
Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Montagmorgen für erhebliche Verkehrsprobleme auf der A67 bei Darmstadt gesorgt. Ein Sattelzug durchbrach zwischen der Anschlussstelle Pfungstadt und dem Darmstädter Kreuz in einem Baustellenbereich eine Betonschutzwand. Teile des Lastwagens kamen anschließend auf beiden Richtungsfahrbahnen zum Stehen. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Wegen der Bergung, der beschädigten Schutzwand und notwendiger Reinigungsarbeiten blieb die Autobahn über Stunden nur eingeschränkt befahrbar.
Nach den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei war der 60 Jahre alte Fahrer gegen 3.45 Uhr auf der A67 in Richtung Darmstadt unterwegs. Zwischen Pfungstadt und dem Darmstädter Kreuz geriet der Sattelzug im Bereich einer Baustelle zunächst nach rechts von der Fahrbahn.
Dort kollidierte das Fahrzeug mit Teilen der Baustellenabsicherung. Anschließend wurde der Lastwagen nach links abgewiesen und durchbrach die dort aufgestellte Betonschutzwand zwischen den Richtungsfahrbahnen. Die Zugmaschine kam schließlich auf der Fahrbahn in Richtung Mannheim zum Stillstand, während sich der Auflieger auf der Fahrbahn in Richtung Darmstadt befand.
Warum der Sattelzug von seiner Fahrspur abkam, war zunächst nicht geklärt. Die Autobahnpolizei nahm Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf. Gesicherte Angaben zu einer möglichen technischen Ursache oder einem Fehler des Fahrers lagen zunächst nicht vor.
Der 60-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Hinweise auf weitere Verletzte gab es zunächst nicht.
An der Unfallstelle waren neben der Autobahnpolizei auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Autobahnmeisterei im Einsatz. Die Polizei schätzte den entstandenen Sachschaden zunächst auf rund 60.000 Euro. In dieser Summe sind die Folgen des Unfalls insgesamt berücksichtigt. Eine gesonderte Schadenshöhe ausschließlich für die durchbrochene Betonschutzwand wurde zunächst nicht genannt.
Die Schäden an der Baustellenabsicherung erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Auf der Fahrbahn in Richtung Mannheim befanden sich nach dem Unfall unter anderem Betonteile. Dadurch mussten Fahrstreifen gesperrt und die Unfallstelle abgesichert werden.
Besonders stark waren die Einschränkungen in Fahrtrichtung Mannheim. Zwischen dem Darmstädter Kreuz und der Anschlussstelle Pfungstadt wurde die Richtungsfahrbahn vollständig gesperrt. Auch die entsprechende Verbindung am Darmstädter Kreuz war zeitweise nicht nutzbar.
Die Verkehrsmeldungen verwiesen Autofahrer auf die ausgeschilderte Ableitung und eine Umfahrung über die parallel verlaufende A5. Eine konkrete Uhrzeit für das Ende der Vollsperrung war am Montagvormittag nicht angegeben. Die Meldung lautete weiterhin, dass die Richtungsfahrbahn bis auf Weiteres gesperrt sei.
In der Gegenrichtung konnte der Verkehr nach einer zwischenzeitlichen Sperrung wieder eingeschränkt passieren. Zwischen Pfungstadt und dem Darmstädter Kreuz war der linke Fahrstreifen gesperrt, sodass zwei Fahrstreifen zur Verfügung standen. Auch dort führte die Unfallstelle zu erheblichen Verzögerungen.
Im morgendlichen Berufsverkehr bildeten sich lange Rückstaus. Zeitweise wurden auf der A67 bis zu neun Kilometer Stau gemeldet. Später lagen die Rückstaus zwischen Pfungstadt und dem Darmstädter Kreuz noch bei mehreren Kilometern.
Die Auswirkungen beschränkten sich nicht auf die A67. Viele Verkehrsteilnehmer wichen auf die A5 aus. Auch dort kam es im südhessischen Autobahnnetz zu zusätzlichen Verzögerungen. Die A5 verläuft in diesem Bereich weitgehend parallel zur A67 und dient bei Störungen rund um das Darmstädter Kreuz als wichtige Ausweichstrecke.
Das Darmstädter Kreuz gehört zu den bedeutenden Autobahnknoten in Südhessen. Dort treffen die A5 als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg und Karlsruhe sowie die A67 aus dem Rhein-Main-Gebiet zusammen. Entsprechend können Sperrungen in diesem Bereich schnell Auswirkungen auf den überregionalen Verkehr haben.
Ein wesentlicher Grund für die lange Sperrung war die Position des beschädigten Sattelzugs. Zugmaschine und Auflieger standen nach dem Durchbrechen der Betonschutzwand auf unterschiedlichen Richtungsfahrbahnen. Der Lastwagen musste daher aufwendig geborgen werden.
Hinzu kamen die Reinigung der Fahrbahn sowie Arbeiten an der beschädigten Baustellenabsicherung. Die Polizei hatte bereits am Morgen darauf hingewiesen, dass sich Bergung und Reinigung schwierig gestalteten und deshalb weiterhin mit wechselnden Sperrungen und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden müsse.
Der betroffene Bereich liegt zudem in unmittelbarer Nähe laufender Bauarbeiten am Darmstädter Kreuz. Die Autobahn GmbH erneuert dort seit mehreren Jahren Brücken und Verkehrsanlagen. Das Gesamtprojekt soll nach dem derzeitigen Planungsstand bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Wann die A67 nach dem Unfall wieder vollständig in beiden Richtungen befahrbar sein würde, war am späten Montagvormittag noch nicht verbindlich angegeben. Autofahrer mussten deshalb weiterhin mit Einschränkungen rund um Pfungstadt und das Darmstädter Kreuz rechnen und sollten die ausgeschilderten Umleitungen beachten.
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