
Nach einem stürmischen Wochenende beruhigt sich das Wetter in Deutschland am Montag, 26. Oktober, in weiten Teilen des Binnenlandes. Besonders in Berlin und München lässt der Wind gegenüber dem Sonntag deutlich nach. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für die Hauptstadt Temperaturen bis 14 Grad, am Flughafen München werden bis zu 13 Grad vorhergesagt. Während viele Regionen überwiegend trocken bleiben, sind in einigen Mittelgebirgen weiterhin kräftige Böen möglich.
Das Sturmtief Manja, das am Wochenende für kräftigen Wind und verbreitete Niederschläge gesorgt hat, zieht bis Montag weiter in Richtung Skandinavien und verliert dabei an Stärke. Gleichzeitig gewinnt von Südwesten her Hochdruckeinfluss an Bedeutung. Vor allem in Süddeutschland stabilisiert sich dadurch die Wetterlage.
Der Montag beginnt in vielen Regionen mit wechselnder bis starker Bewölkung. Besonders im Norden und Nordosten Deutschlands sind noch einzelne Regenschauer möglich. In der Mitte, im Westen und im Süden bleibt es dagegen zunächst überwiegend trocken. Längere sonnige Abschnitte sind unter anderem im Alpenvorland und stellenweise in Sachsen-Anhalt möglich.
Die Temperaturen erreichen verbreitet 10 bis 16 Grad. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. In Norddeutschland kann er zunächst noch kräftiger ausfallen, lässt im Binnenland aber im Tagesverlauf nach.
Eine Ausnahme bilden einzelne Bergregionen, in denen der Wind auch nach dem Abzug des Sturmfeldes deutlich stärker bleibt.
Trotz der allgemeinen Wetterberuhigung ist die Sturmlage am Montag noch nicht überall beendet. Nach der DWD-Wochenvorhersage vom Sonntag, 25. Oktober, 11 Uhr MEZ, sind insbesondere an den Küsten und im exponierten Bergland weiterhin stürmische Böen und einzelne Sturmböen der Stärke 8 bis 9 Beaufort wahrscheinlich.
Auf dem Brocken im Harz erwartet der Wetterdienst Sturmböen oder schwere Sturmböen der Stärke 9 bis 10 Beaufort. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von etwa 75 bis 100 Kilometern pro Stunde. Bereits am Montagmorgen sind dort auch orkanartige Böen möglich.
Für den Fichtelberg im Erzgebirge nennt der DWD mögliche Sturmböen bis etwa 85 Kilometer pro Stunde. Im Thüringer Wald werden vereinzelt Böen bis 60 Kilometer pro Stunde erwartet, in exponierten Lagen bis 70 Kilometer pro Stunde. Auch auf freiliegenden Schwarzwaldgipfeln sind noch stürmische Böen bis 70 Kilometer pro Stunde möglich.
Im norddeutschen Binnenland können am Montag zunächst Windböen um 55 Kilometer pro Stunde auftreten. Die DWD-Prognose sieht eine Abschwächung am Nachmittag vor.
Für Berlin und München weisen die regionalen Warnlageberichte vom Sonntag keine vergleichbare schwere Sturmlage für Montag aus. In Brandenburg sind einzelne Windböen der Stärke 7 möglich, insbesondere im Fläming und im Norden des Landes. In den tieferen Lagen Südbayerns soll sich der Wind bereits in der Nacht deutlich abschwächen.
Die genannten Windstärken sind Vorhersagewerte aus den amtlichen Warnlageberichten. Sie bedeuten nicht automatisch, dass für sämtliche aufgeführten Gebiete bereits zeitlich festgelegte Einzelwarnungen ausgegeben wurden.
Das Wetter in Berlin und München zeigt am Montag einen ähnlichen Verlauf. Beide Städte können nach dem stürmischen Sonntag mit deutlich ruhigeren Verhältnissen rechnen, auch wenn dichte Wolken weiterhin das Bild prägen.
Für die DWD-Station Berlin-Tegel werden am Morgen 7 Grad und im Tagesverlauf maximal 14 Grad vorhergesagt. Der Himmel bleibt überwiegend bewölkt. In der Hauptstadt und ihrem Umland sind einzelne Schauer möglich, größere Niederschlagsgebiete stehen jedoch nicht im Mittelpunkt der Montagsprognose.
Am Flughafen München liegen die vorhergesagten Temperaturen zwischen 5 und 13 Grad. Nach dem Abzug der Niederschläge vom Sonntag erwartet der DWD für Südbayern einen überwiegend trockenen Montag. Vor allem im Alpenvorland kann sich die Sonne zeitweise länger zeigen.
Auch die übrigen großen Städte Deutschlands erleben einen vergleichsweise milden Herbsttag. Für Köln/Bonn sind 7 bis 14 Grad angekündigt, für Frankfurt am Main 6 bis 14 Grad und für Stuttgart ebenfalls 6 bis 14 Grad.
In Leipzig und Dresden werden jeweils 7 bis 13 Grad erwartet. Nürnberg und Erfurt erreichen nach morgendlichen 6 Grad voraussichtlich 13 Grad. Magdeburg kommt auf 7 bis 14 Grad, Hannover auf 8 bis 13 Grad.
Die Werte beziehen sich auf die jeweiligen DWD-Vorhersagestationen. Innerhalb der Städte können die örtlichen Temperaturen davon abweichen.
Für große Teile Deutschlands bedeutet die Wetterentwicklung am Montag vor allem einen Rückgang der Windstärken gegenüber dem Wochenende. Die verbreiteten kräftigen Böen des Sonntags werden im Binnenland nicht mehr in vergleichbarem Umfang erwartet.
Anders sieht es in den höheren Mittelgebirgen aus. Dort können kräftige Böen weiterhin auftreten, obwohl sich das Wetter in den tiefer gelegenen Städten bereits beruhigt hat.
Auch in den Alpen ist der Übergang zu ruhigerem Wetter nicht überall abgeschlossen. Für die Nacht zum Montag erwartet der DWD oberhalb von etwa 1.500 Metern vor allem in den östlichen Alpen zwischen einem und fünf Zentimetern Neuschnee. Auf der Zugspitze sind leichter Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vorhergesagt.
Im Westen Deutschlands könnte sich das Wetter zum Abend erneut verändern. Dort soll von Westen her neue Bewölkung aufziehen. Im äußersten Westen ist in den Abendstunden leichter Regen möglich. In der Nacht zum Dienstag können sich die Niederschläge weiter ostwärts ausbreiten, während es südlich des Mains überwiegend trocken bleibt.
Nach dem ruhigeren Montag zeichnet sich für Dienstag, 27. Oktober, in vielen Landesteilen eine weitere Verbesserung ab. Der Deutsche Wetterdienst erwartet dann nach der Auflösung einzelner Nebel- und Hochnebelfelder überwiegend freundliches und trockenes Wetter.
Die Temperaturen steigen auf 14 bis 19 Grad, im Süden und Südwesten örtlich sogar auf etwa 21 Grad. Für Berlin werden bis zu 16 Grad, für München ebenfalls bis zu 16 Grad vorhergesagt. Frankfurt, Köln und Stuttgart können nach den Stationsprognosen jeweils etwa 18 Grad erreichen.
Am Mittwoch, 28. Oktober, wird das Wetter wieder wechselhafter. Bereits in der Nacht zuvor zieht von Westen und Nordwesten ein Wolkenband mit leichtem Regen ostwärts. Am Mittwoch selbst fällt zunächst besonders im Osten und Südosten noch etwas Regen. Anschließend sind vielerorts Auflockerungen möglich, während im Nordwesten später erneut Niederschläge aufkommen können.
Mit Höchstwerten zwischen 12 und 17 Grad bleibt es für Ende Oktober vergleichsweise mild. Ab Donnerstag deutet sich nach der DWD-Prognose eine insgesamt ruhigere Wetterphase an.
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