Neue Hitzespitze in Deutschland: Ab diesem Wochenende wird es unbeständiger

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Die Wetterwende in Deutschland lässt noch etwas auf sich warten. Nach einer kurzen regionalen Entlastung steigen die Temperaturen in der neuen Woche erneut deutlich an. Der Deutsche Wetterdienst erwartet besonders im Süden und Südwesten wieder mehrere heiße Tage. Ein dauerhaftes Ende der Hitze zum 15. August ist nach der aktuellen Prognose allerdings nicht gesichert. Statt eines plötzlichen Temperatursturzes zeichnet sich zunächst ein schrittweiser Wechsel ab. Ab Freitag, 14. August, nimmt die Gewitterneigung zu, am Wochenende 15. und 16. August wird es wechselhafter. Danach sollen die Temperaturen langsam zurückgehen.

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Bis zu 36 Grad: Neue Hitze baut sich ab Mittwoch auf

Am Sonntag, 9. August, liegt der Schwerpunkt der Hitze zunächst im Süden und Südwesten Deutschlands. In Baden-Württemberg werden in der Rheinebene bis zu 36 Grad erwartet, auch in Hessen und Bayern sind örtlich Werte um 35 bis 36 Grad möglich. Für Teile des Südens besteht eine starke Wärmebelastung. Im Norden bleibt es deutlich weniger heiß, an den Küsten teilweise sogar angenehm sommerlich.

Am Montag reicht die Spanne besonders weit auseinander. Während es im Norden regional nur etwa 20 bis 25 Grad warm wird, sind im Süden nochmals Werte über 30 Grad und örtlich bis etwa 36 Grad möglich. Am Dienstag liegen die Höchstwerte in der Nordhälfte überwiegend zwischen 19 und 25 Grad, weiter südlich zwischen 26 und 33 Grad. Anschließend beginnt die nächste Erwärmung. Für Mittwoch erwartet der DWD im Süden bis 34 Grad, am Donnerstag sind außerhalb des Nordens verbreitet 30 bis 36 Grad möglich.

Donnerstag und Freitag bringen den nächsten Hitzeschwerpunkt

Der Donnerstag, 13. August, dürfte nach derzeitiger Prognose zu den heißesten Tagen der kommenden Woche gehören. Im Norden und Osten werden etwa 26 bis 31 Grad erreicht, an den Küsten weniger. In der Mitte, im Westen und vor allem im Südwesten steigen die Werte verbreitet auf mehr als 30 Grad und örtlich bis rund 36 Grad. Viel Sonnenschein sorgt dabei zunächst für weitgehend trockenes Wetter.

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Auch am Freitag bleibt die heiße Luft erhalten. Im Südwesten rechnet der DWD erneut mit Höchstwerten um 36 Grad, im Norden liegen die Temperaturen niedriger. Einzelne Modellberechnungen lassen lokal noch höhere Werte zu. Prognosen von 38 oder 39 Grad sind für diesen Zeitraum derzeit jedoch nicht Bestandteil der belastbareren deutschlandweiten DWD-Vorhersage. Damit bleibt auch offen, ob Deutschland Mitte August überhaupt noch einmal in die Nähe der 40-Grad-Marke kommt.

Wetterwechsel ab 15. August bringt zunächst Gewitter

Der entscheidende Übergang zeichnet sich nach aktuellem Stand zum Wochenende ab. Schon am Freitag, 14. August, steigt von Westen und Südwesten das Gewitterpotenzial. Am Samstag können besonders in der Südosthälfte Schauer und teils kräftige Gewitter entstehen. Die Höchsttemperaturen reichen dann nach der derzeitigen DWD-Prognose von rund 26 Grad im Norden bis etwa 35 Grad im Südwesten. An den Küsten bleibt es kühler.

Für Sonntag, 16. August, bis Dienstag, 18. August, beschreibt der Wetterdienst die Entwicklung als leicht unbeständig. Gebietsweise werden Schauer und kräftige Gewitter erwartet. In der Mitte und im Süden kann es zunächst weiterhin heiß bleiben, die Temperaturen sollen anschließend aber allmählich zurückgehen. Damit spricht derzeit mehr für einen stufenweisen Luftmassenwechsel als für einen bundesweiten Temperatursturz an einem einzigen Tag.

22 bis 28 Grad nach dem 15. August sind noch keine sichere Prognose

Meteorologe Dominik Jung hatte als mögliches Szenario für die zweite Augusthälfte einen Wechsel von zuvor 35 bis 39 Grad auf etwa 22 bis 28 Grad beschrieben. Als Zeitraum nannte er zuletzt die Tage rund um den 15. August. Einen Tag zuvor hatte er einen möglichen Wechsel vom Atlantik noch um den 20. August eingeordnet. Die unterschiedlichen Zeitfenster zeigen, wie groß die Unsicherheiten bei Vorhersagen über mehr als eine Woche bleiben.

Die aktuelle DWD-Prognose reicht deutlich vorsichtiger in diesen Zeitraum hinein. Sie zeigt ab dem 16. August zwar tendenziell nachlassende Hitze, bestätigt aber bislang keinen flächendeckenden Rückgang auf 22 bis 28 Grad. Auch sommerliche Werte um oder über 30 Grad bleiben insbesondere in der Mitte und im Süden möglich. Ein vollständiges Ende des Hochsommers lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten.

Gewitter können Starkregen, Hagel und Sturmböen bringen

Mit der zunehmenden Feuchtigkeit und dem beginnenden Luftmassenwechsel wächst zugleich das Risiko kräftiger Gewitter. Bereits am Sonntag und Montag sind im Süden lokal Gewitter möglich. Ab Freitag steigt die Wahrscheinlichkeit erneut. Bei solchen Wetterlagen können Starkregen, Hagel und starke bis stürmische Böen auftreten. Wo sich die kräftigsten Gewitter entwickeln, lässt sich mehrere Tage im Voraus allerdings nicht zuverlässig eingrenzen.

Der erwartete Regen bedeutet zudem nicht automatisch ein Ende der Trockenheit. Gewitter bringen häufig große Niederschlagsmengen auf kleinen Flächen, während wenige Kilometer entfernt kaum Regen fällt. Trockene und harte Böden können intensive Niederschläge außerdem nur eingeschränkt aufnehmen. Für eine nachhaltige Erholung von Böden, Vegetation und Gewässern wären länger anhaltende und flächigere Niederschläge erforderlich.

Trockenheit und Waldbrandgefahr bleiben außergewöhnlich hoch

Der Sommer 2026 hat die Böden in Deutschland bereits stark beansprucht. Nach Berechnungen des DWD wurden bis einschließlich 2. August deutschlandweit im Durchschnitt rund 22 Tage erreicht, an denen der Waldbrandgefahrenindex mindestens Stufe 4 von 5 anzeigte. Im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 sind es bis zu diesem Zeitpunkt lediglich etwa zehn Tage. Damit liegt die Zahl 2026 mehr als doppelt so hoch.

Regional erreicht die Waldbrandgefahr weiterhin Stufe 4 und vereinzelt sogar die höchste Stufe 5. Besonders trockene Standorte reagieren empfindlich auf weitere sonnige und heiße Tage. Ein paar lokale Gewitter reichen nicht aus, um das Defizit aus Frühjahr und Sommer flächendeckend auszugleichen. Der DWD bewertet für seinen Waldbrandgefahrenindex unter anderem Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Wind. Die Lage kann sich deshalb täglich und regional deutlich verändern.

DWD warnt vor gesundheitlicher Belastung durch die Hitze

Aktuelle Hitzewarnungen betreffen vor allem Teile Süd- und Südwestdeutschlands. Der DWD warnt, wenn die erwartete Wärmebelastung gesundheitlich problematisch werden kann. Maßgeblich ist dabei nicht allein die gemessene Lufttemperatur. Berücksichtigt werden unter anderem Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonneneinstrahlung und die nächtliche Abkühlung. Bei einer gefühlten Temperatur von mehr als 38 Grad spricht der Wetterdienst von extremer Wärmebelastung.

Besondere Vorsicht gilt bei älteren und pflegebedürftigen Menschen, chronisch Kranken und kleinen Kindern. Auch lange Phasen mit warmen Nächten erhöhen die körperliche Belastung, weil Gebäude und Organismus weniger Gelegenheit zur Abkühlung bekommen. Ausreichend Flüssigkeit, möglichst wenig körperliche Belastung während der heißesten Tagesstunden und kühlere Aufenthaltsorte sind deshalb insbesondere während mehrtägiger Hitzeperioden wichtig.

Sommer 2026 gehört schon jetzt zu den außergewöhnlich warmen

Bereits die ersten beiden meteorologischen Sommermonate waren ungewöhnlich warm. Der Juni erreichte deutschlandweit eine Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad und war damit nach den bisherigen DWD-Auswertungen der zweitwärmste Juni seit Beginn der flächendeckenden Messungen. Nur der Juni 2019 lag mit 19,8 Grad höher. Während der Hitzewelle vom 18. bis 28. Juni wurde die 40-Grad-Marke mehrfach überschritten. In Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt wurde am 27. Juni schließlich ein deutscher Temperaturrekord von 41,8 Grad bestätigt.

Auch der Juli blieb deutlich zu warm. Sein Temperaturmittel lag bei 19,7 Grad und damit 1,4 Grad über dem Mittel der international häufig verwendeten Referenzperiode 1961 bis 1990. Gleichzeitig fielen deutschlandweit lediglich rund 46 Liter Regen pro Quadratmeter. Wie der gesamte meteorologische Sommer 2026 im historischen Vergleich abschneidet, kann erst nach Ende des August abschließend bilanziert werden. Schon jetzt ist jedoch klar, dass außergewöhnliche Hitze und ausgeprägte Trockenheit diesen Sommer prägen.

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