Großbrand bei Ennigerloh: 150 Einsatzkräfte im Einsatz

Großbrand bei Ennigerloh: 150 Einsatzkräfte bekämpften 14 Stunden lang die Flammen. Ein Gebäude wurde zerstört. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.
Symbolfoto

Teilen:

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Ein Großbrand in der Bauerschaft Holtrup zwischen Westkirchen und Freckenhorst hat in der Nacht zum Samstag (31. Oktober 2026) einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen brannte bis auf die Grundmauern nieder. Rund 150 Einsatzkräfte waren über viele Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde niemand. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei zur Brandursache. Nach Angaben der Polizei Warendorf kann eine Brandstiftung derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Anzeige

Autofahrerin entdeckt Großbrand in der Bauerschaft Holtrup

Das Feuer wurde am Freitagabend (30. Oktober 2026) gegen 23:20 Uhr gemeldet. Eine Autofahrerin war auf der Landstraße 793 zwischen Ennigerloh und Westkirchen unterwegs, als sie in der Bauerschaft Holtrup den Brand bemerkte und die Einsatzkräfte verständigte. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand das betroffene Wohn- und Wirtschaftsgebäude bereits vollständig in Flammen. Trotz des schnellen Eingreifens konnte das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen nicht mehr gerettet werden. Das Feuer zerstörte das Gebäude nahezu vollständig. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude und Scheunen zu verhindern.

Rund 150 Einsatzkräfte kämpfen 14 Stunden gegen die Flammen

Der Großbrand bei Ennigerloh stellte die Feuerwehr vor erhebliche Herausforderungen. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt. Neben den Löschzügen aus Westkirchen, Ennigerloh, Hoest, Freckenhorst und Hoetmar kamen weitere Feuerwehrkräfte aus Ostenfelde, Enniger und Neubeckum hinzu. Besonders aufwendig gestaltete sich die Wasserversorgung. Zunächst nutzten die Feuerwehrleute einen Löschteich in der Umgebung. Anschließend verlegten sie eine rund zwei Kilometer lange Schlauchleitung von einem Hydranten an der L793 bis zur Brandstelle. Die Landstraße musste während der Löscharbeiten vollständig gesperrt werden.

Weil Teile des ausgebrannten Gebäudes einsturzgefährdet waren, wurde ein Bagger eingesetzt. Mit dessen Hilfe konnten beschädigte Gebäudeteile entfernt werden, um versteckte Glutnester zu erreichen und abzulöschen. Zusätzlich unterstützte eine Drohne die Erkundung der Brandstelle. Die Löscharbeiten dauerten rund 14 Stunden und wurden am Samstag gegen 13:20 Uhr beendet. In den frühen Morgenstunden waren weitere Feuerwehrkräfte zur Ablösung hinzugezogen worden. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt standen vorsorglich bereit. Das Deutsche Rote Kreuz aus Freckenhorst übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte.

Anzeige

Kriminalpolizei ermittelt: Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Nach dem Großbrand in der Bauerschaft Holtrup hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Wie die Polizei Warendorf am Samstagnachmittag (31. Oktober 2026) mitteilte, wurde die Brandstelle beschlagnahmt. Besonders im Fokus steht die bislang ungeklärte Brandursache. Die Ermittler schließen eine mögliche Brandstiftung nach dem bisherigen Erkenntnisstand nicht aus. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine vorsätzliche Brandlegung bereits nachgewiesen wurde. Gesicherte Erkenntnisse zur Entstehung des Feuers liegen bislang nicht vor. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unbekannt.

Polizei Warendorf sucht Zeugen nach Großbrand

Um die Umstände des Brandes aufzuklären, bittet die Polizei die Bevölkerung um Unterstützung. Gesucht werden insbesondere Personen, die am Freitagabend im Bereich der Bauerschaft Holtrup zwischen Westkirchen und Freckenhorst verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Von Interesse sind vor allem Hinweise auf auffällige Fahrzeuge oder Personen, die sich vor oder während des Brandes in der Umgebung aufgehalten haben könnten.

Hinweise nimmt die Polizei in Oelde unter der Telefonnummer 02522 915-532 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu