
Das Erste zeigt Tatort: Game Over am heutigen Sonntag, 26. Juli 2026, von 20.15 bis 21.45 Uhr. Der 90-minütige Münchner Krimi mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec ist eine Wiederholung der 2023 erstmals ausgestrahlten Folge. Der Fall beginnt mit einer Verkehrskontrolle, die tödlich endet: Unbekannte erschießen eine junge Polizistin und fliehen. Für Franz Leitmayr und Ivo Batic verdichtet sich rasch der Verdacht, dass die Verantwortlichen selbst der Polizei angehören könnten. Der Mord in Polizeireihen zwingt die Kommissare damit zu Ermittlungen im eigenen beruflichen Umfeld.
Im Zentrum der Nachforschungen steht die Lobby eines Online-Taktik-Shooters, in der sich Polizeibeamte unter Decknamen zum Spielen treffen. Um die anonymen Teilnehmer zu identifizieren, holen Leitmayr, Batic und ihr jüngerer Kollege Kalli Hammermann den aufstrebenden E-Sportler Oskar Weber hinzu. Oskar soll Zugang zu der abgeschotteten Gruppe schaffen. Gleichzeitig bereitet er sich mit seinem ehrgeizigen Vater Patrick auf ein wichtiges Turnier in München vor. Weil der sportliche Erfolg für beide große Bedeutung hat, geraten die Interessen der Familie und die Anforderungen der Mordermittlung zunehmend aneinander.
Game Over ist die 1238. Folge der gesamten Tatort-Reihe. In der offiziellen Liste des Bayerischen Rundfunks wird der Film als 92. Fall von Batic und Leitmayr geführt. Andere Episodenverzeichnisse nennen dagegen den 93. gemeinsamen Einsatz. Der Unterschied lässt sich mit dem senderübergreifenden Jubiläumsfall In der Familie erklären: Der BR führt dessen ersten Teil ohne eigene Münchner Nummer. Wachtveitl und Nemec ermittelten seit dem 1. Januar 1991 gemeinsam. Mit dem Zweiteiler Unvergänglich endete ihre Ära am 5. und 6. April 2026 nach 100 offiziell nummerierten Münchner Fällen.
Udo Wachtveitl spielt Franz Leitmayr, Miroslav Nemec Ivo Batic und Ferdinand Hofer Kalli Hammermann. Zur Episodenbesetzung gehören Yuri Völsch als Oskar Weber, Oliver Wnuk als Patrick Weber, Marie Burchard als Ursula Weber, Jan Bülow als Torben Seufert, Lea van Acken als Verena Hetsch, Xenia Benevolenskaya als Lena Wagensonner, Stefan Betz als Ritschy Semmler, Robert Joseph Bartl als Dr. Steinbrecher, Mauricio Hölzemann als Michael Hetsch, Christian A. Koch als Reinhard Höferer, Christian Wenning als Fabian Geltinger, Corinna Binzer als Gerlinde Wagensonner und Rouven Magnus als Andreas Jaschke.
In weiteren Rollen sind Daniel Rosness als Referee, Butz Ulrich Buse als Teamleiter der MVG, Katrin Filzen als Krankenschwester, Patrick Finger als Mitarbeiter von Mybox, Nicolas Stöcklein als Kriminaltechniker, Miriam Morgenstern als Security-Chefin Marlene und Isabelle Höpfner als Kripo-Beamtin Eibel zu sehen. Erweiterte Besetzungslisten nennen außerdem Julian Falzone als Gamer Cube, Vincent Kruthof als Arena-Mitarbeiter, Joe Tödtling als Schläger und Tim Wilfer als Favenick. Auch Spielhund Ludwig ist im offiziellen BR-Stab vermerkt.
Regie führte Lancelot von Naso, das Drehbuch schrieben Stefan Holtz und Florian Iwersen. Produziert wurde der Film von Bavaria Fiction im Auftrag des Bayerischen Rundfunks, Produzent war Ronald Mühlfellner. Die Dreharbeiten liefen vom 26. Juni bis 26. Juli 2022 in München und Umgebung. Als Schauplatz für das E-Sport-Turnier diente der damalige Audi Dome. Die Erstausstrahlung erfolgte am 21. Mai 2023 im Ersten.
Eine weitere Ausstrahlung ist in der Nacht zu Dienstag, 28. Juli, um 0.05 Uhr im Ersten vorgesehen. Die Sendung dauert dabei bis 1.38 Uhr. Zur Hauptsendezeit kann der Film über den Livestream der ARD Mediathek verfolgt werden. Eine separate Vollfassung war am Sonntagnachmittag noch nicht freigeschaltet, auf der Programmseite stand zu diesem Zeitpunkt lediglich der Trailer bereit. Ein konkretes Ende des erneuten Abrufzeitraums war zunächst nicht ausgewiesen.
Die Kritiken zur Erstausstrahlung fielen mehrheitlich positiv, aber nicht einhellig aus. Der Filmdienst hob die geradlinige Tätersuche, die Spannung und den nicht belehrenden Umgang mit Spielsucht hervor. Tittelbach.tv lobte das Tempo und die filmisch reizvolle Annäherung an die Gamer-Welt. Kritischer urteilte die Südwest Presse: Der interessante und rasante Beginn verliere im Mittelteil durch Nebenstränge an Schwung.
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