
Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A4 zwischen Krombach und Wenden sind zwei Autofahrer in Lebensgefahr. Eine weitere Insassin wurde schwer verletzt. Die Polizei hat am Mittwoch neue Einzelheiten zu dem Zusammenstoß veröffentlicht. Demnach ereignete sich der Unfall bereits am Dienstagnachmittag, 22. September, kurz vor der Talbrücke Elben in Fahrtrichtung Köln.
Der Unfall geschah nach Angaben der Polizei gegen 16.35 Uhr. Ein 87 Jahre alter Autofahrer aus Kreuztal war mit einem Opel Omega auf der A4 in Richtung Köln unterwegs. Kurz vor der Talbrücke Elben wechselte er nach den bisherigen Erkenntnissen vom rechten auf den linken Fahrstreifen. Dabei kam es zur Kollision mit einem VW Golf, den ein 31 Jahre alter Mann fuhr.
Wie genau sich beide Fahrzeuge unmittelbar vor dem Zusammenstoß zueinander bewegten und welche weiteren Faktoren für den Unfall eine Rolle spielten, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Polizei beschreibt in ihrer aktuellen Mitteilung den Fahrstreifenwechsel und die anschließende Kollision, nennt jedoch keine abschließende Unfallursache.
Frühere Angaben über die Geschwindigkeit eines beteiligten Fahrzeugs sind in der am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Polizeimeldung nicht enthalten. Gesicherte Angaben dazu, mit welcher Geschwindigkeit die beiden Autos unmittelbar vor dem Zusammenstoß unterwegs waren, liegen damit derzeit nicht vor.
Bei dem Zusammenstoß wurden alle drei Insassen verletzt. Sowohl der 87 Jahre alte Opel-Fahrer als auch der 31 Jahre alte Fahrer des Golf erlitten nach dem aktuellen Stand lebensgefährliche Verletzungen. Die 29 Jahre alte Beifahrerin des Golf aus Kirchhundem wurde schwer verletzt. Alle drei kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser.
Damit fällt die Bilanz schwerer aus als in ersten Meldungen vom Dienstagabend. Dort war zunächst von einem lebensgefährlich verletzten Mann sowie weiteren Verletzten die Rede gewesen. Die Polizei Dortmund teilte am Mittwochmorgen schließlich mit, dass bei beiden Fahrern Lebensgefahr besteht.
Zum aktuellen Gesundheitszustand der drei Verletzten über diese Einstufung hinaus gab es am Mittwoch zunächst keine weiteren Angaben.
Der Unfall löste einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungskräften aus. Nach Angaben des WDR wurde auch ein Rettungshubschrauber zur Unfallstelle gerufen und landete auf der Autobahn. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten demnach bereits Menschen vor Ort Erste Hilfe geleistet.
Der WDR berichtete zudem, dass der Fahrer des Opel nach dem Zusammenstoß in seinem Fahrzeug eingeklemmt gewesen sei. Eine gesonderte öffentlich zugängliche Einsatzbilanz der örtlichen Feuerwehr mit Einzelheiten zur technischen Rettung lag zunächst nicht vor.
Für die detaillierte Spurensicherung wurde ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam hinzugezogen. Nach Angaben der Polizei kam das Team aus dem Oberbergischen Kreis. Solche Einheiten dokumentieren bei schweren Verkehrsunfällen unter anderem Spuren und die Positionen der beteiligten Fahrzeuge, damit der Ablauf anschließend rekonstruiert werden kann.
Wegen der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge musste die A4 in Fahrtrichtung Köln komplett gesperrt werden. Betroffen war der Abschnitt zwischen Krombach und Wenden im Bereich der Talbrücke Elben. Am Dienstagabend entstand dort ein längerer Rückstau. Der Verkehr wurde zeitweise bereits an der Anschlussstelle Krombach von der Autobahn geleitet.
Die Sperrung dauerte mehrere Stunden. Verkehrsdaten zufolge war die Unfallstelle gegen 21.27 Uhr geräumt und die entsprechende Verkehrsmeldung wurde aufgehoben. Am Mittwoch bestand die unfallbedingte Vollsperrung damit nicht mehr.
Andere für Mittwoch ausgewiesene Einschränkungen auf der A4 im Raum Wenden standen nicht zwingend im Zusammenhang mit diesem Unfall. Für mehrere Abschnitte waren bereits zuvor Arbeiten und Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallschäden angekündigt worden.
Die Polizei geht nach ihrem derzeitigen Ermittlungsstand davon aus, dass die beiden Autos beim Fahrstreifenwechsel des Opel miteinander kollidierten. Darüber hinaus enthält die aktuelle Polizeimeldung keine Festlegung auf eine abschließende Ursache des Unfalls.
Damit bleiben einzelne Fragen zum genauen Ablauf offen. Insbesondere macht die Polizei in ihrer Mitteilung vom Mittwoch keine Angaben dazu, welche Geschwindigkeit die beteiligten Fahrzeuge unmittelbar vor der Kollision hatten oder ob weitere Umstände zu dem schweren Verlauf beitrugen.
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