
Der Koenigsegg One:1 von Ex-Formel-1-Fahrer Adrian Sutil ist verschwunden – und Interpol fahndet nun weltweit nach dem Hypercar. Das Fahrzeug mit der Chassisnummer 7107 soll seit Januar 2026 aus einer Garage in Monaco vermisst werden. Experten schätzen den aktuellen Marktwert des Wagens auf rund 22 Millionen US-Dollar. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die juristischen und kriminellen Verstrickungen rund um den einstigen Formel-1-Piloten.
Der Koenigsegg One:1 gehört zu den seltensten Straßenfahrzeugen der Welt: Nur sieben Exemplare wurden jemals gebaut. Das Fahrzeug leistet 1.360 PS bei einem Leergewicht von ebenfalls 1.360 Kilogramm – daher der Name One:1, der das Leistungsgewichtsverhältnis von 1 PS pro Kilogramm beschreibt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 440 km/h, von null auf hundert soll der Wagen in unter 2,8 Sekunden beschleunigen. Beim Kauf soll das Fahrzeug rund 3,3 Millionen Euro gekostet haben; der aktuelle Schätzwert liegt auf dem Sammlermarkt deutlich höher und wird von Experten auf über 20 Millionen Euro taxiert. Das nun verschwundene Exemplar weist laut Medienberichten eine markante Lackierung in China-Pink auf Klarsichtcarbon auf – ein Merkmal, das das Fahrzeug auch optisch unverwechselbar macht und die weltweite Fahndung erleichtern soll.
Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen mehrere Männer die Fahrzeuge aus der Monaco-Garage der Familie Sutil entfernt haben. Einem Anrufer soll dabei eine Verbindung zur russischen Söldnertruppe Wagner nachgesagt worden sein – dieser habe die Familie eingeschüchtert und erklärt, die Autos würden ungeachtet von Gegenwehr abgeholt werden. Im Dezember 2025 erstattete die Familie Anzeige bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Demnach sollen neben dem Koenigsegg noch neun weitere Luxusfahrzeuge mit einem Gesamtwert von rund 17 Millionen Euro aus der Garage verschwunden sein. Die Ermittler gehen Berichten zufolge davon aus, dass das Hypercar Monaco verlassen hat und möglicherweise in Richtung Osteuropa oder Russland verbracht wurde. Monaco selbst steht immer wieder im Fokus spektakulärer Vermögensvorgänge – erst kürzlich sorgte ein Immobiliendeal des ukrainischen Milliardärs Achmetow in dem Fürstentum für Aufsehen: Achmetow und die 471-Millionen-Wohnung in Monaco.
Der Fall hat eine weitere Dimension: Adrian Sutil sitzt seit November 2025 in der Justizvollzugsanstalt Stammheim in Baden-Württemberg in Untersuchungshaft. Deutsche Ermittler verdächtigen den früheren Formel-1-Piloten des schweren Betrugs und der Untreue im Zusammenhang mit der Finanzierung seiner Luxuswagensammlung. Bei seiner Verhaftung in Sindelfingen fanden zeitgleich Hausdurchsuchungen in Monaco und der Schweiz statt – ein Hinweis auf den internationalen Charakter des Verfahrens. Sutil weist die Vorwürfe zurück; sein Anwalt betont die Unschuldsvermutung und bezeichnet seinen Mandanten als Opfer einer groß angelegten Finanzstraftat.
Adrian Sutil wurde 1983 in Starnberg geboren und galt in seiner aktiven Zeit als einer der talentiertesten Fahrer im Mittelfeld der Formel 1. Von 2007 bis 2014 bestritt er 128 Grands Prix, vorwiegend für Force India und Sauber. Ein Podiumsplatz blieb ihm stets verwehrt, dennoch erzielte er mehrfach achtbare Punkteresultate. Nach dem Ende seiner Rennkarriere lebte er als Privatmann in Monaco, wo er eine umfangreiche Kollektion seltener Fahrzeuge aufgebaut haben soll – darunter neben dem Koenigsegg One:1 zahlreiche weitere Raritäten. Ob das verschwundene Hypercar jemals gefunden wird, ist derzeit offen. Interpol hat den Fall übernommen und fahndet international nach dem Wagen sowie nach möglichen Mittätern.
Quellen: auto-motor-und-sport.de, autoevolution.com, autoblog.com, formel1.de, grandprix247.com
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