
Tesla will die Produktion in seinem Werk im brandenburgischen Grünheide deutlich erhöhen. Ab Oktober soll die Fertigung auf 7.500 Model Y pro Woche hochgefahren werden. Um das Ziel zu erreichen, sind im September zusätzliche Schichten angesetzt. Die Tesla Grünheide Sonderschichten betreffen nach einer internen Mitteilung weite Teile der Fahrzeugproduktion.
Nach einer internen Nachricht des „Giga Berlin Leadership Team“, die dem Handelsblatt vorlag, wurden mit dem Betriebsrat drei verpflichtende Sonderschichten vereinbart. Vorgesehen waren eine Nachtschicht am 18. September, eine Frühschicht am 19. September und eine weitere Nachtschicht am 25. September. Jede der drei Schichtgruppen sollte einmal zusätzlich eingesetzt werden.
Betroffen ist demnach die Fahrzeugfertigung einschließlich unterstützender Bereiche. Ausgenommen sind unter anderem die Fertigung von Antriebseinheiten sowie Batterie- und Zellbereiche. Die zusätzlich angesetzte Nachtschicht am Freitag, 25. September, fällt damit auf den heutigen Tag.
Das Produktionsziel selbst hat Tesla bereits im Juni öffentlich gemacht. Werksleiter André Thierig erklärte damals, die Fertigung solle zunächst von 5.000 auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche steigen. Ab Oktober soll die Produktion weiter auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche hochgefahren werden. Dafür kündigte Tesla weitere 1.000 Einstellungen an.
Nach Angaben aus der Fabrik lag die Produktion Anfang September noch bei weniger als 6.500 Fahrzeugen pro Woche. Ein aktueller Beitrag aus dem Umfeld des Unternehmens nennt rund 6.500 Model Y pro Woche und weiterhin 7.500 Fahrzeuge als Ziel für Oktober.
Das Handelsblatt berichtete Anfang September, Tesla wolle die Marke von 7.500 Fahrzeugen von Mitte Oktober an erreichen. Öffentlich hatte Thierig zuvor lediglich angekündigt, den Hochlauf auf diese Größenordnung ab Oktober zu beginnen.
Neben zusätzlichem Personal setzt Tesla auf schnellere Produktionsabläufe. Im Juni hatte Thierig angekündigt, die Taktzeit in weiten Teilen der Fabrik von rund 80 Sekunden zunächst auf 60 Sekunden und schließlich auf etwa 45 Sekunden zu verkürzen. Laut Handelsblatt war der angestrebte 45-Sekunden-Takt Anfang September weitgehend erreicht, die geplante Wochenproduktion jedoch noch nicht.
Auf das Jahr hochgerechnet würden 7.500 Fahrzeuge pro Woche rechnerisch rund 390.000 Model Y entsprechen, sofern dieses Produktionsniveau dauerhaft gehalten würde. Diese Rechnung ist keine Produktionsprognose, zeigt aber die Größenordnung des geplanten Hochlaufs.
Die Gigafactory Berlin-Brandenburg ist Teslas erster und bislang einziger Fahrzeugproduktionsstandort in Europa. In Grünheide wird das Model Y gefertigt. Tesla beschreibt das Werk als zentralen europäischen Produktionsstandort und sucht weiterhin Beschäftigte für unterschiedliche Bereiche.
Für den Standort bedeutet das angestrebte Produktionsniveau eine erhebliche Ausweitung gegenüber dem Frühjahr. Im Juni hatte Tesla den Ausgangswert noch mit rund 5.000 Fahrzeugen pro Woche angegeben. Mit 7.500 Einheiten würde die geplante Wochenproduktion damit innerhalb weniger Monate um etwa 50 Prozent steigen.
Ob das Werk die Marke von 7.500 Model Y bereits Mitte Oktober tatsächlich erreicht, war zunächst nicht bestätigt. Gesichert ist das von Tesla ausgegebene Ziel, die Produktion ab Oktober in Richtung dieses Niveaus hochzufahren.
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