
Kerim Alajbegovic könnte Bayer Leverkusen verlassen, bevor er sein erstes Pflichtspiel für die Profimannschaft absolviert hat. Nach Informationen des kicker soll die Spielerseite der Werkself mitgeteilt haben, dass der 18-Jährige einen Wechsel nach Italien anstrebt. Atalanta Bergamo soll im Werben um den Offensivspieler derzeit die besten Karten besitzen. Eine Einigung zwischen den Vereinen gibt es bislang jedoch nicht. Weitere Berichte sprechen bereits von fortgeschrittenen Gesprächen zwischen Atalanta und dem Umfeld des Spielers.
Atalanta arbeite laut Berichten seit Wochen an dem Transfer und soll bereits eine Offerte über 25 Millionen Euro zuzüglich möglicher Bonuszahlungen in Leverkusen eingereicht haben. Diese Zahlen wurden von den beteiligten Vereinen bislang nicht öffentlich gemacht. Bayer soll demnach erst bei einer Gesamtsumme von etwa 30 Millionen Euro ernsthaft über einen Verkauf nachdenken.
Auch die AC Mailand und die SSC Neapel werden als Interessenten genannt. Alajbegovic selbst soll einem Wechsel nach Bergamo offen gegenüberstehen. Solange keine Vereinbarung zwischen Bayer 04 und Atalanta vorliegt, bleibt der Transfer offen. Der langfristige Vertrag verschafft Leverkusen eine starke Verhandlungsposition.
Erst Ende März hatte Bayer 04 die vereinbarte Rückkaufoption für Alajbegovic gezogen. Der seit dem 1. Juli 2026 gültige Vertrag läuft über fünf Jahre bis zum 30. Juni 2031. Leverkusen hatte den gebürtigen Kölner im Sommer 2025 aus der eigenen U19 zu Red Bull Salzburg wechseln lassen und sich dabei ein Rückholrecht gesichert.
Für die Leverkusener Profis bestritt Alajbegovic bislang kein Pflichtspiel und damit auch noch keinen Bundesliga-Einsatz. In Österreich entwickelte er sich dagegen rasch zum Stammspieler. Der 1,86 Meter große und beidfüßige Offensivspieler wird vor allem auf dem linken Flügel eingesetzt, kann aber auch im offensiven Mittelfeld spielen. In seiner ersten Salzburger Profisaison gelangen ihm neun Tore in 28 Ligaspielen.
Alajbegovic wurde am 21. September 2007 in Köln geboren. Seine fußballerische Ausbildung begann beim 1. FC Köln, ehe er 2021 in den Nachwuchs von Bayer Leverkusen wechselte. Im Sommer 2025 folgte der Wechsel zu Red Bull Salzburg, wo er den Sprung in den Profibereich schaffte. Für die bosnische A-Nationalmannschaft kam er auf sieben Einsätze mit einem Tor und drei Vorlagen. Seine Leistungen für Salzburg und Bosnien-Herzegowina machten ihn international zu einem gefragten Spieler.
Atalanta geht nicht mit Ivan Jurić in die Saison 2026/27. Der Kroate wurde bereits im November 2025 freigestellt und trainiert inzwischen den Serie-A-Aufsteiger AC Monza. In Bergamo übernahm im Juni 2026 Maurizio Sarri. Der 67-Jährige steht für einen ballbesitzorientierten Fußball und bevorzugt häufig ein 4-3-3, in dem Alajbegovic auf einer Außenbahn eingesetzt werden könnte.
Der aktuelle Vorbereitungskader zeigt zugleich, dass die Konkurrenz groß wäre. Für die Offensive wurden unter anderem Gianluca Scamacca, Giacomo Raspadori, Nikola Krstović, Daniel Maldini und El Bilal Touré berufen. Spieler, die an der Weltmeisterschaft teilgenommen hatten, sollten später zur Mannschaft stoßen.
Für Leverkusen ist die Situation zwiespältig. Einerseits gilt Alajbegovic als eines der größten Talente im eigenen Nachwuchs, andererseits ist ein Erlös in Höhe von rund 30 Millionen Euro für einen bislang ohne Bundesliga-Einsatz gebliebenen Spieler wirtschaftlich attraktiv. Entscheidend wird sein, ob Atalanta sein Angebot erhöht und ob Leverkusen trotz des hinterlegten Wechselwunsches an seinem langfristigen Plan festhält. Bis zu einer Einigung bleibt Alajbegovic Spieler von Bayer 04.
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