
Mit einem rätselhaften Doppelmord auf einer kroatischen Ferieninsel beginnt der Fernsehabend im HR. Der Sender zeigt am heutigen Samstag den dritten Film der ARD-Reihe „Der Kroatien-Krimi“. In „Mord auf Vis“ übernimmt Neda Rahmanian erneut die Rolle der Kommissarin Branka Marić. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Emil Perica, gespielt von Lenn Kudrjawizki, stößt sie bei den Ermittlungen auf widersprüchliche Aussagen, politische Verbindungen und Spuren, die bis in die kroatische Vergangenheit führen.
Der Kroatien-Krimi: Mord auf Vis läuft heute, Samstag, 25. Juli 2026, von 20:15 bis 21:45 Uhr im HR Fernsehen. Der 90-minütige Kriminalfilm wird am frühen Sonntagmorgen von 2:10 bis 3:40 Uhr wiederholt.
Im Anschluss an die Ausstrahlung um 20:15 Uhr zeigt der HR ab 21:45 Uhr „Der Lissabon-Krimi: Die verlorene Tochter“. „Mord auf Vis“ ist eine Wiederholung. Seine Fernsehpremiere hatte der Film bereits am 25. Januar 2018 im Ersten. Produziert wurde er im Jahr 2017 von Constantin Television im Auftrag der ARD Degeto.
Die Regie führte Michael Kreindl, der auch für zahlreiche weitere Filme der Reihe verantwortlich war. Das Drehbuch stammt von Christoph Darnstädt. Stefan Spreer übernahm die Kamera, die Filmmusik komponierte Titus Vollmer.
Schauplatz des Falls ist die kroatische Adriainsel Vis. Dort werden ein Antiquitätenhändler und ein Sammler erschossen. Beide Männer waren aus Split auf die Insel gereist, nachdem ihnen der Kauf seltener Sondermünzen angeboten worden war. Die verschollen geglaubten Stücke stammen aus der Zeit des faschistischen Ustascha-Regimes.
Der örtliche Polizeichef Jure Poković nimmt zunächst die Ermittlungen auf. Aussagen eines Zeugen und die Kontakte der Opfer lenken den Verdacht auf Zoran Horvath. Der Mann vertritt offen nationalistische Positionen und scheint mit den beiden Getöteten in Verbindung gestanden zu haben. Für Poković ergibt sich daraus schnell ein scheinbar schlüssiges Bild.
Kommissarin Branka Marić, die gemeinsam mit Emil Perica aus Split anreist, bleibt jedoch skeptisch. Mehrere Einzelheiten passen für sie nicht zusammen. Sie vermutet, dass Beweise und Aussagen gezielt eingesetzt wurden, um die Ermittler auf eine bestimmte Spur zu führen. Zudem verhält sich Poković nicht immer so, wie Branka es von einem kooperierenden Kollegen erwartet.
Während die Ermittlungen voranschreiten, werden Bezüge zur jüngeren kroatischen Geschichte erkennbar. Der Film verbindet den aktuellen Kriminalfall mit Ereignissen aus der Bürgerkriegszeit. Die Auflösung des Doppelmords wird dabei erst am Ende vollständig deutlich und soll hier nicht vorweggenommen werden.
Neda Rahmanian spielt Kriminalkommissarin Branka Marić, die zu diesem Zeitpunkt die Mordkommission in Split leitet. Die Ermittlerin arbeitet entschlossen und verlässt sich nicht auf voreilige Schlussfolgerungen. Zugleich wird sie in „Mord auf Vis“ mit einem örtlichen Polizeichef konfrontiert, dessen Verhalten sie zunehmend hinterfragt.
An ihrer Seite ist Lenn Kudrjawizki als Emil Perica zu sehen. Er gehört zum festen Ermittlerteam der frühen Filme und unterstützt Branka bei der Überprüfung der Spuren. Kasem Hoxha verkörpert den Kommissar Borko Vučević, Max Herbrechter spielt den Vorgesetzten Tomislav Kovačić.
Eine zentrale Episodenrolle übernimmt Benjamin Sadler als Polizeichef Jure Poković. Laura Berlin spielt dessen Tochter Ivena Poković. Michael Rotschopf ist als Zoran Horvath zu sehen, der früh in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerät. Weitere Rollen übernehmen Albert Kitzl, Oliver Konietzny und Zdenko Jelčić.
Sarah Bauerett tritt in diesem Film erstmals als Gerichtsmedizinerin Brigita Stević auf. Die Figur entwickelte sich in späteren Folgen zu einem festen Bestandteil der Reihe. Zur Besetzung gehören außerdem Adriana Altaras als Brankas Mutter Dada Marić, Aleksandar Jovanovic als Lado Trifunović und Andreas Guenther als Pilot Kai.
Die Dreharbeiten fanden vom Frühjahr bis zum Frühsommer 2017 in Kroatien statt. Gedreht wurde auf der Insel Vis sowie an weiteren kroatischen Schauplätzen. Die Aufnahmen entstanden parallel zur unmittelbar folgenden Episode „Messer am Hals“.
Vis liegt vor der dalmatinischen Küste und gehört zu den weiter vom kroatischen Festland entfernten bewohnten Inseln der Adria. Der Film nutzt Häfen, Küstenstraßen, steinige Landschaften und historische Ortskerne als Kulisse. Anders als in vielen Folgen, deren Handlung vor allem in Split angesiedelt ist, verlagert „Mord auf Vis“ den Schwerpunkt deutlich auf die Insel.
Die Landschaft dient dabei nicht nur als touristischer Hintergrund. Die überschaubare Inselgemeinschaft und die enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei beeinflussen auch die Ermittlungen. Branka und Emil bewegen sich in einem Umfeld, in dem persönliche Beziehungen und frühere Ereignisse eine besondere Bedeutung haben.
„Mord auf Vis“ ist der dritte Beitrag der Reihe „Der Kroatien-Krimi“. Zuvor wurden 2016 die Filme „Der Teufel von Split“ und „Tod einer Legende“ ausgestrahlt. Eine Woche nach der Erstausstrahlung von „Mord auf Vis“ folgte am 1. Februar 2018 der vierte Film „Messer am Hals“.
In den ersten sieben Filmen steht Branka Marić im Zentrum der Mordkommission von Split. Neda Rahmanian prägte damit die Anfangsphase der Reihe. Lenn Kudrjawizki gehörte als Emil Perica von Beginn an zum Ermittlerteam. Später übernahm Jasmin Gerat als Stascha Novak die weibliche Hauptrolle.
Der dritte Fall ist zudem für die weitere Entwicklung der Besetzung wichtig, weil Brigita Stević hier erstmals auftritt. Die von Sarah Bauerett gespielte Gerichtsmedizinerin blieb anschließend über viele Jahre Teil des Figurenensembles.
Die Reihe startete im September 2016 und wird im Rahmen der ARD-Kriminalfilme fortgesetzt. „Mord auf Vis“ gehört zur frühen Phase, in der neben den Fällen auch Branka Marićs berufliches und familiäres Umfeld aufgebaut wurde. Gleichzeitig zeigt der Film bereits ein wiederkehrendes Merkmal des Formats: Aktuelle Verbrechen werden mit gesellschaftlichen Konflikten und historischen Belastungen Kroatiens verbunden.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu