Amazon startet neuen Lebensmittel-Lieferdienst in drei deutschen Großstädten

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Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Amazon liefert in Deutschland wieder selbst frische Lebensmittel aus. Seit Freitag, 30. Oktober 2026, können Kunden in ausgewählten Gebieten von Frankfurt am Main, Köln und München unter anderem Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte bestellen und noch am selben Tag erhalten. Der US-Konzern verbindet den neuen Service mit seinem regulären Onlinehandel. Knapp zwei Jahre zuvor hatte Amazon seinen früheren Lieferdienst Amazon Fresh in Deutschland eingestellt.

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Frische Lebensmittel jetzt im normalen Amazon-Warenkorb

Die neue Amazon Lebensmittel Lieferung am selben Tag funktioniert über die reguläre Website Amazon.de und die Amazon-Shopping-App. Kunden in den freigeschalteten Postleitzahlgebieten können frische Lebensmittel gemeinsam mit anderen Artikeln bestellen. Eine zusätzliche App oder gesonderte Registrierung ist nicht erforderlich.

Zum Sortiment gehören nach Unternehmensangaben Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Brot, Eier, Backwaren und Tiefkühlprodukte. Die Lieferung erfolgt über die bestehende Same-Day-Infrastruktur, mit der Amazon bereits zahlreiche andere Waren innerhalb eines Tages zustellt.

Zunächst beschränkt sich das Angebot auf bestimmte Stadtgebiete in Frankfurt, Köln und München. Eine flächendeckende Versorgung der drei Großstädte ist damit nicht verbunden. Weitere deutsche Metropolregionen sollen nach den Planungen des Unternehmens in den kommenden Wochen hinzukommen. Konkrete zusätzliche Standorte und Termine nannte Amazon zunächst nicht.

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Amazon verlangt je nach Prime-Mitgliedschaft unterschiedliche Liefergebühren

Für die Zustellung stehen Lieferfenster von vier oder zwei Stunden zur Auswahl. Die Kosten unterscheiden sich abhängig vom Bestellwert, der Prime-Mitgliedschaft und dem gewählten Zeitfenster.

Bei einem Vier-Stunden-Fenster ist die Lieferung für Prime-Mitglieder ab 29 Euro Bestellwert kostenlos. Liegt der Warenkorb darunter, werden 3,99 Euro berechnet. Ohne Prime-Mitgliedschaft kostet diese Zustellung unabhängig vom Bestellwert 9,99 Euro.

Wer ein kürzeres Zwei-Stunden-Fenster auswählt, zahlt als Prime-Mitglied bei einem Bestellwert ab 29 Euro eine Gebühr von 2,90 Euro. Bei kleineren Bestellungen fallen 4,90 Euro an. Kunden ohne Prime bezahlen dafür 10,99 Euro.

Die Bedingungen gelten für den neuen Frischelieferdienst in den teilnehmenden Gebieten. Ob eine bestimmte Adresse beliefert wird und welche Lieferzeiten verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Standort ab.

Neuer Anlauf nach dem Ende von Amazon Fresh im Jahr 2024

Mit dem Angebot kehrt Amazon zu einem Geschäft zurück, das der Konzern in Deutschland Ende 2024 erheblich verändert hatte. Der ursprünglich 2017 gestartete Dienst Amazon Fresh wurde am 14. Dezember 2024 eingestellt. Zuletzt war das Angebot in Berlin, Hamburg und München verfügbar gewesen.

Anschließend setzte Amazon bei frischen Lebensmitteln unter anderem auf den Online-Supermarkt Knuspr. Die Zusammenarbeit ermöglichte Kunden in mehreren deutschen Regionen, Lebensmittel über Amazon.de zu bestellen und durch Knuspr zustellen zu lassen.

Das neue Modell unterscheidet sich davon. Amazon übernimmt die Frischelieferung wieder selbst und integriert die Produkte in seinen regulären Einkaufsprozess. Knuspr war zum Start weiterhin über Amazon erreichbar. Ob und in welcher Form die Zusammenarbeit langfristig fortgeführt wird, blieb zunächst offen.

Amazon setzt auf eigene Logistik und Temperaturkontrollen

Für die Lieferung verderblicher Lebensmittel nutzt Amazon nach eigenen Angaben temperaturkontrollierte Lager- und Verpackungsprozesse. Die Waren werden vor dem Versand an mehreren Stationen überprüft. Temperaturempfindliche Produkte sollen in isolierten und recycelbaren Verpackungen transportiert werden.

Der Ausbau der Lebensmittellogistik ist Teil der Investitionen des Konzerns in schnellere Liefermöglichkeiten. Amazon will Produkte näher an seinen Kunden lagern, damit sie innerhalb weniger Stunden zugestellt werden können.

Lebensmittel-Lieferung ist Teil einer internationalen Strategie

In den USA hat Amazon die Lieferung frischer Lebensmittel innerhalb seines regulären Same-Day-Angebots bereits ausgebaut. Nach Unternehmensangaben war das Modell dort Mitte 2026 in mehr als 2.300 Städten und Gemeinden verfügbar.

Auch in Großbritannien verfolgt der Konzern ein entsprechendes Konzept. Der deutsche Neustart orientiert sich damit an einer bereits international eingesetzten Verbindung von Lebensmitteleinkauf und klassischer Onlinebestellung.

In Deutschland trifft Amazon auf etablierte Lebensmittel-Lieferdienste sowie Supermarktketten mit eigenen Zustellangeboten. Dazu gehören unter anderem Rewe und Knuspr. Rewe hatte im September 2026 zusätzlich Kooperationen mit Lieferplattformen wie Wolt, Uber Eats und Lieferando angekündigt.

Mit dem Start in Frankfurt, Köln und München erhält der deutsche Markt nun ein weiteres Angebot für taggleiche Lebensmittellieferungen. Wie groß das neue Sortiment im Vergleich zu klassischen Online-Supermärkten ausfällt, hängt zunächst von der jeweiligen Lieferregion ab.

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