
Das RBB Fernsehen zeigt Allmen und das Geheimnis der Erotik am heutigen Samstag, 25. Juli 2026, von 20:15 bis 21:45 Uhr. Der deutsche Fernsehfilm aus dem Jahr 2021 hat eine Laufzeit von rund 88 Minuten und wird als Wiederholung ausgestrahlt. Im Anschluss folgen um 21:45 Uhr die Nachrichten „rbb24 mit Sport“.
Der Film gehört zur Krimireihe der ARD Degeto für Das Erste. Produziert wurde er von UFA Fiction. Grundlage ist der Roman „Allmen und die Erotik“ des Schweizer Schriftstellers Martin Suter. Für die Fernsehadaption wurde der Titel um den Zusatz „das Geheimnis“ ergänzt, wie es auch bei den übrigen Filmen der Reihe üblich ist.
Im Mittelpunkt steht erneut Johann Friedrich von Allmen. Der kultivierte Lebemann besitzt einen ausgeprägten Sinn für Kunst, Luxus und schöne Dinge. Mit Geld kann er dagegen weniger gut umgehen. Gemeinsam mit seinem loyalen Begleiter Carlos bewegt er sich zwischen Kunstdetektiv, Hochstapler und Gelegenheitsdieb.
Johann Friedrich von Allmen langweilt sich während einer Lesung. Kurzentschlossen entwendet er ein kostbares Fabergé-Ei aus dem Besitz des Gastgebers. Der Sicherheitsbeauftragte Wilhelm Krähenbühler beobachtet den Diebstahl, meldet Allmen jedoch nicht der Polizei. Stattdessen nutzt er sein Wissen, um den selbst ernannten Kunstdetektiv unter Druck zu setzen.
Krähenbühler verlangt, dass Allmen eine wertvolle Sammlung erotischer Porzellanfiguren stiehlt. Die Kunstwerke befinden sich im Besitz einer Stiftung und gelten als einzigartig. Allmen geht scheinbar auf die Forderung ein. Gemeinsam mit Carlos entwickelt er jedoch einen Plan, um den Erpresser auszutricksen und selbst die Kontrolle über die Situation zu behalten.
Zusätzliche Komplikationen entstehen durch Jasmin Sterner. Die junge Frau ist eine Nachfahrin eines bekannten Porzellanhändlers und steht unter der Aufsicht ihres strengen Vormunds Cognatus Reimund. Allmen ist von ihr fasziniert und lässt sich dadurch zu Entscheidungen verleiten, die Carlos zunehmend beunruhigen.
Um Jasmin näherzukommen und mehr über die Herkunft der Porzellansammlung herauszufinden, bietet Allmen Reimund seine Dienste an. Damit arbeitet er ausgerechnet für die Stiftung, deren Eigentum er zuvor gestohlen hat. Das riskante Doppelspiel gerät zunehmend außer Kontrolle. Die Auflösung des Falls wird hier nicht vorweggenommen.
Heino Ferch spielt den Titelhelden Johann Friedrich von Allmen. Die Figur verbindet elegante Umgangsformen, Belesenheit und einen ausgeprägten Kunstsinn mit finanzieller Verantwortungslosigkeit. Allmen betrachtet Regeln eher als unverbindliche Empfehlungen und verlässt sich häufig darauf, schwierige Situationen mit Charme und Einfallsreichtum zu lösen.
Samuel Finzi ist erneut als Carlos zu sehen. Er arbeitet für Allmen, ist aber weit mehr als ein klassischer Butler. Carlos organisiert den Alltag, kontrolliert die Finanzen und versucht, seinen Arbeitgeber von besonders gefährlichen Vorhaben abzuhalten. Zugleich unterstützt er ihn zuverlässig, sobald sich ein Plan nicht mehr stoppen lässt.
Devrim Lingnau übernimmt die Rolle der Jasmin Sterner. Stefan Kurt spielt ihren Vormund Cognatus Reimund. Christoph Bach ist als Sicherheitsmann und Erpresser Wilhelm Krähenbühler zu sehen. Andrea Osvárt gehört als Jojo Hirth zur wiederkehrenden Besetzung der Reihe. Isabella Parkinson spielt Cynthia Weintraub, weitere Rollen übernehmen unter anderem Joe Weintraub, Roy McCrerey und Elizaveta Maximová.
Regie führte Thomas Berger, der bereits die ersten drei Allmen-Filme inszeniert hatte. Das Drehbuch schrieb Martin Rauhaus nach Martin Suters Roman. Die Kameraarbeit übernahm Frank Küpper. Die Musik stammt von Fabian Römer und Matthias Hillebrand-Gonzalez.
Die Dreharbeiten fanden vom 1. bis zum 28. September 2020 in Tschechien statt. Ein wichtiger Produktionsort war Prag. Die tschechische Hauptstadt dient in der Reihe regelmäßig als Kulisse für Allmens vornehme und stark von Jugendstil und Art déco geprägte Umgebung.
Obwohl die Romane in Zürich spielen, entstanden große Teile der Filmreihe außerhalb der Schweiz. Die historischen Gebäude, Hotels und Innenräume in Prag ermöglichen den luxuriösen visuellen Stil, der die Verfilmungen prägt. Bei diesem vierten Film konnten aufgrund der damaligen Bedingungen keine zusätzlichen Aufnahmen in Zürich realisiert werden.
Produziert wurde der Film von UFA Fiction im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Die redaktionelle Verantwortung lag bei Birgit Titze und Christoph Pellander. Damit gehört die Produktion eindeutig zum Fernsehfilmangebot der ARD.
„Allmen und das Geheimnis der Erotik“ wurde am 27. März 2021 um 20:15 Uhr im Ersten erstmals ausgestrahlt. Der Film ist der vierte Teil der bislang fünfteiligen Allmen-Reihe.
Den Auftakt bildete 2017 „Allmen und das Geheimnis der Libellen“. Darin entwickeln Allmen und Carlos die Idee, gestohlene Kunstwerke gegen Bezahlung wiederzubeschaffen. Noch im selben Jahr folgte „Allmen und das Geheimnis des rosa Diamanten“. Der dritte Film, „Allmen und das Geheimnis der Dahlien“, wurde 2019 erstmals gezeigt.
Nach „Allmen und das Geheimnis der Erotik“ wurde die Reihe mit „Allmen und das Geheimnis des Koi“ fortgesetzt. Der fünfte Film feierte 2024 seine Fernsehpremiere. Während Thomas Berger die ersten vier Teile inszenierte, übernahm beim fünften Film Sinje Köhler die Regie.
Die Reihe basiert auf den Allmen-Romanen von Martin Suter. Der Schriftsteller verbindet darin Kriminalhandlungen mit Gesellschaftsbeobachtung, Kunst, Luxus und dem ungewöhnlichen Verhältnis zwischen dem verschwenderischen Allmen und dem pragmatischen Carlos. Der heute im RBB gezeigte Film behält diese Grundkonstellation bei und stellt zugleich Allmens eigene Neigung zum Kunstdiebstahl stärker in den Mittelpunkt.
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