
Drei Verkehrsunfälle innerhalb weniger Stunden haben auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst. Betroffen war vor allem der Abschnitt zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart. Die Autobahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden, der Rückstau wuchs nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken auf bis zu sieben Kilometer an. Zwei Autofahrer wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
Die Unfallserie ereignete sich bereits am Montagabend, 31. August 2026. Am Dienstag, 1. September, veröffentlichte die Polizei Einzelheiten zum Ablauf. Nach den beschriebenen Unfallhergängen waren insgesamt sechs Fahrzeuge beteiligt, darunter vier Pkw und zwei Lastwagen. Die Ermittlungen zu den jeweiligen Unfallursachen führt die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.
Der erste Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 17.55 Uhr im Bereich Marktheidenfeld. Ein Autofahrer verlor bei schlechten Witterungsverhältnissen die Kontrolle über einen VW und fuhr auf einen vorausfahrenden Ford auf. Als mögliche Ursache nennt die Polizei eine den Wetterbedingungen nicht angepasste Geschwindigkeit. Diese Einschätzung ist Teil der laufenden Ermittlungen.
Durch den Zusammenstoß wurde der Ford gegen die Mittelschutzwand geschleudert. Das Fahrzeug drehte sich und kollidierte anschließend mit einem Sattelzug sowie der rechten Schutzplanke. Der Fahrer des VW wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Ford wurde vorsorglich medizinisch untersucht. Ob bei ihm Verletzungen festgestellt wurden, ging aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.
Den Schaden an den beim ersten Unfall beteiligten Fahrzeugen bezifferte die Polizei auf insgesamt rund 32.500 Euro.
Nur wenige Minuten später folgte ein weiterer Zusammenstoß. Gegen 18.12 Uhr kam es nach Polizeiangaben im inzwischen entstandenen Rückstau zu einem Auffahrunfall. Ein Autofahrer bemerkte demnach einen abbremsenden Sattelzug zu spät und kollidierte mit dessen Auflieger.
Der Autofahrer wurde leicht verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Den Sachschaden bei diesem Unfall schätzte die Polizei auf etwa 25.000 Euro.
Die Verkehrslage verschärfte sich dadurch weiter. In den amtlichen Verkehrsdaten wurde die A3 von Frankfurt in Richtung Würzburg zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Marktheidenfeld zeitweise als vollständig blockiert geführt. Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, eine Rettungsgasse freizuhalten. Als Umleitungsroute wurde die U85 empfohlen.
Für Unfallaufnahme, Bergung und Reinigung der Fahrbahn musste die A3 nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken zeitweise vollständig gesperrt werden. Insgesamt dauerte die Vollsperrung rund eineinhalb Stunden. Der Stau erreichte in der Spitze eine Länge von ungefähr sieben Kilometern.
Die amtlichen Verkehrsmeldungen dokumentierten den Abschnitt zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld zunächst als blockiert. Später wurde die Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt. Auch für diesen Zustand blieb die U85 als empfohlene Umleitung hinterlegt. Gegen 20 Uhr liefen weiterhin Reinigungsarbeiten auf dem betroffenen Abschnitt.
Eine gesonderte Pressemitteilung der Autobahn GmbH des Bundes zu der Unfallserie mit weitergehenden Angaben zu Verletzten oder Unfallursachen lag zunächst nicht vor. Die veröffentlichten Verkehrsinformationen bestätigten jedoch die Sperrung beziehungsweise Einschränkungen auf der Strecke zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld sowie die Umleitung U85.
Nach der ersten Unfallserie folgte gegen 22.15 Uhr ein dritter Unfall im Bereich Bischbrunn. Nach Angaben der Polizei verlor dort ein Autofahrer bei starkem Regen die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug drehte sich und prallte gegen einen Metallzaun am Fahrbahnrand.
Der Fahrer blieb laut Polizei unverletzt. Der Schaden am Auto und an der beschädigten Schutzeinrichtung wurde auf insgesamt rund 35.000 Euro geschätzt.
Auch am späteren Abend bestanden auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg noch Einschränkungen. Verkehrsmeldungen führten zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld weiterhin eine Unfallstelle mit blockiertem Standstreifen. Die Meldung wurde erst nach Mitternacht als aufgehoben geführt.
Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach untersucht die drei Unfälle jeweils gesondert. Bei zwei Ereignissen spielten nach den bisherigen Polizeiangaben schlechte Wetterbedingungen beziehungsweise starker Regen eine Rolle. Beim ersten Unfall steht der Verdacht im Raum, dass die Geschwindigkeit nicht ausreichend an die Bedingungen angepasst war. Zu einer abschließenden Bewertung der Unfallursachen lagen zunächst keine Angaben vor.
Die A3 gehört zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen des deutschen Autobahnnetzes. Der betroffene Abschnitt verbindet den Raum Frankfurt und Aschaffenburg über das Spessartgebiet mit Würzburg und dem weiteren Verlauf der A3 in Richtung Nürnberg. Eine längere Sperrung in Fahrtrichtung Würzburg kann deshalb neben dem regionalen Verkehr auch den überregionalen Reise- und Güterverkehr treffen.
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