-jährigen Bewohner aus Drensteinfurt. Dieser befand sich laut Polizeibericht in einer psychischen Ausnahmesituation. Da die Einsatzkräfte eine mögliche Gefährdung anderer Personen zunächst nicht ausschließen konnten, wurden zusätzlich Spezialeinheiten hinzugezogen.
Die Spezialkräfte brachten den Mann zu Boden und nahmen ihn vorläufig fest. Dabei erlitt der 70-Jährige leichte Verletzungen.
Er wurde zunächst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Anschließend erfolgte nach Angaben der Polizei die Unterbringung in einer Spezialklinik. Weitere Einzelheiten zum Gesundheitszustand des Mannes oder zu den Hintergründen des Vorfalls wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Für die Bevölkerung bestand laut Polizei während des Einsatzes keine Gefahr. Auch der Gärtner wurde durch die Schüsse nicht verletzt.
Die Polizei Warendorf hat Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. Offen ist bislang unter anderem, wie viele Schüsse abgegeben wurden und ob die Mauer oder andere Gegenstände getroffen wurden.
Auch zu möglichen strafrechtlichen Vorwürfen machte die Behörde in ihrer ersten Mitteilung keine Angaben. Die weiteren Ermittlungen sollen nun den genauen Ablauf des Geschehens an der Martinstraße klären.
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