Wolf sorgt in Bad Berleburg-Girkhausen für Aufsehen

Ein Wolf in Borken sorgt für Aufsehen. NRW unterstützt mit Herdenschutzmaßnahmen, um Schäden am Vieh zu verhindern.
Foto: Alexa

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Ein möglicher Wolf ist in dieser Woche in Bad Berleburg Girkhausen gefilmt worden. Mehrere Anwohner berichten von einer Sichtung in der Dorfmitte. Das Tier lief nach übereinstimmenden Medienberichten am helllichten Tag durch den Ort. Ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, wird derzeit vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen geprüft.

Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Personen im Ort. Gefilmt wurde das Tier unter anderem im Bereich einer Bushaltestelle nahe der Dorfmitte. Die Videos zeigen ein wolfsähnliches Tier, das zunächst durch das Wohngebiet läuft, später umkehrt und schließlich in Richtung Wald verschwindet. Die zuständige Fachbehörde wertet die Sequenzen aktuell aus. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Mehrere Videoaufnahmen werden ausgewertet

Die Sichtung ereignete sich Anfang der Woche. Das Tier bewegte sich nach Angaben von Anwohnern ruhig durch den Ort. Eine Person filmte es im Bereich einer Bushaltestelle, eine weitere Aufnahme entstand aus einem Wohnhaus heraus. Insgesamt liegen der Behörde mehrere Videos vor, die nun analysiert werden.

Solche Prüfungen erfolgen in Nordrhein-Westfalen routinemäßig. Das Landesamt bewertet Bildmaterial anhand äußerer Merkmale wie Körperbau, Fellzeichnung, Bewegungsablauf und Proportionen. Erst nach dieser fachlichen Einordnung wird eine Sichtung offiziell als Wolfsnachweis gewertet.

In der Region Bad Berleburg gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Hinweise auf durchziehende Tiere. Gerade ländliche Gebiete mit Waldanbindung bieten geeignete Wanderkorridore. Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde es sich nach derzeitigem Stand um ein einzelnes Tier handeln, nicht um ein ansässiges Rudel.

Jungtiere im Spätwinter häufig auf Wanderschaft

Nach Angaben des Landesamtes verlassen junge Wölfe typischerweise im Spätwinter ihr Rudel. Sie machen sich auf die Suche nach einem eigenen Revier und legen dabei große Distanzen zurück. Strecken von bis zu 70 Kilometern pro Tag gelten als möglich. In dieser Phase können Tiere auch Ortschaften durchqueren.

Dass ein Wolf im Dorf gesichtet wird, bedeutet daher nicht automatisch, dass er sich dauerhaft dort aufhält. Häufig handelt es sich um sogenannte Durchzügler, die weiterziehen. Fachleute weisen darauf hin, dass Wölfe grundsätzlich scheu sind und Begegnungen mit Menschen meiden.

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Nach offiziellen Angaben ist in Deutschland bislang kein dokumentierter Angriff eines wildlebenden Wolfs auf einen Menschen bekannt. Anders sieht es bei freilaufenden Hunden aus, die vom Wolf als Konkurrent wahrgenommen werden können.

Verhalten bei einer Wolfsbegegnung

Sollte es zu einer Begegnung kommen, empfiehlt das Landesamt ein besonnenes Verhalten. Menschen sollten ruhig bleiben, nicht weglaufen und dem Tier nicht nachstellen. Stattdessen wird geraten, aufrecht stehen zu bleiben und sich langsam zurückzuziehen, um Abstand zu schaffen.

Zieht sich das Tier nicht von selbst zurück, kann es durch lautes Rufen oder Klatschen vertrieben werden. Hunde sollten vorsorglich angeleint werden, kleinere Tiere können im Zweifel auf den Arm genommen werden.

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