
Die A1 bei Burscheid ist nach einem Tanklaster-Unfall in Fahrtrichtung Köln auch am Donnerstagmorgen, 5. November 2026, weiterhin vollständig gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Wermelskirchen und Burscheid. Die Bergung des Fahrzeugs und anschließende Reinigungsarbeiten haben sich über die gesamte Nacht hingezogen. Nach den Verkehrsinformationen des WDR wird derzeit mit einer Freigabe gegen 9 Uhr gerechnet. Ob sich dieser Zeitpunkt einhalten lässt, hängt vom Abschluss der Arbeiten ab. Der Fahrer wurde bei dem Unfall am Mittwoch leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Der Tanklastzug war am Mittwoch, 4. November, gegen 10.15 Uhr auf der A1 in Fahrtrichtung Köln verunglückt. Der Tankauflieger kippte im Bereich Burscheid um und blieb seitlich im Straßengraben an einer Böschung liegen. Die Fahrbahn wurde daraufhin für den Verkehr gesperrt. Polizei, Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte kümmerten sich um die Unfallstelle und die Sicherung des Fahrzeugs.
Für Autofahrer bedeutete das eine Unterbrechung der direkten Autobahnverbindung aus Richtung Dortmund und Remscheid nach Leverkusen und Köln. Bereits am Mittwoch entstand ein Rückstau über mehrere Kilometer. Die Sperrung ließ sich nicht innerhalb weniger Stunden beenden, weil der Tankauflieger nicht unmittelbar geborgen werden konnte.
Die Ladung erschwerte die Arbeiten erheblich. Nach Angaben des WDR hatte der Tanklaster AdBlue transportiert, eine flüssige Harnstofflösung, die bei Dieselfahrzeugen zur Abgasreinigung eingesetzt wird. Vor dem Aufrichten des Aufliegers musste der Inhalt in ein anderes Fahrzeug gepumpt werden. Damit sollte verhindert werden, dass die Flüssigkeit bei der weiteren Bergung unkontrolliert austritt.
Nach Angaben der Feuerwehr Wermelskirchen war das Umpumpen gegen 3.30 Uhr am Donnerstagmorgen abgeschlossen. Der WDR meldete um 5.10 Uhr, dass das Zugfahrzeug wieder aufrecht stand. Der umgekippte Tankauflieger musste zu diesem Zeitpunkt noch aufgerichtet und von der Unfallstelle entfernt werden. Hinzu kamen Arbeiten zur Reinigung der Fahrbahn. Die Bergung war damit trotz der nächtlichen Fortschritte noch nicht beendet.
Während der Arbeiten spielte auch die Sicherung der Ladung eine Rolle. Am Mittwochabend um 18.49 Uhr verbreitete die Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises eine amtliche Information der Feuerwehr Wermelskirchen. Demnach konnte es im Umfeld der A1 bei Burscheid während der Umpumparbeiten zu unangenehmen Gerüchen kommen. Die Feuerwehr erklärte zugleich, dass keine Gesundheitsgefahr bestehe.
Anwohnern wurde vorsorglich empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Hintergrund waren die Arbeiten an der Flüssigkeit im beschädigten Tankauflieger. Die Warnung bezog sich auf mögliche Geruchsbelästigungen, nicht auf eine bestätigte gesundheitliche Gefährdung. Über größere Schäden an der Umwelt oder die Menge möglicherweise ausgetretener Flüssigkeit lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die Sperrung beeinträchtigt inzwischen auch den morgendlichen Berufsverkehr. Die WDR-Verkehrsredaktion meldete am Donnerstag um 5.36 Uhr rund drei Kilometer Stau vor dem gesperrten Abschnitt. Auf der Umleitungsstrecke kamen demnach weitere fünf Kilometer hinzu. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme, da sich die Verkehrslage im Laufe des Morgens verändern kann.
Der Verkehr wird vor der Unfallstelle von der Autobahn abgeleitet. Fahrerinnen und Fahrer, die in Richtung Köln unterwegs sind, müssen den Bereich weiträumig umfahren und mit zusätzlichen Fahrzeiten rechnen. Nach dem Unfall hatten zeitweise auch Fahrzeuge zwischen der Sperrstelle und der letzten Ausfahrt festgesessen. Sie mussten wenden und entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zur Anschlussstelle Wermelskirchen zurückfahren. Für den weiteren Verlauf am Donnerstag ist entscheidend, wann die Fahrbahn tatsächlich wieder geöffnet werden kann.
Warum der Tankauflieger umkippte, steht noch nicht fest. Nach den bisherigen Angaben der Autobahnpolizei gibt es keine Hinweise darauf, dass ein zweites Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war. Daraus lässt sich jedoch keine Aussage über die genaue Ursache ableiten. Zu einer möglichen technischen Störung oder zu einem Fahrfehler lagen zunächst keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Der Fahrer wurde nach dem Unfall medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach den Angaben des WDR erlitt er leichte Verletzungen. Weitere Verletzte wurden bislang nicht bekannt. Angaben zum entstandenen Sachschaden lagen zunächst ebenfalls nicht vor.
Eine Freigabe der A1 in Richtung Köln kommt erst infrage, wenn der Auflieger entfernt und die Fahrbahn gereinigt ist. Die zuletzt genannte Uhrzeit von etwa 9 Uhr bleibt deshalb eine Prognose. Bis zur Aufhebung der Sperrung müssen Verkehrsteilnehmer auf Umleitungen ausweichen.
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