
Die B183 bei Torgau wird ab Montag, 2. November 2026, im Ortsteil Werdau für mehrere Wochen vollständig gesperrt. Auf einer rund 500 Meter langen Strecke wird die Fahrbahn erneuert. Autofahrer müssen währenddessen eine Umleitung über Beilrode nutzen. Auch im Busverkehr gibt es Änderungen: Die Linie 765 bedient die Haltestelle Werdau vorübergehend anders. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) rechnet nach seiner Mitteilung vom 29. Oktober mit einem Abschluss der Straßenbauarbeiten Ende November.
Die Vollsperrung der B183 betrifft die Ortsdurchfahrt Werdau östlich von Torgau im Landkreis Nordsachsen. Werdau ist ein Ortsteil der Stadt Torgau und nicht mit der gleichnamigen Stadt im Landkreis Zwickau zu verwechseln. Die Bundesstraße verbindet in diesem Abschnitt unter anderem die Richtungen Bad Liebenwerda und Torgau. Die Verkehrsbehinderung liegt damit auf einer regionalen Verbindung zwischen Brandenburg und Sachsen.
Die vom LASuV am 29. Oktober veröffentlichte Baubeschreibung umfasst rund 500 Meter innerhalb der Ortslage. Genaue Stationierungswerte, Hausnummern oder eine Aufteilung in einzelne Bauabschnitte nennt die Behörde nicht. Der ADAC führt den Bereich in seinen Verkehrsmeldungen als Ortsdurchfahrt Werdau zwischen den Kreuzungsbereichen Graditz und Kreischau. Eine konkrete Uhrzeit für den Beginn am 2. November wurde in der Mitteilung des LASuV nicht genannt.
Für den Verkehr aus Richtung Bad Liebenwerda nach Torgau beginnt die offizielle Umleitung an der Kreuzung der B183 mit der Staatsstraße S25. Von dort geht es über die S25 nach Beilrode, weiter zur B87 und auf dieser nach Torgau. Wer aus Torgau in Richtung Bad Liebenwerda fährt, nutzt dieselbe Strecke in umgekehrter Reihenfolge.
Eine Durchfahrt auf dem betroffenen Abschnitt der B183 ist während der Vollsperrung nicht vorgesehen. Das LASuV fordert alle Verkehrsteilnehmer zu umsichtiger Fahrweise auf der Umleitungsstrecke auf. Die Behörde richtet ihren Hinweis ausdrücklich auch an Anwohner und Gewerbetreibende, die von den Bauarbeiten und der veränderten Verkehrsführung betroffen sind. Angaben über eine gesonderte Umleitung für Radfahrer oder eine bestimmte Führung des Fußgängerverkehrs enthielt die amtliche Ankündigung nicht.
Anlass der Sperrung ist eine Fahrbahnerneuerung im Bestand. Die Bauarbeiten umfassen den vollständigen Austausch der Asphaltdeckschicht. Die darunterliegende Asphaltbinderschicht wird teilweise erneuert. Außerdem sollen die Fahrbahnmarkierungen neu aufgebracht werden.
Auftraggeber ist die Niederlassung Leipzig des sächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Die Gesamtkosten sind auf rund 120.000 Euro beziffert. Finanziert wird die Maßnahme nach Angaben des LASuV aus dem Bundeshaushalt. Eine umfassende Neutrassierung oder ein Neubau der Straße ist nicht angekündigt. Auch konkrete Termine für die einzelnen Arbeitsschritte veröffentlichte das Landesamt zunächst nicht.
Die Sperrung wirkt sich ebenfalls auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Nordsachsen Mobil (NOMO) kündigt für die Linie 765 zwischen Torgau, Beilrode und Döbrichau Änderungen an. Nach der Fahrgastinformation des Unternehmens wird die Haltestelle Werdau verlegt und anders bedient. Die Mitteilung nennt dafür den Zeitraum vom 2. bis zum 20. November 2026.
Fahrgäste sollten deshalb vor der Abfahrt den veröffentlichten Baufahrplan der Linie 765 prüfen. Darin sind nicht alle Fahrten mit einem Halt in Werdau aufgeführt, einzelne Stopps sind als Bedarfshalte gekennzeichnet. Für entsprechende Einstiegswünsche ist laut Fahrplan eine Anmeldung bis eine Stunde vor der vorgesehenen Abfahrt erforderlich. Ein genauer Ersatzstandort für die Haltestelle lässt sich der allgemeinen Fahrgastinformation nicht entnehmen.
Für die Bauarbeiten nennt das Landesamt Ende November 2026 als voraussichtlichen Abschluss. Ein verbindliches Datum oder eine genaue Uhrzeit für die Freigabe der B183 sind damit nicht veröffentlicht. Der von Nordsachsen Mobil genannte 20. November beschreibt zunächst den Zeitraum der angekündigten Änderungen im Busverkehr und ist kein bestätigter Freigabetermin für die Straße.
Wie Grundstücke im gesperrten Abschnitt für Anwohner und Lieferverkehr erreichbar sein werden, erläutert die öffentliche Mitteilung nicht im Einzelnen. Auch für Fußgänger und Radfahrer sind darin keine gesonderten Zugangsregelungen genannt. Das Landesamt bittet darum, die Beeinträchtigungen während der Bauzeit zu berücksichtigen und besonders auf der Umleitungsstrecke vorsichtig zu fahren. Für Autofahrer bleibt bis zur angekündigten Freigabe der Weg über Beilrode maßgeblich.
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