Accept feiern 50 Jahre: Wolf Hoffmann äußert sich zum Jubiläum

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Accept feiern 2026 ihr offiziell vermarktetes 50-jähriges Jubiläum mit einem neuen Album und einer großen Europatour. Wenige Wochen nach Veröffentlichung von „Teutonic Titans 1976-2026“ hat Gitarrist Wolf Hoffmann nun auch darüber gesprochen, warum auf dem aufwendig besetzten Jubiläumsprojekt keine früheren Accept-Mitglieder zu hören sind. Nach seiner Darstellung waren ehemalige beziehungsweise ursprüngliche Mitglieder eingeladen worden, wollten sich an dem Projekt jedoch nicht beteiligen. Eine unabhängige Bestätigung der Einladungen oder der jeweiligen Beweggründe liegt nicht vor.

Der aktuelle Anlass geht auf ein Gespräch Hoffmanns in der „David Ellefson Show“ zurück. Blabbermouth veröffentlichte die entsprechenden Aussagen am 28. September 2026, Metal Hammer griff sie am 29. September auf. Hoffmann sagte dort über die eingeladenen früheren Musiker kurz: „Nobody wanted to have anything to do with it.“ Dabei handelt es sich ausdrücklich um seine Darstellung. Zu individuellen Antworten ehemaliger Mitglieder äußerte er sich nicht im Detail.

Jubiläumsalbum mit 50 Gästen und 19 Neuaufnahmen

Das Jubiläumsalbum „Teutonic Titans 1976-2026“ erschien am 4. September 2026 bei Napalm Records. Es umfasst 19 neu eingespielte Versionen von Songs aus der Bandgeschichte. Nach Angaben des Labels wirkten insgesamt 50 Gastmusiker mit. Zu ihnen gehören unter anderem Rob Halford von Judas Priest, Kirk Hammett von Metallica, Tobias Forge von Ghost, Billy Corgan von den Smashing Pumpkins, Phil Anselmo, Hansi Kürsch, K. K. Downing, Billy Sheehan, Matthias Jabs und Mikkey Dee.

Die Auswahl konzentriert sich stark auf die klassische Phase von Accept. Vertreten sind unter anderem neue Fassungen von „Fast as a Shark“, „Balls to the Wall“, „Metal Heart“, „Breaker“, „Restless and Wild“, „Love Child“ und „London Leatherboys“. Das Album reicht nach Angaben von Napalm Records von Material aus „I’m a Rebel“ von 1980 bis zu „Eat the Heat“ von 1989.

In den jüngsten verfügbaren Albumcharts erreichte „Teutonic Titans 1976-2026“ laut dem Chartarchiv Chartsurfer Platz zwei in Deutschland, Platz fünf in Österreich und Platz sieben in der Schweiz. Das vorherige Studioalbum „Humanoid“ war 2024 unter anderem auf Platz fünf in Deutschland, Platz zwei in Österreich und Platz sechs in der Schweiz gekommen.

Accept gehen Ende 2026 auf Jubiläumstour

Neben dem Album ist eine umfangreiche „50th Anniversary Tour“ angekündigt. Die Europaetappe umfasst nach Veranstalterangaben 24 Headliner-Konzerte in elf Ländern. In Deutschland sind derzeit elf Termine zwischen November und Dezember gelistet. Als Support sind bei den deutschen Konzerten Dynazty und Tailgunner angekündigt. Der exklusive Eventim-Vorverkauf begann am 24. Februar 2026, der reguläre Vorverkauf am 27. Februar.

Die Deutschlandtermine sind: 19. November im Haus Auensee in Leipzig, 20. November in der EmslandArena in Lingen, 21. November in der Turbinenhalle Oberhausen, 24. November in der Volksbankmesse Balingen, 8. Dezember in der Uber Eats Music Hall Berlin, 11. Dezember in der Inselpark Arena Hamburg, 12. Dezember in der Stadthalle Offenbach, 15. Dezember im Kulturwerk Herford, 18. Dezember in der ratiopharm arena Neu-Ulm, 19. Dezember in der Eventhalle Geiselwind und 20. Dezember im Zenith in München.

Für die Schweiz führt Accept am 1. Dezember einen Auftritt im Komplex 457 in Zürich. In Österreich folgt am 4. Dezember das Konzert im Gasometer in Wien. Beide Termine gehören zur europäischen Jubiläumstour.

Aktuelle Accept-Besetzung besteht aus fünf Musikern

Accept führen auf ihrer eigenen Bandseite derzeit fünf Mitglieder: Wolf Hoffmann an der Gitarre, Mark Tornillo als Sänger, Philip Shouse an der Gitarre, Martin Motnik am Bass und Christopher Williams am Schlagzeug. Tornillo gehört seit der Wiederbelebung der Band Ende der 2000er Jahre zur Formation und stand am 8. Mai 2010 beim ersten Accept-Konzert mit ihm als Sänger in New York auf der Bühne.

Gitarrist Uwe Lulis, der seit 2015 zu Accept gehört hatte, verließ die Band 2025. Danach kehrte Accept von einer Formation mit drei Gitarristen zu zwei Gitarren zurück. Die Band erklärte damals, die Trennung habe logistische Gründe und beruhe nicht auf persönlichen oder musikalischen Differenzen.

Zu den prägenden früheren Mitgliedern gehören Sänger Udo Dirkschneider, Bassist Peter Baltes, Schlagzeuger Stefan Kaufmann und Gitarrist Jörg Fischer. Accept trennten und reformierten sich mehrfach. Nach einer Auflösung Ende der 1980er Jahre folgte Anfang der 1990er Jahre eine weitere Phase mit Dirkschneider, später eine kurze Reunion 2005. Seit 2009 arbeitet die Band wieder dauerhaft.

Die Wurzeln von Accept reichen weiter zurück als 1976

Die Vorgeschichte reicht bis zur 1968 gegründeten Band X zurück, in der Udo Dirkschneider bereits sang. Wann genau daraus Accept wurde, wird in verschiedenen historischen Darstellungen unterschiedlich datiert. Klar ist hingegen, dass sich Mitte der 1970er Jahre jene Besetzung herausbildete, mit der die spätere internationale Karriere begann. Wolf Hoffmann stieß 1976 hinzu. Genau dieses Jahr verwendet die Band für das aktuelle Jubiläum und den Albumtitel „Teutonic Titans 1976-2026“. Auch Metal Hammer weist darauf hin, dass die Geschichte der Gruppe älter ist, 1976 aber Hoffmanns Einstieg markiert.

Das erste Accept-Album erschien 1979. Entscheidende Veröffentlichungen der frühen Jahre waren danach „Breaker“ von 1981, „Restless and Wild“ von 1982, „Balls to the Wall“ von 1983, „Metal Heart“ von 1985 und „Russian Roulette“ von 1986. Songs wie „Fast as a Shark“, „Balls to the Wall“, „Metal Heart“, „Princess of the Dawn“ und „I’m a Rebel“ gehören bis heute zum bekannten Repertoire der Band. Universal Music bezeichnet insbesondere „Breaker“ als Album, mit dem Accept Anfang der 1980er Jahre den entscheidenden Durchbruch in der Metal-Szene schafften.

Mit Mark Tornillo begann ab 2009 eine weitere lange Phase der Bandgeschichte. Das 2014 veröffentlichte „Blind Rage“ wurde das erste Nummer-eins-Album von Accept in Deutschland. Es folgten unter anderem „The Rise of Chaos“, „Too Mean to Die“ und 2024 „Humanoid“. Das Jubiläumsjahr 2026 verbindet damit zwei Abschnitte der Bandgeschichte: die Neuinterpretationen der klassischen Stücke auf „Teutonic Titans 1976-2026“ und die heutige Besetzung auf der bevorstehenden Europatour.

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