Amazon ändert Rechnungskauf: Sammelabrechnung soll verschwinden

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Amazon beginnt mit der Umstellung einer bekannten Zahlungsoption. Die bisherige Amazon Monatsabrechnung soll schrittweise durch einen Rechnungskauf ersetzt werden, bei dem einzelne Bestellungen separat abgerechnet werden. Seit dem 24. September 2026 sollen betroffene Kunden nach übereinstimmenden Berichten nach und nach per E-Mail über die Änderung informiert werden.

Damit verändert sich vor allem die Art, wie Kunden ihre Einkäufe bezahlen können. Bislang lassen sich mehrere Bestellungen eines Monats auf einer gemeinsamen Rechnung bündeln. Künftig soll dagegen grundsätzlich für jede Bestellung eine eigene Rechnung erstellt werden.

Einzelne Rechnungen statt einer Sammelabrechnung

Bei der bisherigen Monatsabrechnung werden berechtigte Einkäufe eines Kalendermonats zusammengefasst. Amazon stellt die Rechnung zu Beginn des Folgemonats bereit. Anschließend bleiben 14 Kalendertage zur Zahlung. Die Rechnung kann unter anderem per Überweisung beziehungsweise bei entsprechenden Rechnungen per SEPA-Lastschrift beglichen werden.

Dieses Modell soll nun schrittweise durch einen klassischen Kauf auf Rechnung ersetzt werden. Nach den derzeit vorliegenden Angaben erhält der Kunde dabei für jede Bestellung eine eigene Rechnung. Das Zahlungsziel soll jeweils bei 14 Tagen ab Erhalt liegen.

Für Kunden, die häufig mehrere Bestellungen innerhalb eines Monats aufgeben, entfällt damit insbesondere die Möglichkeit, alle Käufe mit nur einer gemeinsamen Rechnung zu begleichen.

Umstellung erfolgt offenbar nicht für alle Kunden gleichzeitig

Die Änderung soll nicht an einem einzigen Stichtag für sämtliche Konten erfolgen. Vielmehr ist eine schrittweise Umstellung in den kommenden Wochen vorgesehen. Deshalb kann die Monatsabrechnung bei manchen Kunden zunächst weiterhin verfügbar sein, während andere bereits auf das neue Verfahren wechseln.

Dazu passt, dass Amazons öffentlich zugängliche Hilfeseiten die Monatsabrechnung am 25. September weiterhin beschreiben. Dort wird sie für berechtigte Kunden mit entsprechender Rechnungsadresse weiterhin als Zahlungsart aufgeführt.

Ein konkretes Datum, an dem die bisherige Monatsabrechnung für sämtliche deutschen Kunden endgültig nicht mehr angeboten wird, ist auf diesen öffentlichen Amazon-Seiten derzeit nicht genannt.

Auch Abonnements können betroffen sein

Die Änderung soll sich nach den bislang veröffentlichten Angaben auch auf wiederkehrende Zahlungen auswirken, wenn diese bisher über die Monatsabrechnung abgewickelt wurden. Für Abonnements wie Prime oder Prime Video sollen demnach künftig ebenfalls separate Rechnungen erstellt werden.

Andere etablierte Zahlungsarten werden von der beschriebenen Umstellung nicht grundsätzlich erfasst. Amazon Pay nennt unter anderem Kreditkarte, Debitkarte und Bankeinzug als verfügbare Zahlungsmöglichkeiten.

Monatsabrechnung gibt es bei Amazon seit Jahren

Amazon führte die gebündelte Monatsabrechnung in Deutschland nach einer Testphase bereits vor mehreren Jahren ein. Das Prinzip richtet sich an Kunden, die ihre Einkäufe nicht unmittelbar bei jeder einzelnen Bestellung bezahlen wollen.

Die Funktionsweise besteht bislang darin, sämtliche berechtigten Käufe eines Monats zusammenzuführen und erst im Folgemonat abzurechnen. Genau dieser Bündelungseffekt soll mit dem neuen Rechnungskauf entfallen.

Für Kunden ist deshalb vor allem entscheidend, wann das eigene Konto umgestellt wird. Solange die Monatsabrechnung dort weiterhin angeboten wird, kann sie nach den von Amazon veröffentlichten Bedingungen grundsätzlich genutzt werden. Mit der Umstellung werden dagegen einzelne Rechnungen und damit mehrere voneinander getrennte Zahlungsfristen relevant.

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