
Auf der Autobahn 4 zwischen Köln und Olpe stehen Autofahrern ab Montag, 26. Oktober 2026, umfangreiche Verkehrseinschränkungen bevor. Wegen Bauarbeiten an der Wiehltalbrücke werden mehrere Anschlussstellen und Autobahnabschnitte zeitweise gesperrt. Die Einschränkungen betreffen beide Fahrtrichtungen und dauern nach derzeitiger Planung bis zum 30. November. Besonders umfangreich fallen die Sperrungen auf der A4 in Richtung Olpe aus. Hintergrund ist der Bau einer Schrankenanlage, die künftig verhindern soll, dass zu schwere Lastwagen die Brücke befahren.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 26. Oktober, mit Einschränkungen an der Anschlussstelle Gummersbach. In Fahrtrichtung Köln ist die Anschlussstelle ab 5 Uhr gesperrt. Die Freigabe ist für Montag, 2. November, ebenfalls um 5 Uhr vorgesehen.
Während dieser ersten Bauphase wird der Verkehr zur Anschlussstelle Bielstein umgeleitet. Dafür steht die ausgeschilderte Bedarfsumleitung U40 zur Verfügung. Zusätzlich weist eine Beschilderung mit rotem Punkt auf die Umleitungsstrecke hin.
Eine Woche später wechseln die Arbeiten auf die andere Fahrtrichtung. Von Montag, 2. November, 5 Uhr, bis Montag, 16. November, 5 Uhr, wird die Anschlussstelle Bielstein in Richtung Olpe gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden über eine mit rotem Punkt gekennzeichnete Strecke zur Anschlussstelle Gummersbach geführt.
Die Bauarbeiten betreffen damit zunächst einzelne Anschlussstellen, bevor längere Autobahnabschnitte vollständig gesperrt werden.
Die längste angekündigte Sperrphase beginnt am Montag, 9. November 2026. Ab 5 Uhr wird die A4 in Fahrtrichtung Olpe zwischen den Anschlussstellen Engelskirchen und Bielstein gesperrt.
Die Sperrung soll drei Wochen dauern. Als Ende nennt die Autobahn GmbH Montag, 30. November, um 5 Uhr. Für den Verkehr wird eine Umleitung mit rotem Punkt ausgeschildert.
Damit überschneidet sich diese Sperrung zunächst mit der bereits am 2. November beginnenden Einschränkung an der Anschlussstelle Bielstein. Beide Maßnahmen betreffen die Fahrtrichtung Olpe, haben allerdings unterschiedliche Zeiträume.
Für Autofahrer aus Richtung Köln bedeutet dies, dass die direkte Fahrt über den betroffenen A4-Abschnitt während der Sperrung nicht möglich ist. Sie müssen der ausgeschilderten Umleitung folgen.
In der letzten Novemberwoche kommt eine weitere Vollsperrung hinzu. Von Montag, 23. November, 5 Uhr, bis Montag, 30. November, 5 Uhr, ist die A4 in Fahrtrichtung Köln zwischen den Anschlussstellen Reichshof/Bergneustadt und Bielstein nicht befahrbar.
Für diese Sperrung richtet die Autobahn GmbH die Bedarfsumleitung U71 ein. Sie wird mit blauen Tafeln ausgeschildert.
Zwischen dem 23. und 30. November bestehen somit gleichzeitig Vollsperrungen in beiden Fahrtrichtungen. Allerdings beginnen die betroffenen Abschnitte an unterschiedlichen Anschlussstellen.
Die genauen Termine können sich noch ändern. Die Autobahn GmbH weist ausdrücklich darauf hin, dass die Arbeiten stark von der Witterung abhängig sind. Deshalb sind kurzfristige Anpassungen am Bauablauf und an den angekündigten Sperrzeiten möglich.
Grund für die Sperrungen an der Wiehltalbrücke ist die Einrichtung einer zusätzlichen Kontrollanlage. Nach Angaben der Autobahn GmbH werden die bestehenden Verkehrsbeschränkungen auf dem Bauwerk nicht ausreichend eingehalten.
Die Wiehltalbrücke wurde in den 1970er-Jahren errichtet und ist rund 700 Meter lang. Bei Untersuchungen und der Auswertung einer Bauwerksprüfung im Winter 2024/2025 wurden Defizite bei der Tragfähigkeit festgestellt. Seitdem wird die Brücke besonders intensiv überwacht.
Bereits im Dezember 2024 wurden Maßnahmen zur Entlastung eingeführt. Der Verkehr wird seither in beiden Fahrtrichtungen jeweils einspurig über das Bauwerk geführt. Zudem gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer pro Stunde.
Für Lastwagen bis zu einem Gesamtgewicht von 44 Tonnen ist außerdem ein Mindestabstand von 50 Metern vorgeschrieben. Genehmigungspflichtige Großraum- und Schwertransporte mit höheren Gewichten dürfen die Brücke nicht passieren.
Im September 2026 wurde die Überwachung durch eine sogenannte Weigh-in-Motion-Anlage erweitert. Diese Technik ermöglicht die Gewichtserfassung fahrender Fahrzeuge.
Dennoch zeigen aktuelle Kontrollergebnisse nach Angaben der Autobahn GmbH weiterhin Verstöße gegen die geltenden Beschränkungen. Demnach fahren Lastwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen über die Brücke. Außerdem werden unzulässige Achslasten festgestellt. Auch der vorgeschriebene Abstand zwischen Lastwagen wird häufig unterschritten.
Die neue Schrankenanlage soll deshalb bereits vor der Brücke eingreifen. Fahrzeuge, die das zulässige Gesamtgewicht überschreiten, sollen erkannt und gezielt von der Autobahn abgeleitet werden.
Damit will die Autobahn GmbH die Belastung des Bauwerks reduzieren und gleichzeitig ermöglichen, dass der übrige Verkehr die wichtige Verbindung weiterhin nutzen kann.
Die Installation der Schrankenanlage ist nur ein Teil der Maßnahmen an der Wiehltalbrücke. Parallel plant die Autobahn GmbH eine umfassende Verstärkung und Instandsetzung des bestehenden Bauwerks.
Damit soll die Brücke bis zu einem späteren Ersatzneubau weiter genutzt werden können. Die aktuellen Einschränkungen dienen dazu, eine weitere Belastung der Konstruktion zu begrenzen und eine dauerhafte Sperrung möglichst zu vermeiden.
Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet die Situation, dass die Einschränkungen nicht zwangsläufig mit dem Ende der angekündigten Bauarbeiten am 30. November vollständig entfallen. Die bereits bestehenden Verkehrsregelungen zum Schutz der Brücke gelten unabhängig von den vorübergehenden Sperrungen.
Der ADAC rechnet während der Bauphasen mit Verkehrsbehinderungen und Staus auf den Ausweichstrecken. Autofahrer sollten deshalb insbesondere zwischen dem 9. und 30. November die ausgeschilderten Umleitungen berücksichtigen und zusätzliche Fahrzeit einplanen.
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