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Münster Hafen: Vom Industriehafen zum lebendigen Stadtquartier

Kennst du den Stadthafen I in Münster? Auch als Hafen Münster bekannt, handelt es sich dabei um einen Binnenhafen, der sich in der westfälischen Stadt Münster befindet. Die Eröffnung fand bereits im Jahr 1899 statt und der Hafen zweigt als Stichhafen vom Dortmund-Ems-Kanal ab. Ursprünglich wurde er als städtischer Eigenbetrieb geführt, doch seit 1953 sind die Stadtwerke Münster für den Betrieb zuständig. Am Hafen Münster wurde nun euch kostenloses Wlan eingeführt.
Foto: Tim Cichon

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Der Münster Hafen, auch bekannt als Stadthafen Münster (oft einfach „Hafen Münster“ genannt), hat in über einem Jahrhundert einen bemerkenswerten Wandel erlebt. Einst ein geschäftiger Industrie- und Handelshafen, präsentiert er sich heute als lebendiges Stadtquartier am Wasser. Wo früher Frachtschiffe Getreide und Kohle löschten, flanieren heute Besucher entlang des Kreativkais, genießen die Aussicht auf das Hafenbecken und kehren in trendigen Restaurants und Bars ein. Dieser Artikel blickt auf die Geschichte des Münster Hafens, den strukturellen Wandel vom Industriehafen zum modernen Quartier, stellt die vielfältige Gastronomie am Hafen vor, beleuchtet Veranstaltungen wie das Hafenfest und Oktoberfest und zeigt die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten an Münsters Stadthafen auf.

Geschichte des Münster Hafens

Die Geschichte des Münster Hafens beginnt Ende des 19. Jahrhunderts mit einem großen verkehrsplanerischen Projekt. Im Oktober 1899 wurde der Hafen offiziell eröffnet, zeitgleich mit der Freigabe des Dortmund-Ems-Kanals für die Schifffahrt. Münster besaß nun einen eigenen Binnenhafen, der über einen Stichkanal an die neue Wasserstraße angebunden war. Die Stadt hatte zuvor rund 23 Hektar Land südöstlich der Innenstadt erworben, um Platz für das Hafenbecken und Lagerhäuser zu schaffen. Ein 740 Meter langer Hafenkanal mit hölzernen Kaimauern entstand, an dessen Ende ein Denkmal eines Seemanns mit Steuerrad errichtet wurde. Schon bald entwickelte sich der neue Stadthafen Münster zu einem wichtigen Umschlagplatz: Hauptsächlich Getreide, Futtermittel, Bauholz und Kolonialwaren wie Kaffee wurden hier angelandet. Bereits 1910 galt der Hafen nach Duisburg als der zweitgrößte Getreideumschlagplatz in Nordwestdeutschland. Bis zu 19 Frachtschiffe mit bis zu 100 Metern Länge konnten gleichzeitig am Kai liegen. In den 1930er Jahren florierte das Hafenviertel: Rund 80 Betriebe – von Mühlen und Holzhandlungen bis zu Speditionen – siedelten sich in der Umgebung an und boten etwa 2.000 Arbeitsplätze.

Der Zweite Weltkrieg brachte das geschäftige Treiben abrupt zum Erliegen. Im Hafenviertel kam es ab 1940 zu schweren Bombenangriffen. Ein Großteil der Infrastruktur wurde zerstört: Lagerhäuser brannten nieder, Kaimauern und Gleisanlagen lagen in Trümmern. Bei Kriegsende 1945 war der Stadthafen unbrauchbar, im Hafenbecken sanken Schiffswracks auf den Grund. Doch bereits 1946 traf das erste Schiff nach dem Krieg wieder in Münster ein. In den folgenden Nachkriegsjahren spielte der Hafen vor allem für den Import dringend benötigter Baustoffe eine zentrale Rolle. Bis zu 80 % der umgeschlagenen Güter dieser Zeit waren Ziegel, Zement und andere Baumaterialien, gefolgt von Getreide und Mehl.

In den 1960er Jahren erreichte der Münsteraner Hafen noch einmal seine Blütezeit. 1962 wurden hier rund 1,3 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen. Bis zu 4.300 Schiffe liefen im Spitzenjahr den Hafen an, was die Bedeutung als regionaler Warenumschlagplatz unterstrich. Doch schon in den darauffolgenden Jahrzehnten zeichnete sich ein Wandel ab: Der Transport auf Straße und Schiene nahm zu und verdrängte die Binnenschifffahrt im Stückgut- und Massengutverkehr. Unternehmen, die nicht zwingend auf den Wasserweg angewiesen waren, verlagerten ihre Standorte in andere Gewerbegebiete. In den 1980er und 1990er Jahren sank das Frachtaufkommen im Münster Hafen drastisch. Das Hafengelände wirkte zunehmend verwaist, lediglich das Kohle-Heizkraftwerk (errichtet 1975) und einige Lagerhäuser hielten den industriellen Betrieb noch aufrecht.

Vom Industriehafen zum Kreativkai: Neue Nutzungskonzepte

Mit dem Rückgang des Frachtbetriebs stellte sich die Frage, wie das große Areal des Stadthafens zukunftsfähig genutzt werden könnte. Anfang der 1990er Jahre begann die Stadtplanung, alternative Konzepte für das Hafengebiet zu entwickeln. 1997 beschloss der Stadtrat das Leitbild „Kreativkai“ für die Neugestaltung des Hafenareals. Die Idee: Das nördliche Hafenufer, an dem sich früher Silos und Verladeschuppen reihten, sollte zu einem lebendigen Uferquartier mit einer bunten Mischung aus Kultur, Gastronomie und kreativen Unternehmen werden. Wichtige historische Industriegebäude wie alte Speicher und Kräne blieben dabei bewusst erhalten, um den industriellen Charme des Ortes zu bewahren und mit moderner Architektur zu kombinieren.

Bereits Ende der 1990er Jahre zeigten sich erste Veränderungen am Münster Hafen: 1998 wurde der neu gestaltete Hafenplatz am Kopfende des Beckens eingeweiht, und 1999 zog mit dem Coppenrath Verlag einer der bekanntesten Münsteraner Verlage in ein Speichergebäude am Hafen. Im selben Jahr bezog das Wolfgang-Borchert-Theater (WBT), ein renommierter Privattheater-Bühne, eine umgebaute Lagerhalle am Ufer. In den folgenden Jahren entstanden moderne Bürogebauten, Lofts und Ateliers in unmittelbarer Wasserlage. So wurde etwa der frühere Kornspeicher „Speicher II“ zum Kreativzentrum mit Ateliers, Büros und der Kunsthalle Münster (Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst) umfunktioniert. Auch die Stadtwerke Münster errichteten am Hafen ihren markanten Verwaltungssitz, der 1998 fertiggestellt wurde.

Die Umgestaltung verlieh dem Hafen ein völlig neues Gesicht. Das früher verschlossene Industrieareal wandelte sich zu einer offenen Uferpromenade. Das Ergebnis ist der Kreativkai Münster, ein Szeneviertel, das heute zu den angesagtesten Adressen der Stadt zählt. Das Konzept ging auf: Wo einst Lagerhallen standen, finden sich nun Büros von Architekten, Designern und Start-ups, ein Fitnessstudio und sogar eine Bio-Schaukäserei. Gleichzeitig zogen Kunst und Kultur ein: Neben dem WBT etablierte sich die Kunsthalle Münster als überregional beachtete Galerie für Gegenwartskunst im Speichergebäude. Die Mischung aus altem Industrieflair und neuer Nutzung macht den Reiz des Viertels aus. Die Mietpreise am Hafen zogen entsprechend an: Für attraktive Büroflächen direkt am Wasser werden mittlerweile Preise erzielt, die mit Innenstadtlagen konkurrieren. Längst hat sich der Hafen als zweite City etabliert.

Ein symbolischer Meilenstein war das Jahr 2012: Am 3. August 2012 lief das letzte Frachtschiff mit 800 Tonnen Sand im Stadthafen ein. Seitdem ist der Güterumschlag Geschichte – Frachtschiffe wichen Freizeitbooten. Heute legen Ausflugsschiffe wie die MS Günther (ein Event- und Partyschiff) oder private Sportboote im Hafen an, und in den Hafenbecken schaukeln Segelboote statt Lastkähnen. Münsters Hafen ist endgültig kein Industriehafen mehr, sondern ein urbanes Trendquartier am Wasser, das stetig weiterentwickelt wird. So entstehen aktuell auch am südlichen Hafenbecken neue Gebäude, etwa Wohnhäuser und Büros, um dem beliebten Viertel weiteren Raum zu geben.

Restaurants, Cafés und Bars am Hafen

Heute ist der Münster Hafen nicht nur ein Arbeits- und Wohnort, sondern vor allem auch ein beliebter Treffpunkt zum Ausgehen. Entlang des Hafenbeckens reihen sich zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars, die vor allem abends und am Wochenende Publikum anziehen. Bei schönem Wetter sitzen Gäste draußen an der Uferpromenade, mit Blick auf die spiegelnde Wasseroberfläche und die beleuchteten Kräne. Das gastronomische Angebot am Stadthafen Münster ist vielfältig: Von internationaler Küche über mediterrane Spezialitäten bis zu westfälischen Gerichten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele Lokale haben sich in umgebauten Speicherhäusern oder Neubauten mit Industrie-Charme angesiedelt – was für ein einzigartiges Ambiente sorgt.

Einige Highlights am Kreativkai sind bei Einheimischen besonders beliebt:

  • Café Med – Mediterranes Restaurant mit großer Terrasse direkt am Wasser, bekannt für Pizza, Pasta und mediterrane Grillspezialitäten.

  • Hot Jazz Club – Live-Musikclub und Bar in einem alten Hafenschuppen; bietet Jazz-, Blues- und andere Konzerte in intimer Atmosphäre sowie gesellige Abende bei Cocktail und Bier.

  • Pier House – Stilvolles Bar-Restaurant mit Panoramablick über das Hafenbecken, das internationale Gerichte und raffinierte Cocktails serviert.

  • Hafenkäserei – Eine Bio-Schaukäserei mit angeschlossenem Restaurant und Café, wo Besucher hausgemachten Käse kosten können. Ein echter Geheimtipp für Genießer und zugleich ein Stück lebendige Industriegeschichte im Viertel.

Natürlich gibt es darüber hinaus viele weitere Kneipen, Bistros und Szenelokale am Hafen. In den Abendstunden wird der Kreativkai zur Ausgehmeile: Jung und Alt treffen sich auf ein Feierabendbier oder einen Cocktail. Wer das Tanzbein schwingen möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. So liegen gleich in der Nähe die Clubs Heaven und Coconut Beach, die früher direkt am Hafenbecken residierten und inzwischen unweit im Areal Stadthafen 2 weiter betrieben werden. Insgesamt hat sich der Münsteraner Hafen zu einem gastronomischen Hotspot entwickelt, der das urbane Lebensgefühl am Wasser zelebriert.

Veranstaltungen am Münster Hafen: Hafenfest und Oktoberfest

Das Hafenareal dient in Münster auch immer wieder als Bühne für große Veranstaltungen. Allen voran ist hier das jährliche Hafenfest Münster zu nennen, das über viele Jahre hinweg ein Highlight im Sommerkalender der Stadt war. Von 2001 an fand rund um den Hafenplatz und entlang des Kreativkais jedes Jahr ein buntes Stadtteilfest statt. Drei Tage lang verwandelte sich das Hafenviertel in eine Festmeile mit Live-Musik auf mehreren Bühnen, Sportveranstaltungen (wie Drachenbootrennen auf dem Kanal), Kinderprogramm, Künstlermärkten und einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken. Tausende Besucher strömten jährlich aus Münster und dem Umland herbei, um die besondere Atmosphäre des Hafenfests zu erleben. In den letzten Jahren kam das Traditionsfest jedoch ins Stocken: Nach Absagen in 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Pandemie musste das Hafenfest mehrfach wegen Bauarbeiten im Hafenviertel ausfallen. Ende 2023 erklärte der veranstaltende Verein schließlich, dass eine Fortführung aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht mehr möglich sei. Ob das Hafenfest in Zukunft vielleicht in anderer Form zurückkehren kann, ist derzeit ungewiss. Sicher ist aber, dass es viele Münsteraner in guter Erinnerung behalten – als Fest, das den Hafen in all seinen Facetten gefeiert hat.

Nicht weniger populär ist das Oktoberfest Münster am Hafen, das alljährlich im Herbst stattfindet. Von Ende September bis Mitte Oktober wird auf einer Fläche am Albersloher Weg, direkt beim Hafenbecken, ein großes Festzelt aufgebaut. Dort heißt es dann „O’zapft is!“ – Münster feiert in Dirndl und Lederhosen eine zünftige Wiesn-Gaudi. Mit Platz für bis zu 4.500 Gäste pro Abend gehört das Münsteraner Oktoberfest zu den größten Oktoberfest-Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen. Ein kleines „Bayern“ am Kreativkai: Blaskapellen und Partybands sorgen für Stimmung, es gibt Festbier in Maßkrügen und typisch bayrische Schmankerl wie Brezn und Haxen. Die Veranstaltung wurde sogar von Radiosender 1LIVE zum besten Oktoberfest in NRW gekürt. Viele Gäste schätzen die besondere Mischung aus bayrischer Festzelttradition und westfälischer Feierlaune, die sich dort Jahr für Jahr entfaltet. Wer keine Karten für das große Festzelt ergattert, kann trotzdem am Hafen in Oktoberfeststimmung kommen – etwa in der gemütlichen „Bussi Bar“ neben dem Zelt, die frei zugänglich ist und eine After-Show-Party anbietet.

Neben Hafenfest und Oktoberfest gibt es am Hafen immer wieder weitere Events. Im Sommer dient der Hafenplatz gelegentlich als Open-Air-Konzertfläche für lokale Bands. Auch Streetfood-Festivals, Sport-Events wie Triathlon-Teilstrecken entlang der Hafenpromenade oder große Flohmärkte finden hier zuweilen statt. Nicht zu vergessen: Die kulturellen Einrichtungen am Hafen tragen mit Premieren, Ausstellungen und Lesungen ebenfalls zum Veranstaltungskalender bei – so hat das Wolfgang-Borchert-Theater regelmäßig Aufführungen, und die Kunsthalle lockt mit Vernissagen Kunstinteressierte ins Hafenviertel.

Kultur und besondere Orte am Stadthafen

Der Münster Hafen ist heute auch ein kultureller Anziehungspunkt. Mehrere besondere Einrichtungen haben hier ihren Platz gefunden und machen den Hafen zum vielseitigen Erlebnisraum:

  • Wolfgang-Borchert-Theater (WBT) – Das professionelle Privattheater ist eines der ältesten freien Theater Deutschlands. Seit 1999 hat es im umgebauten Getreidespeicher am Hafen seinen Sitz. Das WBT bietet ein abwechslungsreiches Programm von Klassikern bis modernen Stücken und nutzt die industrielle Kulisse des Speichergebäudes für ein einzigartiges Theaterambiente.

  • Kunsthalle Münster – Im fünften Stock des denkmalgeschützten Speicher II befindet sich die städtische Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst. Seit dem Umzug an den Hafen 2004 zeigt die Kunsthalle jährlich mehrere Wechselausstellungen internationaler Gegenwartskunst und hat sich über Münsters Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

  • Historische Hafenkräne und Industriedenkmäler – Entlang der Kaipromenade erinnern restaurierte Verladekräne und die Fassade des Flechtheimspeichers an die industrielle Vergangenheit. Ein besonders markanter Blickfang ist der alte Rhenus-Kran, der 2022 aufwändig saniert wurde und heute als Industriedenkmal beleuchtet den Hafen belebt.

  • Hafenkäserei (Bio-Schaukäserei) – Wie oben erwähnt, ist die Hafenkäserei nicht nur ein gastronomischer Tipp, sondern auch ein lebendiges Museum der Lebensmittelproduktion. Besucher können durch Sichtfenster die traditionelle Käseherstellung verfolgen und im angeschlossenen Laden Käse-Spezialitäten erwerben. Dieses einzigartige Projekt verbindet das Thema Nachhaltigkeit und Genuss mit dem Hafenflair.

  • Cineplex Kino – Direkt am Albersloher Weg, gegenüber dem Hafenbecken, liegt das 2000 eröffnete Multiplex-Kino Cineplex. Mit neun Sälen und modernster Technik bietet es aktuelle Blockbuster und ist für viele Münsteraner ein fester Bestandteil eines Abends am Hafen. Das Kino unterstreicht die Bedeutung des Hafenviertels als Ausgeh- und Kulturort.

Darüber hinaus haben zahlreiche kreative Unternehmen ihren Sitz im Hafen. Dazu zählen neben dem Coppenrath Verlag verschiedene Medien- und Werbeagenturen, IT-Start-ups und Architekturbüros. Dieser Branchenmix verleiht dem Viertel seinen Namen Kreativkai und sorgt für eine kontinuierliche Frequenz an jungen Berufstätigen, die tagsüber in den Cafés Besprechungen abhalten und abends vielleicht noch auf ein Bier bleiben. Gleichzeitig entstehen in den Randbereichen des ehemaligen Industriehafens auch vermehrt Wohnungen, sodass eine Wohnbevölkerung ins Viertel einzieht. Das Hafenquartier bekommt damit immer mehr den Charakter eines vollwertigen Stadtteils, in dem Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit nah beieinander liegen.

Freizeit und Erholung am Hafen

Neben Kultur und Nachtleben bietet der Münster Hafen auch diverse Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten und Erholung im Freien. Die Ufer des Hafenbeckens laden zum Spazierengehen ein – ob am Morgen beim Joggen oder abends beim romantischen Spaziergang entlang der beleuchteten Promenade. Bänke und Aussichtsplätze entlang des Weges bieten Gelegenheit, das Treiben auf dem Wasser und die beeindruckende Kombination aus alter und neuer Architektur zu beobachten.

Auch für Radfahrer ist das Hafenareal attraktiv. Am Nordufer verläuft ein Teil des Dortmund-Ems-Kanal-Radwegs, auf dem man entspannt entlang des Wassers stadtauswärts radeln kann. Eine Radtour vom Stadthafen Richtung Süden führt vorbei am zweiten Hafenbecken (Stadthafen 2) bis nach Hiltrup und weiter, während Richtung Norden eine Tour über Gelmer hinaus bis nach Greven oder zum Wasserschloss Münster einlädt. Dank der ebenen Wege ist das Gebiet auch bei Inlineskatern und Joggern beliebt.

Besondere Erlebnisse auf dem Wasser sind ebenfalls möglich. Mehrere Veranstalter bieten Kanufahrten auf dem Kanal an, bei denen man das Hafenviertel und die angrenzende Kanallandschaft aus einer neuen Perspektive erkunden kann. Gerade an warmen Sommertagen sieht man Gruppen in Kanus oder auf Stand-Up-Paddle-Boards über das ruhige Hafenbecken gleiten. Wer es gemütlicher mag, kann eine Hafenrundfahrt oder abendliche Themenfahrt mit der MS Günther buchen und dabei gemütlich über den Kanal schippern, während an Deck Musik- oder Krimi-Dinner-Veranstaltungen stattfinden.

Nicht zuletzt ist der Hafen auch einfach ein Ort zum Entspannen. Viele Münsteraner kommen hierher, um in der Sonne zu sitzen, ein Eis oder einen Kaffee zu genießen und die urbane Hafenstimmung auf sich wirken zu lassen. Das Nebeneinander von Wasser, historischen Backsteinbauten, moderner Architektur und Straßencafés schafft eine besondere Atmosphäre, die in Münster einzigartig ist. Der Münster Hafen zeigt eindrucksvoll, wie aus einem alten Industriehafen ein lebendiger Lebensraum geworden ist – ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und modernes Stadtleben harmonisch zusammentreffen.

Quellen

  • Stadt Münster – Stadtplanung: Hafenhistorie. Offizielle Chronik und Eckdaten zur Entwicklung des Stadthafens (Abruf 2025).

  • Wikipedia: Münster Hafen. Umfangreicher Artikel zur Geschichte und heutigen Situation des Münsteraner Hafens (Stand 2019, Abruf 2025).

  • Ultimo Münster: Münsters Hafen hat Geschichte…. Lokalhistorischer Beitrag mit Anekdoten zur Hafenvergangenheit (Abruf 2025).

  • ALLES MÜNSTER: Nie wieder Hafenfest Münster! Online-Artikel vom 20.12.2023 über das Aus des Hafenfestes (Abruf 2025).

  • Oktoberfest Münster (offizielle Website): Informationen zum Oktoberfest am Hafen, Programm und Geschichte (Abruf 2025).

  • Kapito Münster Guide 2023: Tipps zu Gastronomie und Nachtleben am Kreativkai (engl., Abruf 2025).

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