Patrice Aminati meldet sich nach Wochen mit Lebenszeichen

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Nach mehreren Wochen ohne öffentliches Gesundheitsupdate hat sich Patrice Aminati mit Hautkrebs wieder bei ihren Followern gemeldet. Die 31-Jährige, die mit einem metastasierten malignen Melanom lebt, veröffentlichte eine Instagram-Story und schrieb darin, sie wolle ein kleines Lebenszeichen geben. „Ich lebe noch. Ich lebe gern. Ich versuche, im Jetzt zu leben“, erklärte Aminati. Zugleich bedankte sie sich für die zahlreichen Nachrichten, die sie während ihrer Pause erreicht hätten. Antworten könne sie derzeit jedoch nicht. Die Kraft, die ihr zur Verfügung stehe, versuche sie ihrer kleinen Tochter zu schenken.

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Patrice Aminati erklärt ihre längere Instagram-Pause

Aminati schrieb in ihrer Story, sie wolle mit ihrer Rückmeldung keine Schlagzeile provozieren, sondern auf die vielen Nachfragen, Gedanken und Wünsche reagieren. Ihre gesundheitliche Situation habe sich nach ihren Worten nicht verändert. Zugleich machte sie deutlich, dass sie trotz ihrer schweren Erkrankung weiter am Leben festhalten wolle. Aufgeben sei für sie keine Option. Der Beitrag enthielt außerdem ein Bild, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter in der Natur zeigt.

Wie viele Tage Aminati tatsächlich vollständig auf öffentliche Beiträge verzichtete, lässt sich nicht exakt bestimmen, da Instagram-Stories nach kurzer Zeit verschwinden. Ihr zuvor breit dokumentiertes Gesundheitsupdate stammt aus der Mitte des Juli 2026. Damals hatte sie aus dem Universitätsklinikum Dresden erklärt, dass eine ihr von Followern vorgeschlagene Therapie wegen ihres individuellen HLA-Typs nicht für sie infrage komme. Damit lagen zwischen diesem bekannten Update und ihrer jetzigen Rückmeldung rund drei Wochen.

Diagnose 2023 und mehrere Rückschläge bei der Behandlung

Öffentlich bekannt wurde Aminatis Erkrankung Anfang April 2023. Bei ihr war ein malignes Melanom festgestellt worden, das zu diesem Zeitpunkt bereits Metastasen gebildet hatte. Nach einer Operation erklärte sie damals, der ursprüngliche Tumor und befallene Lymphknoten seien entfernt worden. Anschließend folgten weitere Behandlungen. Im Herbst 2023 gab es zeitweise die Nachricht, dass keine Metastasen mehr nachweisbar seien.

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Im März 2024 wurden jedoch erneut Metastasen in der Lunge festgestellt. Aminati erhielt daraufhin weitere medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen. Im Sommer 2024 berichtete sie, dass einzelne Metastasen unter einer neuen Therapie zurückgegangen seien. Im Frühjahr 2025 machte sie schließlich öffentlich, dass ihre Erkrankung Stadium IV erreicht habe und sie palliativ behandelt werde. Sie sagte damals ausdrücklich, dass eine vollständige Heilung nach Einschätzung ihrer Ärzte nicht mehr möglich sei.

2026 sprechen einige Metastasen nicht ausreichend auf Therapie an

Auch 2026 berichtete Aminati wiederholt über belastende Behandlungen. Im April sagte sie in einer Instagram-Story, sie vertrage ihre Therapien nicht gut und verbringe zeitweise ganze Tage erschöpft im Bett. Zugleich betonte sie ihren Wunsch, weiterzuleben. Ende Juni folgte ein weiteres Gesundheitsupdate. Nach ihrer Darstellung hatte eine MRT-Untersuchung ergeben, dass die laufende Therapie bei einigen Metastasen nicht ausreichend wirkte. Deshalb seien zusätzliche Bestrahlungen notwendig geworden.

Mitte Juli berichtete Aminati zudem über eine mögliche neue Behandlung, auf die sie von zahlreichen Menschen aufmerksam gemacht worden sei. Nach einer medizinischen Prüfung komme diese Therapie bei ihr jedoch wegen eines nicht passenden HLA-Typs nicht infrage. Welche weiteren Medikamente und Behandlungen sie aktuell genau erhält, hat Aminati nicht vollständig öffentlich gemacht. Aus ihren bisherigen Aussagen lässt sich deshalb keine belastbare Prognose über den weiteren persönlichen Krankheitsverlauf ableiten.

Tochter Charly Malika steht für Aminati im Mittelpunkt

In ihrem neuen Beitrag macht Aminati deutlich, dass sie ihre verfügbare Kraft vor allem ihrer Tochter Charly Malika widmen möchte. Bereits bei der Berliner Krebsveranstaltung YES!CON im Juni hatte sie über den Umgang mit ihrer Erkrankung innerhalb der Familie gesprochen. Sie erzählte dort, dass ihre Tochter sehr genau wahrnehme, wenn es ihrer Mutter schlecht gehe, selbst wenn Erwachsene versuchten, belastende Situationen vor einem Kind zu verbergen.

Aminati sagte damals, sie nehme Medikamente nach Möglichkeit nicht sichtbar vor ihrer Tochter ein. Dennoch habe das Kind beim Spielen das Thema Tabletten aufgegriffen. Für Aminati sei das ein Zeichen gewesen, wie viel kleine Kinder aus ihrer Umgebung aufnehmen. Krankenhausaufenthalte seien für sie besonders schwierig, weil sie möglichst präsent für ihre Tochter sein wolle. Auch deshalb bekommt ihre Aussage im aktuellen Instagram-Beitrag, die verbliebene Kraft Charly Malika schenken zu wollen, einen konkreten Hintergrund.

Patrice und Daniel Aminati leben seit 2025 getrennt

Patrice Aminati und Moderator Daniel Aminati hatten 2022 geheiratet. Ende 2025 machte Patrice Aminati öffentlich, dass das Paar getrennt sei und sie bereits seit September mit der gemeinsamen Tochter bei ihren Eltern lebe. Daniel Aminati äußerte sich anschließend ebenfalls öffentlich und erklärte, er habe während der schweren Erkrankung versucht, die Familie bestmöglich zu unterstützen und sein eigenes Leben weitgehend zurückgestellt.

Bereits vor der Trennung hatte Daniel Aminati wiederholt über die Belastung durch die Krebserkrankung gesprochen. 2024 berichtete er öffentlich über die neu entdeckten Lungenmetastasen und die intensive Behandlung seiner Frau. In einem gemeinsamen Interview 2025 sprachen beide darüber, dass sie sich auch mit der Möglichkeit eines tödlichen Krankheitsverlaufs auseinandersetzen mussten. Zu Patrice Aminatis aktuellem Instagram-Lebenszeichen war zunächst keine neue öffentliche Stellungnahme von Daniel Aminati dokumentiert.

Was ein metastasiertes malignes Melanom medizinisch bedeutet

Ein malignes Melanom entsteht aus pigmentbildenden Zellen der Haut und kann vergleichsweise früh über Lymphbahnen oder Blutgefäße in andere Körperregionen streuen. Bei einem Melanom im Stadium IV liegen Fernmetastasen vor. Die Behandlung richtet sich unter anderem danach, welche Organe betroffen sind, welche molekularen Eigenschaften der Tumor besitzt und wie die Erkrankung auf bisherige Therapien reagiert.

Zu den wichtigen Behandlungsformen bei fortgeschrittenem Melanom gehören heute Immuntherapien mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren sowie bei geeigneten genetischen Veränderungen zielgerichtete Medikamente. Bestrahlungen können gezielt gegen einzelne Metastasen eingesetzt werden. Eine palliative Behandlung bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass nur noch wenige Tage oder Wochen verbleiben. Ziel kann vielmehr sein, die Erkrankung möglichst lange zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten. Der individuelle Verlauf ist sehr unterschiedlich und lässt sich allein aus dem Krankheitsstadium nicht vorhersagen.

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