Energy-Drinks: Wann der Koffein-Kick zum Risiko wird

Die Auswahl der richtigen Zimmerfarben kann die Atmosphäre und das Raumgefühl stark beeinflussen und sogar unser Wohlbefinden steigern. Eine bewusst gewählte Palette kann Räume optisch vergrößern, für Ruhe und Entspannung sorgen oder die Kreativität anregen.
Foto: Unsplash, Spacejoy

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Eine Dose zum Wachwerden, eine zweite beim Spielen oder Lernen: Bei Energy-Drinks summiert sich Koffein schnell. Entscheidend sind nicht nur die Zahl der Dosen, sondern auch deren Größe, das Körpergewicht und weitere Koffeinquellen. Zuckerfreie Varianten beseitigen dieses Problem nicht, solange sie ebenfalls Koffein enthalten.

Eine große Dose kann bereits viel ausmachen

Ein typischer Energy-Drink enthält 80 Milligramm Koffein in 250 Millilitern. Bei gleicher Konzentration liefert eine Halbliterdose 160 Milligramm. Maßgeblich bleibt die konkrete Kennzeichnung auf dem Produkt. Auch Kaffee, Tee, Cola oder andere koffeinhaltige Produkte zählen zur Gesamtaufnahme.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung veranschaulicht die Mengen am Körpergewicht: Bei einem Jugendlichen mit 50 Kilogramm entsprechen drei Milligramm Koffein je Kilogramm 150 Milligramm. Zwei übliche kleine Dosen liegen bereits darüber. Solche Vergleichswerte sind keine Trinkempfehlung.

Was die aktuelle Risikobewertung sagt

In seiner aktualisierten Bewertung verweist das BfR auf die Richtwerte der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit: Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 200 Milligramm auf einmal beziehungsweise 400 Milligramm über den Tag verteilt als gesundheitlich unbedenklich. Für gesunde Kinder und Jugendliche werden drei Milligramm je Kilogramm Körpergewicht betrachtet. Individuelle Empfindlichkeit und Vorerkrankungen können die Verträglichkeit verändern.

Bei hohen Mengen steigt die Wahrscheinlichkeit von Herzrasen, Übelkeit und Angstzuständen. Auch Kopfschmerzen und schlechter Schlaf werden nach dem Konsum berichtet. Die Datenlage zu langfristigen Folgen bei Jugendlichen ist begrenzt. Daraus lässt sich weder eine pauschale Entwarnung noch die Behauptung ableiten, jeder Konsum verursache bleibende Herzschäden.

Alkohol und Sport sind ungünstige Begleiter

Schon frühere BfR-Bewertungen weisen darauf hin, dass Alkohol und starke körperliche Anstrengung unerwünschte Wirkungen verstärken können. Energy-Drinks sind deshalb keine geeignete Strategie, um sich bei langen Partynächten oder intensiver Belastung über Müdigkeit hinwegzusetzen. Wer mehrere Produkte kombiniert, verliert außerdem leichter den Überblick über die aufgenommene Menge.

Praktisch hilft der Blick aufs Etikett

Die Angabe pro 100 Milliliter sollte auf den gesamten Doseninhalt umgerechnet werden. Sinnvoll ist außerdem, sämtliche Koffeinquellen des Tages mitzudenken. Wer nach einem Getränk Beschwerden bemerkt, sollte kein weiteres Koffein nachlegen und ausgeprägte oder anhaltende Symptome medizinisch abklären lassen. Besonders bei Jugendlichen ist Verzicht die einfache Möglichkeit, die Koffeinbelastung durch diese Getränke zu vermeiden.

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