
Münster. Die anhaltende Trockenheit setzt den Gewässern im Regierungsbezirk Münster zunehmend zu. Viele Flüsse und Bäche führen inzwischen nur noch wenig Wasser. Besonders betroffen sind unter anderem Ems, Bocholter Aa, Dinkel, Berkel und Issel. Auch an kleineren Gewässern sinken die Pegel weiter.
Regierungspräsident Andreas Bothe appelliert deshalb an die Bevölkerung: „Wir alle sollten in diesen Tagen besonders sparsam mit der Ressource Wasser umgehen.“
Besonders niedrige Wasserstände werden derzeit an der Dinkel in Gronau und an der Münsterschen Aa gemessen. Ursache sind die hohen Temperaturen und die seit längerer Zeit ausbleibenden Niederschläge.
Seit Anfang Juli gelten deshalb in Teilen des Regierungsbezirks Einschränkungen bei der Wasserentnahme. Die Kreise Borken und Steinfurt, die Stadt Münster und die Bezirksregierung haben entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen. Sie betreffen je nach Gebiet sowohl erlaubnisfreie als auch bereits genehmigte Entnahmen aus Oberflächengewässern.
Neben den niedrigen Pegelständen werden auch steigende Wassertemperaturen zum Problem. Am 10. August lagen die festgelegten Temperaturhöchstwerte an den Messstellen zwar noch im zulässigen Bereich. Wegen der anhaltenden Hitze rechnet die Bezirksregierung jedoch mit einer weiteren Erwärmung.
Höhere Wassertemperaturen können den Sauerstoffgehalt reduzieren und damit Tiere und Pflanzen zusätzlich belasten. Vor allem kleinere Bäche reagieren empfindlich auf längere Hitzeperioden.
Beim Grundwasser ist die Lage derzeit noch vergleichsweise stabil. Die Grundwasserstände bewegen sich nach Angaben der Bezirksregierung auf einem niedrigen bis mittleren Niveau und liegen damit über den besonders niedrigen Werten der Trockenjahre 2018 bis 2020.
Da die Trinkwasserversorgung im Regierungsbezirk Münster überwiegend aus Grundwasser erfolgt, besteht aktuell keine Versorgungsgefahr. Trotzdem bleibt ein bewusster Umgang mit Wasser wichtig. Die Bezirksregierung bezeichnet sparsames Verhalten angesichts der aktuellen Trockenheit als „Gebot der Stunde“.






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