
Der Matej-Maglica-Transfer zum 1. FC Kaiserslautern bleibt wenige Wochen vor dem Ende der Sommertransferperiode eine der offenen Personalien beim SV Darmstadt 98. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger steht weiterhin bei den Lilien unter Vertrag, spielt in den sportlichen Planungen für die neue Saison derzeit aber offenbar keine zentrale Rolle mehr. Ein Wechsel zum Zweitliga-Konkurrenten aus Kaiserslautern wird seit Wochen vorbereitet. Eine offizielle Einigung zwischen den Vereinen gab es bis Samstagmittag jedoch noch nicht.
Der 1. FC Kaiserslautern beschäftigt sich bereits seit Beginn der Vorbereitung mit Maglica. Nach früheren Berichten hatten Gespräche zwischen den Beteiligten stattgefunden, ohne dass zunächst eine vollständige Einigung erreicht worden war. Zuletzt berichtete der „kicker“, Maglica solle sich mit den Pfälzern grundsätzlich einig sein. Bestätigt wurde ein Wechsel weder vom FCK noch von Darmstadt 98. Eine Ablösesumme ist ebenfalls nicht offiziell bekannt.
Für einen Transfer spricht auch die Vertragssituation des Kroaten. Maglica ist nur noch bis zum 30. Juni 2027 an Darmstadt gebunden. Damit bietet das aktuelle Transferfenster dem Verein eine der letzten Möglichkeiten, für den Verteidiger eine Ablöse zu erzielen, sofern der Vertrag nicht noch einmal verlängert wird. Welche finanziellen Vorstellungen Darmstadt und Kaiserslautern haben, ist nicht belastbar bekannt.
Sportchef Paul Fernie machte wenige Tage vor dem Saisonstart deutlich, dass Maglica trotz der ungeklärten Zukunft normal mit der Mannschaft arbeitet. Am 5. August sagte Fernie über den Verteidiger: „Ich habe keine neuen Informationen wegen seines Wechsels. Vom Geist, vom Körper ist er voll dabei. Bis zu dem Moment, wo er nicht mehr dabei ist.“
Damit bestätigte Fernie gerade nicht, dass der Transfer bereits abgeschlossen sei. Die Aussage zeigt allerdings, dass ein möglicher Abgang intern weiter ein Thema ist. Schon Ende Juni hatte der Darmstädter Sportverantwortliche erklärt, dass es Interesse an Maglica gebe und der Klub klare Vorstellungen für einen möglichen Transfer formuliert habe. Damals seien diese Bedingungen noch nicht erfüllt gewesen.
Trainer Florian Kohfeldt hatte Anfang Juli zudem Berichten widersprochen, wonach Darmstadt Maglica aktiv zu einem Wechsel gedrängt habe. Niemand im Verein habe dem Innenverteidiger einen Abschied nahegelegt, erklärte der Trainer damals. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnete Kohfeldt Maglica ausdrücklich als Spieler des SV Darmstadt 98.
Maglica kam im Sommer 2023 zunächst auf Leihbasis vom VfB Stuttgart nach Darmstadt. Bereits im Oktober desselben Jahres verständigten sich die Vereine darauf, dass aus der Leihe nach Saisonende eine feste Verpflichtung werden sollte. Darmstadt stattete den Abwehrspieler mit einem Vertrag bis Juni 2027 aus.
In seiner ersten Saison am Böllenfalltor absolvierte Maglica 26 Bundesligaspiele. Nach dem Abstieg blieb er bei den Lilien und kam anschließend in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Insgesamt stehen für ihn inzwischen 48 Zweitliga-Partien und 26 Bundesligaspiele im Darmstädter Trikot zu Buche. Damit hat er 74 Ligaspiele für den Verein absolviert.
Besonders auffällig war seine Torgefahr in der vergangenen Saison. In der Zweitliga-Spielzeit 2025/26 gelangen dem 1,98 Meter großen Innenverteidiger sechs Treffer. Damit gehörte er für seine Position zu den ungewöhnlich torgefährlichen Spielern der Liga.
Sportlich hat sich die Ausgangslage während der Vorbereitung verändert. Beim letzten großen Test vor dem Ligastart gegen den FC Portsmouth gehörte Maglica nicht zur Mannschaft, die für den Saisonauftakt als wahrscheinlichste Formation galt. Er war zuvor in einem nicht öffentlichen Test gegen Heracles Almelo eingesetzt worden.
Nach Angaben des Hessischen Rundfunks hatte Kohfeldt erklärt, dass Aleksandar Vukotic zu diesem Zeitpunkt in der Innenverteidigung vor Maglica liege. Neben Vukotic gilt Patric Pfeiffer als wichtige Option für die Zentrale. Zum Kader gehören außerdem Meldin Dreskovic und der junge Grayson Dettoni. Ein Maglica-Abgang würde Darmstadt deshalb nicht ohne Alternativen im Abwehrzentrum zurücklassen.
Das ist zugleich ein deutlicher Unterschied zur vergangenen Spielzeit, in der Maglica zeitweise zu den auffälligsten Darmstädter Verteidigern gehörte. Seine neue sportliche Ausgangsposition erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Transfers, ist aber für sich genommen keine Bestätigung dafür, dass ein Wechsel nach Kaiserslautern bereits beschlossen ist.
Die Personalie Maglica ist nur ein Teil eines ungewöhnlich bewegten Transfersommers in Darmstadt. Bis Ende Juli hatten die Lilien bereits neun Spieler verpflichtet und elf abgegeben. Besonders stark verändert wurde die Offensive. Mit Isac Lidberg, Fraser Hornby und Killian Corredor verließen gleich mehrere Leistungsträger den Verein.
Als neuer Mittelstürmer wurde Ende Juli Ho-jae Lee von den Pohang Steelers verpflichtet. Gleichzeitig sucht Darmstadt nach Angaben aus dem Umfeld des Klubs weiterhin nach einer weiteren offensiven Verstärkung. Fernie hatte Anfang August bestätigt, dass konkrete Gespräche mit einem Kandidaten liefen. Neben Lee steht aktuell Fynn Lakenmacher für die zentrale Angriffsposition zur Verfügung.
Fernie beschreibt den großen Umbau als bewussten Teil der langfristigen Darmstädter Strategie. Nach den erfolgreichen Entwicklungen und Verkäufen mehrerer Spieler solle ein neuer Zyklus entstehen. Ein Teil der Einnahmen werde wieder in den Kader investiert, gleichzeitig setzt der Verein auch auf Investitionen in Nachwuchs und Infrastruktur.
Für die offenen Personalfragen bleibt noch etwas Zeit. Die Sommertransferperiode der Saison 2026/27 endet im deutschen Profifußball am 1. September 2026 um 20 Uhr. Die DFL hatte den normalerweise Ende August liegenden Stichtag für diese Saison entsprechend festgelegt.
Bis dahin dürfte bei Maglica eine Entscheidung fallen. Darmstadt besitzt mit dem bis 2027 laufenden Vertrag weiterhin die Kontrolle über einen vorzeitigen Wechsel. Kaiserslautern gilt als klarer Interessent, eine offizielle Vollzugsmeldung fehlt aber weiterhin. Für die Lilien wiederum liegt der größere unmittelbare Handlungsbedarf derzeit in der neu zusammengestellten Offensive.
Der aktuelle Stand lässt sich deshalb klar abgrenzen: Maglica ist weiterhin Spieler des SV Darmstadt 98 und trainiert professionell mit der Mannschaft. Seine Position in der Hierarchie hat sich während der Vorbereitung verschlechtert. Der 1. FC Kaiserslautern arbeitet nach mehreren übereinstimmenden Berichten an seiner Verpflichtung. Erst eine Einigung zwischen den Vereinen würde den Wechsel endgültig machen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu