Verpasster Einstieg, lebensgefährliche Fahrt: Mann klammert sich außen an ICE

Ein Mann stört die Ruhe im ICE zwischen Münster und Dortmund, belästigt ein junges Mädchen und greift einen Mitreisenden an. Die Bundespolizei greift ein.
Foto: Pixabay

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Osnabrück/Ibbenbüren. Eine lebensgefährliche Aktion an einem ICE hat am Sonntagnachmittag den Bahnverkehr zwischen Osnabrück und Ibbenbüren beeinträchtigt. Ein 46-jähriger Mann aus München hatte den Zug am Hauptbahnhof Osnabrück offenbar für eine Zigarettenpause verlassen. Als der ICE weiterfahren wollte, waren die Türen bereits geschlossen. Aus Sorge um sein Gepäck geriet der Mann nach eigenen Angaben in Panik und kletterte außen zwischen zwei Waggons auf ein schmales Trittbrett.

Bahnmitarbeiterin bemerkt Mann am fahrenden Zug

Der ICE war nach Medienangaben auf der Strecke von Berlin in Richtung Amsterdam unterwegs. Nachdem der Mann außen am Zug mitfuhr, erkannte eine Bahnmitarbeiterin am Bahnsteig die gefährliche Situation und löste die interne Rettungskette aus. Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin zwischen Laggenbeck und Ibbenbüren eine Schnellbremsung ein.

Mann bleibt körperlich unverletzt

Nach Angaben der Bundespolizei wurde der Mann zwischen zwei Waggons gefunden. Er hielt sich demnach an einer Eisenstange fest. Körperlich blieb er unverletzt, stand jedoch unter Schock. Der Vorfall hätte deutlich schwerer ausgehen können: Auf dem betroffenen Streckenabschnitt sind Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erlaubt.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Gegen den 46-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Die Bundespolizei warnt ausdrücklich davor, auf fahrende Züge aufzuspringen oder sich außen an Zügen festzuhalten. Wer Gepäck im Zug zurücklässt oder den Wiedereinstieg verpasst, soll sich immer an das Bahnpersonal wenden.

Verspätungen bei mehreren Zügen

Der Vorfall wirkte sich auch auf den Bahnverkehr aus. Nach Angaben aus dpa-Berichten waren zwölf Züge von Verspätungen betroffen. Begonnen hatte die gefährliche Situation am Hauptbahnhof Osnabrück in Niedersachsen. Die Schnellbremsung erfolgte später bereits in Nordrhein-Westfalen im Bereich Ibbenbüren.

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