
Das Wetter in Bayern am Dienstag beruhigt sich nach der gewitteranfälligen Wetterlage vom Montag deutlich. Für den 11. August erwartet der Deutsche Wetterdienst in weiten Teilen des Freistaats viel Sonne und überwiegend trockenes Wetter. Eine ausgeprägte Abkühlung gibt es allerdings nicht. München und Augsburg erreichen nach der aktuellen DWD-Prognose jeweils 30 Grad, Nürnberg 29 Grad. Am wärmsten wird es mit bis zu 32 Grad unter anderem in Regensburg. Ein nennenswertes Gewitterrisiko bleibt vor allem an den Alpen bestehen. Dort sind am Nachmittag und Abend einzelne kräftige Gewitter weiterhin nicht ausgeschlossen.
Die Temperaturunterschiede innerhalb Bayerns fallen am Dienstag vergleichsweise groß aus. Der DWD erwartet für München 30 Grad und für Nürnberg 29 Grad. In Franken werden für Würzburg 30 Grad und für Bamberg 29 Grad vorhergesagt. Deutlich kühler bleibt es im nordöstlichen Oberfranken: Für Hof nennt die DWD-Prognose lediglich 23 Grad. Weiden erreicht voraussichtlich 28 Grad. Besonders warm wird es im Raum Regensburg mit bis zu 32 Grad, Straubing kommt auf 30 Grad.
Auch in Bayerisch-Schwaben bleibt es hochsommerlich. Augsburg soll 30 Grad erreichen, ebenso Kempten im Allgäu. Für Oberstdorf am Alpenrand weist die DWD-Vorhersage ebenfalls 30 Grad aus. Auf dem Hohen Peißenberg werden 27 Grad erwartet. Ganz andere Bedingungen herrschen naturgemäß in den Hochlagen: Für die Zugspitze nennt der DWD am Dienstagnachmittag beziehungsweise frühen Abend rund 11 Grad und Wolken. Insgesamt zeigen die Stationsprognosen für Bayern überwiegend heiteren oder wolkenlosen Himmel.
Für weite Teile Bayerns spricht am Dienstag wenig für eine erneute verbreitete Gewitterlage. Der DWD erklärte im aktuellen Warnlagebericht für Deutschland vom Montagabend, dass lediglich an den Alpen am Dienstagnachmittag und Dienstagabend einzelne kräftige Gewitter nicht ausgeschlossen seien. Die Wochenvorhersage des Wetterdienstes bewertet solche kräftigen Gewitter an den Alpen ausdrücklich als nur gering wahrscheinlich. Für Nordbayern hieß es am Montagabend sogar, vorerst bestünden keine Wettergefahren. Dienstag und Mittwoch sollen dort sonnig und vorübergehend etwas weniger heiß verlaufen.
Ganz ausgeschlossen sind lokal stärkere Entwicklungen im Gebirge damit jedoch nicht. In seinem regionalen Lagebericht für Südbayern hatte der DWD am Montagvormittag für mögliche kräftige Gewitterschauer an den Alpen am Dienstag Starkregen bis etwa 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen bis rund 80 Kilometer pro Stunde und kleinkörnigen Hagel genannt. Die spätere deutschlandweite Einschätzung vom Montagabend beschränkte das Risiko räumlich klar auf einzelne Entwicklungen an den Alpen. Eine flächige Unwetterlage für Bayern zeichnet sich nach diesem Stand nicht ab.
Für den Montag hatte der DWD in Südbayern örtliche kurze Gewitter mit möglichen Sturmböen bis etwa 80 Kilometer pro Stunde und kleinkörnigem Hagel angekündigt. Eingangs der Nacht zum Dienstag waren nach der späteren DWD-Einschätzung vor allem an den Alpen und im Alpenvorland noch einzelne Gewitter möglich. Eine landesweite behördliche Schadensbilanz speziell zu den Gewittern vom Montag lag bis zum späten Abend zunächst nicht vor. Gesicherte Zahlen zu Verletzten oder einer Gesamtschadenshöhe durch die Montagsgewitter waren ebenfalls zunächst nicht bekannt.
Nicht mit dem Montag verwechselt werden darf eine Unwetterbilanz, die die Feuerwehr Nürnberg am Montagmorgen veröffentlichte. Sie bezog sich ausdrücklich auf Sonntagabend. Damals war eine Gewitterzelle mit starkem Regen und heftigen Windböen über den Norden Nürnbergs gezogen. Abgebrochene Äste, entwurzelte oder abgeknickte Bäume sowie vereinzelte Straßenüberflutungen führten nach Angaben der Feuerwehr zwischen etwa 19 und 19.25 Uhr zu rund 30 Einsatzstellen. Die Feuerwehr bezeichnete die Schäden als gering. Diese Einsätze gehören damit nicht zur Schadensbilanz des Montags.
Für Wanderer und Bergsteiger ist der Dienstag trotz des insgesamt freundlichen Wetters kein Tag, an dem die Gewittergefahr vollständig ignoriert werden sollte. Gerade für den Alpenraum lässt der DWD am Nachmittag und Abend einzelne kräftige Gewitter zu. Gleichzeitig zeigen die erheblichen Temperaturunterschiede zwischen den Tälern und Gipfellagen, wie stark sich die Bedingungen mit zunehmender Höhe verändern können. Während beispielsweise für Oberstdorf 30 Grad vorhergesagt werden, nennt die DWD-Prognose für die Zugspitze nur 11 Grad.
Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden weist grundsätzlich darauf hin, Unternehmungen im Hochgebirge an Wetter, Tageslicht und das eigene Können anzupassen. Zur Ausrüstung gehören festes Schuhwerk, Regenschutz, warme Kleidung, Getränke und ausreichend Verpflegung. Besonders relevant für Dienstag ist der Hinweis, dass das Wetter im Gebirge sehr schnell umschlagen kann. Bei Gewittern oder starkem Wind sollen Wälder nicht betreten werden. Wer eine Bergtour plant, sollte deshalb die aktuelle Warnlage unmittelbar vor Beginn und auch unterwegs im Blick behalten.
Die Gewitter und lokalen Niederschläge reichen nicht aus, um die Waldbrandgefahr in Bayern grundsätzlich zu beenden. Im aktuellen DWD-Warnlagebericht für Nordbayern findet sich weiterhin ausdrücklich der Hinweis auf eine bis auf Weiteres bestehende Waldbrandwarnung. Gerade weil Gewitterniederschläge oft räumlich sehr begrenzt ausfallen, können trockene Waldgebiete nur wenige Kilometer entfernt nahezu leer ausgehen.
Besonders deutlich wird die Situation in Niederbayern. Die Regierung von Niederbayern teilte am Montag mit, dass wegen der weiterhin hohen Temperaturen und der geringen Niederschläge weiterhin Waldbrandgefahr bestehe. Für Mittwoch wurden deshalb weitere Beobachtungsflüge angeordnet. Mit diesen Flügen sollen mögliche Gefahren und Brandherde frühzeitig erkannt werden. Die behördliche Maßnahme zeigt, dass die vorübergehend etwas niedrigeren Temperaturen am Dienstag die Trockenheitsproblematik nicht beseitigen.
Auch bei der Hitze ist die Lage differenziert. Für München hatte der DWD eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben, die nach Angaben der Stadt bis Montag, 10. August, um 19 Uhr galt. Der regionale DWD-Lagebericht für Südbayern hatte am Montagvormittag zugleich von einer bis auf Weiteres anhaltenden Wärmebelastung gesprochen. Mit rund 30 Grad bleibt es am Dienstag in München, Augsburg, Kempten und zahlreichen weiteren Orten warm bis heiß, die Spitzenwerte liegen aber in vielen Gebieten unter denen des Wochenbeginns.
Eine neue flächendeckende Hitzewarnung für ganz Bayern war am Montagabend nicht amtlich bestätigt. Die weitere Entwicklung spricht allerdings nicht für ein dauerhaftes Ende der hohen Wärmebelastung. Der DWD erwartet in seiner Wochenvorhersage ab der zweiten Wochenhälfte wieder eine zunehmende Belastung durch Hitze. Am Donnerstag betrifft dies zunächst vor allem den Südwesten Deutschlands, am Freitag nach DWD-Einschätzung die gesamte Südwesthälfte. Die konkrete regionale Warnlage kann sich dabei noch ändern.
Trotz der leichten Entspannung gegenüber besonders heißen Tagen empfiehlt sich weiterhin ein angepasster Umgang mit den hohen Temperaturen. Der DWD rät bei Hitze dazu, regelmäßig und ausreichend zu trinken und den Körper möglichst kühl zu halten. Kühle Duschen oder Bäder können dabei helfen. Empfohlen werden außerdem luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung.
Diese Hinweise bleiben auch deshalb relevant, weil die Temperaturen in Bayern bereits ab Mittwoch wieder verbreitet um oder oberhalb der 30-Grad-Marke liegen. Gerade längere Aufenthalte im Freien, körperlich anstrengende Tätigkeiten und Touren in sonnenexponierten Bereichen sollten an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden. Maßgeblich bleibt dabei die jeweils aktuelle Hitzewarnung des DWD, da die gesundheitliche Belastung nicht allein von der gemessenen Höchsttemperatur abhängt. Der Wetterdienst berücksichtigt bei seinen speziellen Hitzewarnungen auch die erwartete Belastung und die nächtliche Abkühlung.
Am Mittwoch setzt sich das sonnige Wetter in Bayern zunächst fort. Der DWD erwartet für München und Augsburg erneut jeweils 30 Grad. Nürnberg steigt auf 31 Grad, Würzburg auf 32 Grad und Regensburg ebenfalls auf 32 Grad. In Hof werden 25 Grad vorhergesagt. Der Himmel soll an den aufgeführten bayerischen Stationen überwiegend wolkenlos bleiben. Signifikante Wettergefahren erwartet der DWD am Mittwoch nach seiner Wochenprognose nicht.
Am Donnerstag legt die Hitze vor allem in Franken wieder zu. Für Würzburg nennt der DWD 34 Grad, für Bamberg und Nürnberg jeweils 33 Grad. Augsburg soll 31 Grad erreichen, München 30 Grad, Kempten und Oberstdorf jeweils 31 Grad. Damit folgt auf die leichte Entspannung vom Dienstag rasch wieder ein hochsommerlicher Abschnitt.
Zum Wochenende wird neben der Hitze erneut die Gewitterentwicklung wichtiger. In der DWD-Wochenvorhersage steigt die Gewittergefahr zunächst am Samstag vor allem in der Nordwesthälfte Deutschlands. Für Sonntag rückt dann die Südosthälfte und damit auch Bayern stärker in den Fokus. Der DWD hält dort starke Gewitter und örtlich sogar eine Unwetterentwicklung für möglich. Für die genaue regionale Ausprägung ist dieser Zeitraum noch zu weit entfernt. Klar ist nach aktuellem Stand jedoch: Der ruhigere Dienstag bedeutet für Bayern keine dauerhafte Wetterberuhigung für den Rest der Woche.






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