
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 299 in der Oberpfalz ist am Freitagmorgen ein 22 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich bei Gebenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach, kurz vor dem Ortsteil Kainsricht. Zwei hochmotorisierte Autos gerieten auf die Gegenfahrbahn und kollidierten mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Die Polizei prüft nach eigenen Angaben Anhaltspunkte für ein mögliches verbotenes Kraftfahrzeugrennen. Ob tatsächlich ein Rennen stattfand, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 9 Uhr auf der B299. Der Unfallort liegt ungefähr 500 Meter hinter dem Knoten der Bundesstraßen B14 und B299 bei Kainsricht. Eine 41 Jahre alte Lastwagenfahrerin war mit einem Sattelzug in Richtung Gebenbach unterwegs. Aus der Gegenrichtung kamen zwei Autos, die von 22 und 30 Jahre alten Männern gefahren wurden.
Nach den bisherigen Erkenntnissen verloren beide Autofahrer auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über ihre hochmotorisierten BMW und gerieten in den Gegenverkehr. Die Lastwagenfahrerin versuchte noch auszuweichen, konnte die Zusammenstöße aber nicht verhindern. Der genaue Ablauf und insbesondere die Geschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge müssen noch rekonstruiert werden.
Der Sattelzug und eines der beiden Autos gerieten nach der Kollision in Brand und brannten vollständig aus. Die 41-jährige Lastwagenfahrerin und der 30 Jahre alte Fahrer konnten ihre Fahrzeuge selbst verlassen. Beide erlitten leichte Verletzungen. Der 30-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auch für die Lastwagenfahrerin wurden leichte Verletzungen bestätigt.
Der 22 Jahre alte Fahrer des zweiten Autos erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen. Die Fahrerseite seines Wagens wurde bei der Kollision erheblich deformiert. Er starb noch am Unfallort. Die Bergung aus dem stark beschädigten Fahrzeug war nach Angaben der Polizei aufwendig.
Damit gab es bei dem Unfall einen Toten und zwei Leichtverletzte. Weitere Verletzte wurden nach dem bis Freitagabend bekannten Stand nicht gemeldet.
Zur Unfallursache gab es im Tagesverlauf unterschiedliche Angaben. Zunächst war Aquaplaning als mögliche Ursache genannt worden. Diese Einschätzung wurde später korrigiert. Nach einer späteren Auskunft der Polizei habe es kein Aquaplaning gegeben. Die Fahrbahn sei allerdings regennass gewesen. Als mögliche Faktoren werden nun unter anderem die Straßenverhältnisse und die gefahrene Geschwindigkeit untersucht.
Eine abschließende Ursache stand am Freitagabend nicht fest. Damit ist auch nicht geklärt, weshalb beide Autos nahezu gleichzeitig die Kontrolle verloren und auf die Gegenfahrbahn gerieten.
Im Laufe des Freitags rückte ein weiterer Ermittlungsansatz in den Mittelpunkt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es Anhaltspunkte, die eine Prüfung des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens rechtfertigen. Ein entsprechender Tatablauf ist bislang jedoch nicht nachgewiesen.
Zur Rekonstruktion des Geschehens wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Staatsanwaltschaft Amberg ist in die Ermittlungen eingebunden. Untersucht werden muss unter anderem, wie schnell die beiden Autos unterwegs waren, wie sie sich unmittelbar vor dem Kontrollverlust zueinander bewegten und welche Bedeutung die nasse Fahrbahn hatte.
Der Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ist rechtlich von besonderer Bedeutung. Nach Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs können nicht nur organisierte Rennen strafbar sein. Auch andere Fahrweisen können unter bestimmten Voraussetzungen von der Vorschrift erfasst werden. Ob diese Voraussetzungen im Fall von Gebenbach vorlagen, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft erst klären.
Die B299 wurde nach dem Unfall vollständig gesperrt. Ursache waren neben der Unfallaufnahme die Löscharbeiten, die aufwendige Bergung der Fahrzeuge und ausgelaufene Betriebsstoffe. Nach Polizeiangaben musste auch betroffener Boden im Böschungsbereich abgetragen werden.
Noch am Freitagnachmittag bestand die Vollsperrung. Das bayerische Verkehrsmanagement führte den Abschnitt zwischen dem Knoten B14/B299 und Kainsricht auch für den Zeitraum bis 19.58 Uhr als gesperrt. Damit dauerten die Verkehrsbehinderungen am Freitag bis in die Abendstunden und über viele Stunden nach dem Unfall an. Eine abschließend bestätigte Uhrzeit der vollständigen Freigabe lag zunächst nicht vor.
Die B299 verbindet in diesem Teil der Oberpfalz unter anderem den Raum Amberg mit Gemeinden weiter nördlich und ist eine wichtige überregionale Straßenverbindung. Der Unfall führte deshalb neben dem umfangreichen Rettungs- und Bergungseinsatz auch zu erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu