
Aus einem inszenierten Verbrechen wird tödlicher Ernst: Das ZDF zeigt am Dienstag, 14. Juli 2026, um 18:05 Uhr die SOKO-Köln-Folge 1926. Der Titel wird in Programmübersichten leicht als Folgenzahl missverstanden. Tatsächlich handelt es sich um den Namen der Episode sowie um Staffel 23, Folge 15. Der 44-minütige Fall führt das Kölner Ermittlerteam zu einem Krimi-Dinner im Stil der Goldenen Zwanziger – und macht die Kommissare plötzlich selbst zu Zeugen eines Mordes.
Die Ermittler nehmen an einem Krimi-Dinner in der Villa von Katja Temur teil. Kostüme, Rollen und ein fiktiver Mord sollen die Gäste in das Jahr 1926 versetzen. Doch die spielerische Spurensuche endet abrupt, als Katjas Vater Bernhard Balberg tatsächlich mit einem Dolch erstochen wird. Für die SOKO steht schnell fest, dass der Täter unter den Teilnehmern der Veranstaltung zu suchen ist.
Für das Team entsteht damit eine ungewöhnliche Situation: Die Kommissare ermitteln nicht nur am Tatort, sondern waren bereits vor dem Verbrechen Teil des Abends. Sie müssen ihre eigenen Beobachtungen rekonstruieren und zugleich die Aussagen der übrigen Gäste prüfen.
Schnell richtet sich der Verdacht auf die Familie des Opfers. Vanessa Haas hat vor der Tat einen heftigen Streit zwischen Bernhard Balberg und dessen Tochter Katja mitbekommen. Hintergrund ist die Zukunft des erfolgreichen Familienunternehmens. Katja hatte offenbar damit gerechnet, den Betrieb zu übernehmen. Ihr Vater wollte die Verantwortung jedoch ihrem Ehemann Jora Temur übertragen.
Auch Katjas Bruder Max Balberg gerät ins Visier. Fingerabdrücke auf der Tatwaffe führen zu ihm und werfen die Frage auf, ob er sich bei der Nachfolge übergangen fühlte. Zusätzlich spielt Brigitte Keilmann eine Rolle, mit der das Opfer eine inzwischen beendete Affäre hatte. Damit verbindet der Fall familiäre Rivalität, verletzten Stolz und alte Beziehungskonflikte.
In 1926 ermitteln Tatjana Kästel als Lilly Funke, Pierre Besson als Matti Wagner, Lukas Piloty als Jonas Fischer, Kerstin Landsmann als Vanessa Haas und Aylin Ravanyar als Amira Mahdi. Yulia Yáñez Schmidt ist als Rechtsmedizinerin Dr. Pilar Westphal zu sehen.
Die zentralen Episodenrollen übernehmen Inga Lessmann als Katja Temur, Madieu Ulbrich als Jora Temur, Max Rothbart als Max Balberg, Alexandra von Schwerin als Brigitte Keilmann und Klaus Nierhoff als Mordopfer Bernhard Balberg.
Regie führte Alexander Costea. Das Drehbuch stammt von Andreas Fuhrmann und Oliver Philipp. Für die Bildgestaltung war Andreas Zickgraf verantwortlich, den Schnitt übernahm Melanie Werwie. Die Musik komponierte Stephen Keusch.
Die Erstausstrahlung von 1926 erfolgte am 21. Januar 2025 im ZDF. Am 14. Juli 2026 läuft somit eine Wiederholung. Das ZDF gibt für die Episode eine Länge von 44 Minuten an. Im linearen Programm beginnt die Ausstrahlung um 18:05 Uhr und endet vor den heute-Nachrichten um 19 Uhr.
Der Reiz der Episode liegt im Spiel mit klassischen Krimimotiven. Ein inszenierter Mord geht in einen echten Fall über, während der begrenzte Kreis der Gäste automatisch zu Verdächtigen wird. Zugleich sind die Ermittler stärker als üblich in das Geschehen eingebunden, weil sie den Abend selbst miterlebt haben. Dadurch verbindet die Folge eine klassische Tätersuche mit Elementen eines Kammerspiels.
SOKO Köln gehört seit dem 22. Oktober 2003 zum ZDF-Vorabendprogramm. Die Produktion war nach SOKO 5113, der späteren SOKO München, der zweite Ableger des SOKO-Formats. Die Reihe setzt auf wechselnde Milieus der Domstadt und ein langfristig aufgebautes Ermittlerensemble. Die Folge 1926 nutzt dieses bewährte Konzept für einen kompakten Familienkrimi, bei dem beinahe jeder Gast ein glaubhaftes Motiv besitzt.
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