
Das Erste zeigt am heutigen Samstag, 18. Juli 2026, um 19:00 Uhr eine weitere Folge der Krimiserie „Morden im Norden“. Ausgestrahlt wird „Auf kurze Distanz“, die insgesamt 166. Episode und zugleich die zehnte Folge der elften Staffel. Im Mittelpunkt steht der Mord an einem Architekten, dessen ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekt auf erheblichen Widerstand stößt.
„Morden im Norden: Auf kurze Distanz“ läuft am Samstag von 19:00 bis 19:50 Uhr im Ersten. Die Folge schließt unmittelbar an „Raues Klima“ an, die bereits um 18:10 Uhr gezeigt wird. Folge 166 hat eine Laufzeit von rund 48 Minuten und wird mit Untertiteln sowie Audiodeskription angeboten.
Bei der Ausstrahlung handelt es sich nicht um eine neue Folge. „Auf kurze Distanz“ wurde erstmals am 31. März 2025 im Ersten gesendet. Die Episode gehört zur elften Staffel der Serie und wurde zunächst unter dem Arbeitstitel „Lebensraum“ geführt.
Der Architekt Jan Eschenburg wird beim Joggen in einem Lübecker Park erschossen. Der Schütze hat offenbar gezielt auf das Herz des Opfers gefeuert. Für die Ermittler Finn Kiesewetter und Lars Englen stellt sich deshalb früh die Frage, wer nicht nur ein Motiv, sondern auch die nötige Erfahrung im Umgang mit einer Schusswaffe besitzt.
Jan führte gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Frank und dessen Ehefrau Ellen das Planungsbüro „Lebensraum“. Das Unternehmen arbeitet an der Umgestaltung eines Lübecker Stadtteils zu einer autofreien Zone. Die Stadt unterstützt das Projekt, doch nicht alle Geschäftsleute und Anwohner sehen die Pläne positiv. Für einige Betroffene könnte der Umbau erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.
Zu den Gegnern des Projekts gehört der Tankstellenbesitzer Max Schulte. Durch die geplante Verkehrsberuhigung fürchtet er um seine berufliche Existenz. Gleichzeitig entdecken die Ermittler eine persönliche Verbindung zwischen ihm und dem Mordopfer. Jan hatte sich in Max verliebt. Der Tankstellenbesitzer besitzt zudem einen Waffenschein und bewahrt in seiner Werkstatt mehrere Waffen auf, darunter ein Jagdgewehr mit Zielfernrohr.
Auch Ellen Eschenburg gerät in den Fokus der Polizei. Die frühere Biathletin gilt als erfahrene Schützin und hat ihr Erbe in das gemeinsame Planungsbüro investiert. Damit stellt sich die Frage, ob hinter der scheinbar geschlossenen Arbeitsgemeinschaft Konflikte um Geld, Beziehungen oder die Zukunft des Unternehmens verborgen sind. Die Auflösung des Falles wird in der offiziellen Vorschau nicht vorweggenommen.
Sven Martinek spielt erneut Kriminalhauptkommissar Finn Kiesewetter. An seiner Seite ermittelt Ingo Naujoks als Lars Englen. Zum festen Lübecker Team gehören außerdem Julia E. Lenska als Nina Weiss und Jonas Minthe als Gregor Michalski. Christoph Tomanek übernimmt die Rolle des Rechtsmediziners Dr. Henning Strahl. Saman Giraud ist als Polizeipsychologin Yasmin Ahmadi zu sehen.
Die Ermittler bilden den personellen Kern der Serie. Finn Kiesewetter und Lars Englen bearbeiten die Tötungsdelikte meist gemeinsam, während Nina Weiss und Gregor Michalski zusätzliche Befragungen und Ermittlungen übernehmen. Die in Lübeck angesiedelten Fälle verbinden klassische Polizeiarbeit mit persönlichen und gesellschaftlichen Konflikten.
Pascal Houdus übernimmt eine Doppelrolle. Er verkörpert sowohl das Mordopfer Jan Eschenburg als auch dessen Zwillingsbruder Frank. Paula Schramm spielt Ellen Eschenburg, die Ehefrau von Frank und Geschäftspartnerin der Brüder. Joseph Bundschuh ist als Tankstellenbesitzer Max Schulte zu sehen. Selin Dörtkardes gehört als Aylin Schulte zur Episodenbesetzung.
Die Doppelbesetzung der Eschenburg-Brüder ist ein auffälliges Merkmal der Episode. Sie ermöglicht es, die enge familiäre und berufliche Verbindung der Zwillinge auch visuell hervorzuheben, ohne die Aufklärung des Mordfalls vorwegzunehmen.
Regie führte der österreichische Regisseur Michi Riebl, der auch mehrere weitere Folgen der Serie inszeniert hat. Das Drehbuch zu „Auf kurze Distanz“ stammt von Susanne Wagner und Hagen Moscherosch.
Die Geschichte spielt in Lübeck. Ein konkreter Park, der als Fundort der Leiche dient, wird in den offiziellen Angaben zur Episode nicht genannt. Die Dreharbeiten zur elften Staffel fanden nach Angaben des NDR in Lübeck, Hamburg und der jeweiligen Umgebung statt. Deshalb lässt sich nicht jede im Film als Lübeck dargestellte Außenaufnahme eindeutig einem tatsächlichen Lübecker Drehort zuordnen.
„Morden im Norden“ wird seit 2012 ausgestrahlt. Die Reihe begleitet das Team der Lübecker Mordkommission bei der Aufklärung unterschiedlicher Tötungsdelikte. Die Hansestadt mit ihrer Altstadt und den norddeutschen Schauplätzen bildet dabei den wiederkehrenden Rahmen. Im Zentrum stehen nicht nur die Täterfrage, sondern regelmäßig auch familiäre Spannungen, wirtschaftliche Interessen und persönliche Abhängigkeiten.
„Auf kurze Distanz“ folgt diesem Konzept. Der Mordfall verbindet ein Stadtentwicklungsprojekt mit Existenzängsten, privaten Beziehungen und mehreren Personen, die mit Schusswaffen umgehen können. Dadurch konzentriert sich die Episode auf einen überschaubaren Kreis von Verdächtigen und die Frage, welche Konflikte hinter der Fassade des Planungsbüros verborgen liegen.
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