Lkw stürzt von A45 in Böschung: Fahrer stirbt bei Altenstadt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem tödlichen Lkw-Unfall auf der A45 bei Altenstadt in Hessen ist ein 38 Jahre alter Fahrer ums Leben gekommen. Sein Sattelzug kam am Montagnachmittag, 21. September 2026, in Fahrtrichtung Hanau von der Autobahn ab, durchbrach die Schutzplanke und stürzte eine Böschung hinunter. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Ursache des Unfalls ist weiterhin ungeklärt.

Sattelzug kommt gegen 16.20 Uhr von der A45 ab

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südosthessen ereignete sich der Unfall gegen 16.20 Uhr bei Altenstadt im hessischen Wetteraukreis. Der Sattelzug war auf der A45 in Richtung Hanau unterwegs, als er aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn geriet.

Zeugen beobachteten nach Angaben der Polizei, dass der Sattelzug anschließend noch einmal ruckartig nach links gelenkt wurde. Ob und welche Rolle dieses Lenkmanöver für den weiteren Unfallablauf spielte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Gesichert ist, dass der Lastwagen die äußere Schutzplanke durchbrach und anschließend die angrenzende Böschung hinabstürzte.

Dabei überschlugen sich sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger. Der gesamte Sattelzug kam schließlich auf dem Dach in dem abschüssigen Gelände zum Liegen. Hinweise darauf, dass ein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war, lagen nach dem zunächst veröffentlichten Ermittlungsstand der Polizei nicht vor.

Rettungskräfte können Fahrer zunächst nicht erreichen

Für Feuerwehr und Rettungsdienst gestaltete sich der Einsatz schwierig. Das Führerhaus war durch den Aufprall erheblich beschädigt. Zusätzlich erschwerte die Lage des Lastwagens in der Böschung den Zugang zum Fahrer.

Die Feuerwehr versuchte zunächst, das Wrack anzuheben und dadurch an das Führerhaus heranzukommen. Das reichte jedoch nicht aus. Deshalb wurde ein Autokran angefordert. Erst mit dessen Hilfe konnte die Zugmaschine so weit angehoben werden, dass die Einsatzkräfte den Fahrer erreichen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt waren nach Polizeiangaben rund zwei Stunden seit der ersten Unfallmeldung vergangen. Ein Notarzt konnte anschließend nur noch den Tod des 38-Jährigen feststellen.

Auch der Hessische Rundfunk berichtete am Dienstagmorgen über den komplizierten Rettungseinsatz. Demnach blieb der rund 40 Tonnen schwere Sattelzug kopfüber in der Böschung liegen.

Zementsäcke verteilen sich in der Böschung

Der Sattelzug hatte Zementsäcke geladen. Teile der Ladung verteilten sich durch den Unfall im Bereich der Böschung. Neben dem schweren Fahrzeug musste deshalb auch die Ladung geborgen werden.

Die Polizei ließ die A45 in Richtung Süden für die Arbeiten vollständig sperren und empfahl Verkehrsteilnehmern zunächst, den Bereich weiträumig zu umfahren. Zum Zeitpunkt der ersten Polizeimeldung am Montagabend war noch nicht absehbar, wie lange die Bergung dauern würde.

Die Sperrung zog sich bis weit in die Nacht hinein. Nach Angaben von Hit Radio FFH konnte die Fahrbahn schließlich um 4.13 Uhr am Dienstagmorgen wieder freigegeben werden. Damit dauerte die Verkehrsbehinderung durch Rettung, Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten über viele Stunden.

Am Dienstagvormittag war damit keine unfallbedingte Vollsperrung dieses Abschnitts mehr gemeldet.

Gutachter soll Unfallhergang rekonstruieren

Warum der Sattelzug überhaupt von der Fahrbahn abkam, ist weiter Gegenstand der Ermittlungen. Gesicherte Angaben zu einer technischen Ursache, einem gesundheitlichen Problem oder einem Fahrfehler gibt es bislang nicht.

Die Polizei hat einen Gutachter eingeschaltet. Gemeinsam mit den Ermittlern soll er den Unfallhergang rekonstruieren und insbesondere klären, weshalb der Lastwagen nach rechts von der Autobahn geriet. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf die Beteiligung eines anderen Fahrzeugs.

Die Polizei sucht zudem weitere Zeugen, die den Unfall selbst gesehen haben oder Angaben zum Fahrverhalten des Sattelzugs unmittelbar davor machen können. Hinweise nimmt die Polizeiautobahnstation Südosthessen entgegen.

Der Sachschaden wurde zunächst auf rund 250.000 Euro geschätzt. Dabei handelt es sich um eine vorläufige Einschätzung der Polizei.

Altenstadt liegt im Wetteraukreis nordöstlich des Rhein-Main-Gebiets. Die A45 verbindet unter anderem den Raum Gießen über das östliche Rhein-Main-Gebiet mit dem Raum Aschaffenburg. Der Unfall beeinträchtigte daher während der stundenlangen Sperrung nicht nur den örtlichen Verkehr, sondern auch den überregionalen Verkehr auf der Autobahn.

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