
Der Vermisstenfall Radolfzell am Bodensee hat ein trauriges Ende genommen. Ein seit Donnerstag, 6. August 2026, vermisster 82-Jähriger ist am Dienstagvormittag tot aufgefunden worden. Zuvor hatten Einsatzkräfte mehrere Tage nach dem Senior gesucht. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Angaben zur Todesursache oder zu den genauen Umständen des Todes machte die Polizei nicht.
Der 82-Jährige hatte seine Wohnanschrift in Radolfzell am Donnerstag gegen 13.30 Uhr verlassen. Nach Angaben der Polizei war er mit einem grünen Dacia Sandero unterwegs. Weil sein Aufenthaltsort unbekannt blieb und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Mann in einer hilflosen Lage befand, leitete die Polizei eine öffentliche Vermisstensuche ein.
Bereits am Freitag bat das Polizeipräsidium Konstanz die Bevölkerung um Hinweise. Neben einer Beschreibung des Seniors veröffentlichte die Polizei vorübergehend auch ein Foto. Nach dem Auffinden des Mannes bat die Behörde Medien ausdrücklich darum, das Fahndungsbild wieder zu löschen.
Eine wichtige Spur ergab sich am Samstagnachmittag. Der Wagen des Vermissten wurde auf dem Parkplatz Brandbühl an der Bundesstraße 33 gefunden. Der Parkplatz liegt zwischen Radolfzell und dem Autobahnkreuz Hegau. Daraufhin konzentrierten sich die Suchmaßnahmen auf das Umfeld des Fundorts.
Die Polizei sprach von einer intensiven und großflächigen Absuche des Bereichs. Auch danach fehlte zunächst jede Spur von dem 82-Jährigen. Menschen, die zwischen Donnerstag und Samstagnachmittag Beobachtungen auf dem Parkplatz gemacht hatten, wurden deshalb gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.
Am Dienstag, 11. August, endete die Suche. Das Polizeipräsidium Konstanz teilte am Nachmittag mit, dass der Mann nach umfangreichen Suchmaßnahmen bereits am Vormittag tot aufgefunden worden sei. Wo genau der Senior gefunden wurde, gab die Polizei nicht bekannt.
Auch zur Todesursache wurden keine Angaben veröffentlicht. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach Angaben der Ermittler nicht vor. Weitere gesicherte Informationen zu den Umständen seines Todes gab es zunächst nicht. Eine Spekulation darüber verbietet sich daher.
Welche Organisationen und technischen Hilfsmittel während der mehrtägigen Suche im Einzelnen eingesetzt wurden, geht aus den veröffentlichten Mitteilungen des Polizeipräsidiums Konstanz nicht hervor. Bestätigt sind eine intensive, großflächige Absuche rund um den Parkplatz Brandbühl sowie weitere umfangreiche Suchmaßnahmen bis Dienstag.
Für einen Einsatz von DLRG, Wasserrettung, Polizeihubschrauber, Drohnen oder Tauchern in diesem konkreten Vermisstenfall lagen zunächst keine entsprechend detaillierten offiziellen Angaben vor. Solche Einsatzmittel kommen bei Vermisstensuchen zwar grundsätzlich infrage, ihre Beteiligung lässt sich daraus für den Fall in Radolfzell aber nicht ableiten.
Vermisstenmeldungen sind in Deutschland keineswegs selten. Nach Angaben des Bundeskriminalamts werden bundesweit täglich etwa 200 bis 300 neue Fahndungen nach vermissten Personen erfasst. Gleichzeitig erledigt sich ungefähr eine ebenso große Zahl bestehender Fahndungen, weil Personen gefunden werden oder ihr Aufenthaltsort geklärt werden kann.
Eine gesonderte bundesweite Statistik, aus der sich unmittelbar ablesen lässt, wie viele der täglichen Vermisstenfälle Menschen im Seniorenalter betreffen, veröffentlicht das BKA in dieser Übersicht nicht. Gerade bei älteren Menschen kann jedoch eine mögliche Hilflosigkeit dazu führen, dass Suchmaßnahmen besonders schnell und mit hoher Priorität eingeleitet werden.
Bei älteren Vermisstenfällen spielt auch Demenz immer wieder eine Rolle. Orientierungsschwierigkeiten gehören zu möglichen Folgen einer Demenzerkrankung. Betroffene können vertraute Wege nicht mehr erkennen oder Schwierigkeiten haben, selbstständig nach Hause zurückzufinden. Das kann insbesondere bei Hitze, Kälte, Dunkelheit oder körperlichen Einschränkungen gefährlich werden.
Für den vermissten 82-Jährigen aus Radolfzell hat die Polizei allerdings keine Demenzerkrankung bekannt gegeben. Ein entsprechender Zusammenhang darf deshalb nicht hergestellt werden. Die Ermittler hatten lediglich darauf hingewiesen, dass nicht auszuschließen sei, dass sich der Senior in einer hilflosen Lage befand.
Wird ein Mensch vermisst und besteht eine konkrete Gefahr für ihn, beginnt die Polizei mit der Bewertung der verfügbaren Informationen. Entscheidend können der letzte bekannte Aufenthaltsort, mögliche Fahrtwege, das benutzte Fahrzeug, gesundheitliche Risiken und Hinweise von Angehörigen oder Zeugen sein. Je nach Lage werden Suchgebiete festgelegt und weitere Kräfte hinzugezogen.
Mögliche Einsatzmittel reichen von Streifen und Suchhunden über Drohnen und Hubschrauber bis zu Feuerwehr, Rettungsorganisationen oder Wasserrettung. Welche Mittel tatsächlich eingesetzt werden, hängt vom Gelände und vom jeweiligen Fall ab. Im Fall des 82-Jährigen führte die Spur seines aufgefundenen Autos schließlich zu einer großflächigen Suche im Bereich der B33.






Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu