Austrian Airlines: Nach Bombendrohung in Sofia folgt Entwarnung

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Die Bombendrohung auf Flug OS82 hat am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, zu einer außerplanmäßigen Landung in Bulgarien geführt. Ein Airbus A320 von Austrian Airlines musste seine Reise von Tel Aviv nach Wien unterbrechen und in Sofia landen. An Bord befanden sich 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Bulgarische Kampfjets begleiteten die Maschine zum Flughafen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde nach Angaben der Fluggesellschaft kein gefährlicher Gegenstand gefunden. Am frühen Montagmorgen erreichte das Flugzeug schließlich Wien.

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Bombendrohung über Bulgarien gemeldet

Die Maschine war am Sonntag vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv gestartet. Nach aufgezeichneten Flugdaten hob der Airbus gegen 19.04 Uhr israelischer Ortszeit ab. Er war auf der regulären Verbindung OS82 in die österreichische Hauptstadt unterwegs. Das eingesetzte Flugzeug trug das Kennzeichen OE-LZE.

Während des Fluges änderte sich die Situation im Bereich der Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien. Nach Angaben des bulgarischen Verkehrsministeriums meldete die Besatzung einen Hinweis auf eine Bombe an Bord und entschied sich für eine außerplanmäßige Landung in Sofia. Die Piloten setzten ihre Reise nach Wien damit nicht wie geplant fort.

Das bulgarische Verteidigungsministerium datierte die Alarmmeldung auf 21.17 Uhr Ortszeit. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Maschine im bulgarischen Luftraum. Welche Informationen die Besatzung über die Drohung genau erhielt und auf welchem Weg sie übermittelt wurden, war zunächst nicht öffentlich geklärt.

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MiG-29-Kampfjets begleiten Passagiermaschine nach Sofia

Die bulgarische Luftwaffe aktivierte nach eigenen Angaben unmittelbar ihre Bereitschaftskräfte. Kampfflugzeuge des Typs MiG-29 wurden im Rahmen der NATO-Mission Air Policing eingesetzt. Die bulgarischen Streitkräfte stimmten ihr Vorgehen dabei mit dem zuständigen NATO-Luftoperationszentrum im spanischen Torrejón ab.

Die Kampfjets begleiteten den zivilen Airbus während der Umleitung nach Sofia. Das bulgarische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die Maschine ihre ursprüngliche Flugroute beendete und zum Hauptstadtflughafen geleitet wurde. Der Flughafen trägt den Namen Wassil Lewski.

Austrian Airlines gab den Zeitpunkt der sicheren Landung mit 20.42 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit an. In Bulgarien war es zu diesem Zeitpunkt 21.42 Uhr. Zwischen der vom Militär genannten Meldung und der Landung lagen somit rund 25 Minuten. Verletzte wurden im Zusammenhang mit der Landung nicht gemeldet.

Passagiere verlassen Airbus, Behörden beginnen Durchsuchung

Nach der Landung verließen die Reisenden die Maschine. Das bulgarische Verkehrsministerium erklärte, ein gemeinsamer Arbeitsstab sei eingerichtet und eine Sicherheitsüberprüfung eingeleitet worden. Die verantwortlichen Behörden untersuchten das Flugzeug.

Austrian Airlines bestätigte den Vorfall ebenfalls. Die Fluggesellschaft erklärte zunächst, die Passagiere nach Abschluss der Kontrolle möglichst rasch auf eine alternative Verbindung umbuchen zu wollen. Vorrang habe die Sicherheit von Fluggästen und Besatzung.

Am Montagmorgen folgte eine weitere Mitteilung aus Österreich: Nach Angaben von Austrian Airlines wurde bei der Durchsuchung kein gefährlicher Gegenstand gefunden. Damit gab es keinen bestätigten Fund einer Bombe. Wer die Drohung ausgesprochen hatte, blieb zunächst offen. Auch zu möglichen Verantwortlichen lagen keine gesicherten behördlichen Angaben vor.

Austrian-Airlines-Maschine erreicht Wien am frühen Morgen

Das bulgarische Verkehrsministerium bestätigte dem Staatssender BNT am Montag, dass die Maschine den Flughafen Sofia kurz vor 3 Uhr Ortszeit wieder verlassen hatte. Der österreichische Radiosender Ö3 meldete gegen 4 Uhr, das Flugzeug sei bereits in Wien angekommen.

Damit konnte der betroffene Airbus nach mehreren Stunden Unterbrechung seine Reise fortsetzen. Ob sämtliche ursprünglich 51 Passagiere bei diesem Weiterflug an Bord waren oder andere Verbindungen nutzten, war zunächst nicht bestätigt.

Ähnliche Bombendrohung gegen Delta-Flug in Tel Aviv

Bereits am 13. Oktober war am Flughafen Ben Gurion eine Maschine der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines nach einer anonymen Bombendrohung überprüft worden. Das Flugzeug kam aus New York. Die Passagiere verließen den Airbus nach der Landung, bevor Sicherheitskräfte ihn in einem abgelegenen Bereich des Flughafens untersuchten.

Die israelische Flughafenbehörde erklärte anschließend, dass keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden seien und der Betrieb wieder normal verlaufe. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und der Drohung gegen Austrian Airlines lagen zunächst nicht vor.

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