Panorama heute ARD: TÜV SÜD Brumadinho Verjährung 7. Mai

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Panorama heute am 7. Mai 2026 zeigt ab 21:45 Uhr im Ersten, wie die strafrechtliche Aufarbeitung des verheerenden Dammbruchs von Brumadinho ins Stocken geraten ist. Einer gemeinsamen Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zufolge drohen die Tatvorwürfe gegen einen deutschen TÜV SÜD-Manager zu verjähren – obwohl 270 Menschen starben.

Panorama heute: TÜV SÜD und Brumadinho – Tatvorwürfe drohen zu verjähren

Im Januar 2019 brach nahe der brasilianischen Stadt Brumadinho ein Rückhaltedamm des Eisenerzkonzerns Vale. Eine toxische Schlammlawine begrub Häuser und eine Eisenbahnbrücke – 270 Menschen kamen ums Leben. Kurz vor dem Unglück hatte eine brasilianische Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG die gesetzlich vorgeschriebene Stabilitätserklärung für den Damm ausgestellt. Nun, fast sieben Jahre nach der Katastrophe, ermittelt die Staatsanwaltschaft München I noch immer gegen einen leitenden Manager der Münchner TÜV SÜD-Zentrale – wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Das ARD-Politmagazin Panorama beleuchtet heute, warum eine Verjährung immer wahrscheinlicher wird. Weitere Nachrichten auf ms-aktuell.de.

Staatsanwaltschaft München: Entscheidung frühestens Ende 2026

Die Ermittlungsbehörden in München wollen nach fast sieben Jahren Untersuchungsdauer frühestens Ende 2026 entscheiden, ob sie Anklage wegen fahrlässiger Tötung erheben. Das Zeitfenster wird enger: Sollte der betreffende Manager tatsächlich angeklagt und wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden, müsste das Urteil bis Anfang 2029 rechtskräftig werden – andernfalls droht Verjährung. Angesichts des ohnehin langwierigen Verfahrens erscheint dieses Szenario für die Angehörigen der 270 Todesopfer erschreckend realistisch. TÜV SÜD bestreitet eine Mitverantwortung für das Unglück. Mehr Infos zum ARD-Programm vom 7. Mai finden Sie hier.

600 Millionen Euro Schadensersatz: Zivilklage vor dem Landgericht München

Parallel zu den strafrechtlichen Ermittlungen läuft vor dem Landgericht München ein Zivilverfahren. Rund 1.500 Hinterbliebene und von dem Dammbruch betroffene Personen fordern von der TÜV SÜD AG Schadensersatz und Schmerzensgeld in einer Gesamthöhe von schätzungsweise 600 Millionen Euro. Der Konzern wehrt sich gegen die Ansprüche. Die heutige Panorama-Ausgabe (Folge 5/2026) basiert auf einer gemeinsamen Recherche von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung. Begleitmaterial erscheint auch auf tagesschau.de und in der ARD Mediathek.

ARD-Magazin Panorama: Geschichte und Bedeutung

Panorama ist das älteste politische Fernsehmagazin Deutschlands und wurde 1961 erstmals ausgestrahlt. Produziert vom NDR, rotiert das Format jeden Donnerstag mit Monitor (WDR) und Kontraste (RBB) – so erscheint jede Sendung etwa alle drei Wochen. Panorama gilt als Flaggschiff des investigativen Journalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und hat im Laufe seiner Geschichte zahlreiche politische und gesellschaftliche Debatten ausgelöst. Die Ausgabe vom 7. Mai 2026 (Folge 5/2026) läuft ab 21:45 Uhr im Ersten und ist anschließend in der ARD Mediathek abrufbar.

Quellen: NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung, presseportal.de, ARD Mediathek

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu