
Mit Entscheidung in Athen zeigt Das Erste am Dienstag, 14. Juli 2026, um 23:35 Uhr den letzten Film der Krimireihe Mordkommission Istanbul. Erol Sander verlässt darin das vertraute Ermittlungsgebiet am Bosporus und reist auf eigene Faust nach Griechenland. Der Fall verbindet eine Entführung mit politischer Korruption, illegalem Sandabbau und einer persönlichen Bewährungsprobe. Bei der Ausstrahlung handelt es sich um eine Wiederholung des Fernsehfilms aus dem Jahr 2021.
Ausgangspunkt ist kein dienstlicher Auftrag, sondern ein Hilferuf von Mehmets Ex-Frau Sevim. In einer engen Einkaufsstraße verschwindet Clara, die 17-jährige Tochter von Sevims neuem Lebensgefährten Steffen, aus der Umkleidekabine einer Boutique. Kurz darauf fehlt auch von Steffen jede Spur. Weil die Athener Polizei Sevims Vermisstenmeldung zunächst nicht ernst nimmt, bittet sie Mehmet Özakin um Unterstützung.
Der Istanbuler Kommissar reist sofort nach Athen und findet heraus, dass Clara entführt wurde. Die Täter halten die Jugendliche in einem Baucontainer fest. Özakin vermutet, dass die Tat mit Steffens Arbeit als investigativer Journalist zusammenhängt. Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, den der Kommissar nicht als offizieller Ermittler, sondern im Rahmen eines privaten Auslandseinsatzes bestreiten muss.
Steffens Recherchen führen zu dem einflussreichen Bauunternehmer Deimos Tzanidis und der ehrgeizigen Politikerin Sofia Boutaris. Beide fürchten einen Skandal. Im Zentrum steht der illegale Abbau von Sand an griechischen Stränden, der für die Baubranche ein lukratives Geschäft darstellt und die betroffene Küstenregion belastet.
Die Entführung soll Tzanidis offenbar in den Besitz des belastenden Materials bringen. Doch weil auch Steffen verschwunden bleibt, wird die Lage für Täter und Opfer zunehmend unberechenbar. Eine weitere Spur führt Mehmet und Sevim in eine Strandregion. Dort treffen sie auf den Ladenbesitzer Hektor und stoßen auf ein weiteres Verbrechen. Der Film nutzt den Kriminalfall damit auch, um ein wenig bekanntes Umweltproblem in den Mittelpunkt zu rücken.
Erol Sander spielt erneut Kriminalhauptkommissar Mehmet Özakin. An seiner Seite kehrt Idil Üner als Sevim Özakin zurück. Michael Rotschopf übernimmt die Rolle des verschwundenen Journalisten Steffen, Alexandra Kolaiti spielt dessen Tochter Clara. Weitere zentrale Rollen sind mit Yiannis Niarros als Hektor, Yorgos Glastras als Deimos Tzanidis und Antigoni Fryda als Sofia Boutaris besetzt.
Oscar Ortega Sánchez, der über viele Jahre Özakins Assistent Mustafa Tombul spielte, gehört dagegen nicht zur Besetzung dieses Abschlussfilms. Der Rechtsmediziner Dr. Bulut wurde in früheren Folgen von Turgay Doğan gespielt.
Regie führte Ismail Sahin. Das Drehbuch stammt von Stefan Kuhlmann und Claus Stirzenbecher nach Figuren von Hülya Özkan. Für die Bildgestaltung war Kameramann Aljoscha Hennig verantwortlich, die Musik schrieb Alex Komlew. Produziert wurde der Fernsehfilm von Ziegler Film im Auftrag der ARD Degeto.
Die Erstausstrahlung erfolgte am 29. Mai 2021 um 20:15 Uhr im Ersten. Bei der heutigen Ausstrahlung handelt es sich somit um eine Wiederholung. Die reine Laufzeit beträgt 88 Minuten. Im aktuellen ARD-Programm beginnt der Film um 23:35 Uhr; anschließend folgt um 1:08 Uhr die Tagesschau. Untertitel und Audiodeskription sind angekündigt.
Mordkommission Istanbul startete 2008 im Ersten und machte die türkische Metropole über viele Jahre zum Schauplatz deutscher Fernsehkrimis. Kennzeichnend waren die Verbindung klassischer Ermittlungsfälle mit dem gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld Istanbuls sowie Özakins privates Leben. In späteren Filmen verlagerte die Reihe ihre Geschichten auch nach Thailand und schließlich nach Griechenland.
Entscheidung in Athen ist der Abschiedsfilm der Reihe. Das Finale setzt weniger auf den gewohnten Polizeialltag als auf einen privaten Auslandseinsatz. Die Zusammenarbeit der geschiedenen Eheleute Mehmet und Sevim sorgt zusätzlich für eine emotionale Ebene. Zugleich geben die Athener Schauplätze und das Thema Sanddiebstahl dem Film ein eigenständiges Profil. Der Krimi ist außerdem in der ARD Mediathek abrufbar.
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