Giftschlange in Linz gesichtet: Polizei warnt Anwohner

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Nach der Sichtung einer mutmaßlichen Korallenotter haben die Behörden am Freitagnachmittag eine Warnmeldung für die Bevölkerung in Linz am Rhein veröffentlicht. Das Tier wurde nach bisherigen Erkenntnissen im Bereich des Roniger Wegs gesehen. Die Polizei warnt davor, sich der Schlange zu nähern oder sie anzufassen. Bei einer erneuten Sichtung sollen umgehend Polizei oder Feuerwehr verständigt werden.

Bürger meldete auffällig gefärbte Schlange

Ausgangspunkt der Warnung war die Meldung eines Bürgers, der eine ungewöhnlich gefärbte Schlange im Bereich des Roniger Wegs beobachtet und fotografiert hatte. Das Bild wurde anschließend vom Ordnungsamt, von der Feuerwehr und von einem Fachkundigen für Giftschlangen geprüft. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz kamen die beteiligten Stellen anhand der Aufnahme zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um eine Korallenotter handeln dürfte. Diese Schlangenart ist in Deutschland nicht heimisch. Woher das Tier stammt und ob es möglicherweise aus privater Haltung entkommen ist, war zunächst unklar.

Polizei warnt vor hochgiftigem Neurotoxin

Korallenottern gehören zu den Giftnattern. Nach Darstellung der Polizei verfügt das gesichtete Tier über ein starkes Neurotoxin. Dieses kann die Übertragung von Nervensignalen beeinträchtigen und unbehandelt zu schweren Beschwerden bis hin zum Tod führen. Angriffe erfolgen nach Angaben der Polizei in der Regel dann, wenn ein Tier bedrängt, angefasst, festgehalten oder in die Enge getrieben werde. Anwohner sollten daher nicht versuchen, die Schlange selbst einzufangen oder zu vertreiben.

Auch Kinder sollten über die Warnung informiert und von unübersichtlichen Flächen, dichtem Bewuchs, Holzstapeln oder anderen möglichen Verstecken im Umfeld des Roniger Wegs ferngehalten werden. Haustiere sollten in dem betroffenen Bereich nicht unbeaufsichtigt laufen.

Diese Hinweise gelten für Anwohner

Wer die Schlange sieht, soll ausreichend Abstand halten und den Fundort nach Möglichkeit nicht betreten. Anschließend sollen sofort die Notrufnummern 110 oder 112 gewählt werden. Eigene Fangversuche sind zu unterlassen. Die Einsatzkräfte benötigen möglichst genaue Angaben darüber, wo und wann das Tier gesehen wurde und in welche Richtung es sich bewegt hat.

Die Bevölkerung wurde zusätzlich über eine Warn-App über die mögliche Gefahr informiert. Die Warnmeldung des Polizeipräsidiums Koblenz wurde am Freitag, 10. Juli 2026, um 15.45 Uhr veröffentlicht. Im Einsatz beteiligt waren die Verbandsgemeindeverwaltung Linz, das Ordnungsamt, die Feuerwehr, ein Schlangenexperte und die Polizei.

Polizei sucht möglichen Besitzer

Neben Hinweisen zum Aufenthaltsort des Tieres sucht die Polizei nach einem möglichen Besitzer. Wer Angaben zur Herkunft der Schlange machen kann oder eine entsprechende Haltung im Umfeld von Linz kennt, wird gebeten, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden.

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